Montag, 19. August 2019

In Blumenau wird das Schriftenzentrum wieder eingeweiht!

"Am 10. September wird die Livraria Martin Lutero in Blumenau (Brasilien) neu eingeweiht!" schreibt Pfr. Friedrich Gierus, Vorsitzender des Martin Luthervereins in Brasilien, das Träger der Schriftenmission im Land ist.

Um ihren Mitgliedern evangelische Schriften an die Hand geben zu können, wurde das Schriftenmissionszentrum errichtet. 1991 wurde es in Blumenau eingeweiht. Es ist die einzige Institution der IECLB in Brasilien, die Materialien und Bücher herstellt und verbreitet.  Zum Zentrum gehört auch ein Buchladen und der “Otto-Kuhr-Verlag”. Es hat den Auftrag, Faltblätter, Broschüren, Handzettel, Studienhefte u.ä. zu produzieren und den Gemeinden für ihre Tätigkeit zur Verfügung zu stellen. Es ist übrigens interessant, dass auch Gemeinden anderer Konfessionszugehörigkeit diese Materialien kaufen und einsetzen. Was hier inhaltlich erarbeitet wird, hat ein breites Spektrum. 400.000 Kleinschriften werden jährlich über den Buchladen und den Verlag vertrieben über Brasilien hinaus auch nach Afrika und Portugal. Viele Menschen werden erreicht und und im Glauben gestärkt. 

Die Innenräume des Zentrums mussten dringend saniert werden. Zudem: In der Dachkonstruktion wurden Holzwürmer entdeckt. Sie hatten erhebliche Schäden verursacht, die behoben werden mussten. Ebenso hat der Fußboden stark gelitten und musste ausgebessert werden.
Nun ist alles wieder hergerichtet auch dank der Spende des GAW aus dem Projektkatalog 2018 in Höhe von 10.000 Euro.

"Wir danken dem GAW sehr für die erhaltene Unterstützung!" schreibt Pfr. Gierus.

Donnerstag, 8. August 2019

Litauen: Is it worth it? Let me work it!


Workcamp in Smalininkai: Jugendliche und
junge Erwachsene aus Deutschland und
Litauen bauen am diakonischen Kinderzentrum.
Es wird tatkräftig angepackt beim workcamp im zukünftigen diakonischen Kinderzentrum in Smalininkai in Litauen. 13 Jugendliche und junge Erwachsene aus Deutschland und 23 Jugendliche aus Litauen füllen die Baustelle und das umliegende Gelände mit Leben: voll mit Lachen, Spaß und viel Offenheit und Begeisterung bei gemeinsamen Mahlzeiten, Andachten, Sport und Ausflügen.
Gleich am ersten Arbeitstag wurden rund um das Gebäude verschiedene Arbeiten begonnen. Neue Holzverkleidungen an der Decke wurden angebracht und mehrere alte Vordächer aus Stahlbeton mit schweren Arbeitsgeräten entfernt. Dank vieler helfender Hände konnten große Mengen an Baumaterial in kurzer Zeit im Gebäude verteilt und bereits erste Unterkonstruktionen für Trockenbauwände errichtet werden. Diese sollen in den nächsten Tagen mit Gipskartonplatten verkleidet werden, um neue Räume zu schaffen.
Der aktuelle Bauabschnitt soll als Tageszentrum für Kinder und Jugendliche genutzt werden. Im zweiten Bauabschnitt soll später ein Mehrgenerationenhaus entstehen und betreutes Wohnen für ältere Menschen ermöglichen.
 
Das workcamp wird organisiert und durchgeführt vom EJW Weltdienst mit Unterstützung des Gustav-Adolf-Werk und der Landeskirche in Württemberg.
 
https://www.gustav-adolf-werk.de/kindergabe.html
und einem Gottesdienst
zum Schulbeginn unterstützt
das GAW das Kinderzentrum
finanziell.
Mehr Informationen zum Kinderzentrum und der bereits jetzt stattfindenden diakonischen Arbeit mit benachteiligten Kindern und ihren Familien in Smalininkai finden Sie hier. Unterstützen können Sie das Kinderzentrum mit mit unserem Gottesdienst zum Schulanfang "Lieber Gott, mein Tag ist schön", dessen Kollekte dem Kinderzentrum gewidmet ist oder mit einer Spende direkt an: 

 
Gustav-Adolf-Werk e.V.
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
BIC: GENO DE D1 DKD
 
Wir danken Pfarrer Mindaugas Kairys, Simon Mönch und Thai An Vu für den Text und die Fotos aus dem Workcamp in Smalininkai, senden herzliche Grüße und wünschen allen Teilnehmenden noch eine gute und gesegnete Zeit. 



Dienstag, 6. August 2019

Evangelisch Weltweit 3/2019 erschienen


Die neue Ausgabe des GAW-Magazins "Evangelisch Weltweit" gibt Einblicke in Partnerkirchen auf drei Kontinenten:

Der neu gewählte Präsident der Evangelischen Kirche am La Plata, Leonardo Schindler, spricht im Interview über die Zukunft seiner Kirche in Argentinien, Paraguay und Uruguay. Schwerpunkte seiner Überlegungen sind die künftige Ausbildung der Pfarrerinnen und Pfarrer, der Ausbau des missionarischen Profils und die aktuellen finanziellen und politischen Herausforderungen: "Bei uns sind die politischen Differenzen zum Glück nicht so stark in die Kirche getragen worden wie in Brasilien, aber es ist klar, dass auch die Pastoren ihre Meinung zur Politik haben."
Eines dieser streitbaren Themen ist der Anbau von Soja zum Export - für die Bauern und für die Regierungen von Argentinien und Paraguay ein lohnendes Geschäft, für die Anwohner der Plantagen eine Gefahr für ihre Gesundheit. Soja führt dazu, dass Indigene von ihrem Land vertrieben werden und Regenwald gerodet wird. Der Hintergrundartikel zeigt den Umgang der Evangelischen Kirche am La Plata mit diesem ökonomisch-ökologischen Dilemma.

Markus Schmitt, Theologiestudent aus dem GAW der Pfalz, berichtet über die inzwischen schon zur Tradition gewordenen GAW-Reise von Theologiestudierenden in Diasporakirchen in Europa. Dieses Mal ging es in die Slowakei, wo die Gruppe das Glück hatte, die Einführung des neuen Bischofs der Evangelischen Kirche A.B., Ivan El'ko mitzuerleben.
Außerdem blicken wir nach Kuba: Die Presbyterianische Kirche in Kuba hat lebendige Gemeinden, eine aktive Sozialarbeit und viele engagierte Gemeindeglieder, Pfarrerinnen und Pfarrer. Doch in Kuba herrscht ständige Knappheit – an Grundnahrungsmitteln und anderen lebensnotwendigen Produkten. Der Artikel zeigt, an welchen Stellen der Mangel am größten ist und was die ökonomische Lage im Land momentan beeinflusst.

Nicht fehlen darf in der neuen Ausgabe natürlich ein Rückblick auf den Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund! Hier war das GAW mit einem Stand vertreten. Der Kirchentag bot zudem reichlich Gelegenheit zum Wiedersehen mit Gästen und Freunden aus Partnerkirchen. In der Ausgabe finden Sie außerdem eine Beilage zum Reformationstag 2019 mit Predigtgedanken von Steven Fuite, Präsident der Vereinigten Ev. Kirche in Belgien unter dem Motto "Von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft".

Freitag, 2. August 2019

GAW goes Crowdfunding


Die stolzen Vorschulkinder am Tag ihrer Einschulung
Auf der Internet-Spendenplattform www.betterplace.org haben wir eine Spendenkampagne für die zweisprachig-interkulturelle Takuapí in Argentinien eingerichtet.

Das Jahresprojekt der Frauenarbeit sammelt in diesem Jahr für die Schule, die von der reformierten Gemeinde in Ruíz de Montoya getragen wird. Hier, nahe der Iguazú-Wasserfälle, lernen die Kinder, sich in der spanischsprachigen Gesellschaft zurecht zu finden und gleichzeitig ihre kulturellen Wurzeln, Werte und Traditionen zu bewahren. Dazu werden sie sowohl von indigenen und als auch von spanischsprachigen Lehrern unterrichtet. Indigene leben oft unter der Armutsgrenze, viele der Kinder sind unterernährt. Deshalb ist das gemeins
Kinder im Speisesaal
ame Frühstück in der Schule ein wichtiger Teil des Tagesablaufs.

Mit Hilfe der Crowdfunding -Kampagne wollen wir der Schule helfen, folgende Gegenstände anzuschaffen:
  • Neue Tische für den Speisesaal: 3.000 Euro 
  • Bälle, Hürden, Seile und Trampoline für den Sportunterricht: 500 Euro 
  • Vier Deckenventilatoren: 500 Euro
Besuchen Sie unsere Seite https://www.betterplace.org/de/projects/71508-schule-fur-indigene-kinder-in-takuapi-argentinien und verbreiten Sie den Link weiter!

Im Namen der Kinder von Takuapí bedanken wir uns herzlich für Ihre Unterstützung!


Freitag, 19. Juli 2019

Pfarrerin Hanna Schramm aus Chile zu Besuch im GAW

Pfrn. Hanna Schramm mit dem GS des GAW Pfr. Enno Haaks

Seit fünf Jahren ist Hanna Schramm Pfarrerin in Santiago de Chile. Sie ist die erste ordinierte Pfarrerin in der Iglesia Luterana de Chile (ILCH) - eine der beiden lutherischen Kirchen in Chile, die nach dem Militärputsch 1973 entstanden sind. Bis heute ist es nicht gelungen die damalige Kirchenspaltung zu überwinden. Vor Kurzem ist der Versuch ein Verbindungsmodell zu schaffen gescheitert. Es sah vor, ein Kirchendachverband zu gründen mit zwei Synoden. Das wäre ein erster konkreter Schritt aufeinander zu gewesen. Folge ist, dass dadurch eine Gemeinde in Concepción ihre Mitgliedschaft in der kleineren lutherischen Kirche der Iglesia Ev. Luterana de Chile (IELCH) ruhen läßt. Sie waren sehr daran interessiert, dass beide Kirche strukturell zusammenkommen. Die Gründe, dass das gemeinsame Projket aus ILCH und IELCH nicht geklappt hat sind vielschichtig und hängen auch mit den gesellschaftlichen Herausforderungen des Landes zusammen.

Hanna konnte dank der Unterstützung des GAW in der ILCH ein Vikariat absolvieren, dass sie nach Beendigung ihres Theologiestudiums in Leipzig in Santiago durchführen konnte. Sie hatte einige Herausforderungen zu überwinden, denn damals gab es von einigen Pfarrern der ILCH Gegenwind, die gegen die Frauenordination waren. Das hat sie durchgehalten und wurde nach dem Vikariat Pfarrerin in der großen Erlösergemeinde in Santiago. Mit zwei Kollegen arbeitet sie zusammen. Die Erlösergemeinde ist die größte  Gemeinde der ILCH. Die ersten Versuche einer Gemeindegründung in der Hauptstadt Chiles gehen in das Jahr 1867 zurück. Über regelmäßige Gottesdienste wird ab 1885 berichtet. Ein Jahr später erfolgt schließlich die Gemeindegründung und 1899 wird die eigene Kirche eingeweiht.

Heute gehören 800 Familien zur Gemeinde. Es gibt eine Filialgemeinde im Norden der Stadt, wo inzwischen die meisten Gemeindeglieder wohnen.  

Es gibt ein reiches und aktives Gemeindeleben von der Kinder- und Jugendarbeit über die Arbeit mit jungen Erwachsenen bis hin zu verschiedensten Bibelgruppen. Nach wie vor wird in der Gemeinde in Spanisch und Deutsch gearbeitet. Dass eine Pfarrerin in der Gemeinde arbeitet hat etwas verändert. Die Frauenordination wird nicht mehr in Frage gestellt. Auch spricht Hanna andere Menschen an und gewinnt sie so für die Gemeinde. 

Hanna hat den Schritt nach Chile nicht bereut. Sie ist mit einem Chilenen verheiratet und hat inzwischen zwei Kinder. 

Gut, dass das GAW sie auf ihrem Berufsweg unterstützen konnte. Und schön ist es, dass sie den Kontakt hält.

Das GAW unterstützt in diesem Jahr den Umbau des Gemeindesaales ihrer Erlösergemeinde. 30 Jahre lang wurde daran nichts getan. Eine Sanierung, neues Mobiliar und die Umgestaltung des Gemeindesaals in einen Mehrzwecksaal sind dringend notwendig. Die Einrichtung einer mobilen Trennwand mit guter Isolierung soll weiteren Raum schaffen. 

Donnerstag, 18. Juli 2019

Diaspora und Mission

Dr. Johann Schneider
"Mission und Diaspora sind zwei Aspekte der Kirche Jesu Christi: Mission ist selbstverständliche Grundäußerung des Zeugnisses von der barmherzigen Zuwendung Gottes in Jesus Christus an und in der Welt an alle Menschen. Diaspora ist Grunderfahrung in der Kirche Jesus Christi in der Welt, als Christen und als Kirche zu leben mit einem irdischen Zuhause und einer himmlischen Heimat.
Mission und Diaspora sind daher aufeinander bezogen und zwar so, dass Mission den Grundauftrag aus dem Empfang der Verheißung  und Diaspora die Grunderfahrung christlicher Existenz in dieser Welt darstellt."

(Propst Dr. Johann Schneider, Stellv. Vorsitzender des GAW der EKD in "Diaspora und Mission. Eine Verhältnisbestimmung, Leipzig 2011) - 

Das Buch "Diaspora und Mission" ist zu beziehen über: verlag@gustav-adolf-werk.de.


Mittwoch, 17. Juli 2019

Neue Räume für eine Roma-Gemeinde in Ungarn

Gottesdienst in der Romagemeinde in Ungarn
Im November 2015 begann die Roma-Missionsarbeit der reformierten Kirche Ungarns im Dorf Jánoshalma. Das liegt im Südungarn. Jánoshalma ist eine der wenigen neugegründeten Gemeinden in Ortschaften mit einem hohen Anteil an Roma in der Bevölkerung. Weder von katholischer noch reformierter Seite gab einen klaren Plan, wie man sich als Kirche engagieren kann. Dank der Unterstützung der reformierten Kirche wurde im Jahre 2018 für die Gemeinde ein Grundstück gekauft mit einem alten Haus, das zu einem Pfarrhaus umgebaut wurde Die Renovierungsarbeiten sind im Gange, konnten aber noch nicht beendet werden.

Als der junge Pfarrer - selber ein Roma - ins Dorf kam, wurde der Gottesdienst von 10 Leuten besucht. Es gab keinen Religionsunterricht. Im Februar 2016 begann Religionsunterricht mit 6 Kindern.

Ab September 2016 hat sich die Arbeit intensiviert in der Kinder- und Jugendmissionsarbeit. Die Gemeinde ist gewachsen. Zwischen Frühling 2016 und Herbst 2017 wurden 24 Leute, Jugendliche und Erwachsene, konfirmiert. "In diesem Jahr haben wir 41 neu SchülerInnen in der Grundschule im Religionsunterricht. Im Kindergarten sollen 50 Kinder aufgenommen werden. Wir haben etwa 40 Gottesdienstbesucher am Sonntag," schreibt der reformierte Pfarrer Róbert Balogh.

Die Gemeinde, aufgrund ihrer sehr speziellen Diasporasituation, soll und will die Arbeit und Mission unter Roma Leute prioritär behandeln. Dies ist geboten, weil über 20% dieser Volksgruppe angehören.

Geboten ist der Ausbau der Räume der Gemeinde. Alleine ist das nicht möglich. Dafür bittet die reformierte Kirche um Hilfe beim GAW im kommenden Projektkatalog 2020.

Montag, 15. Juli 2019

Wieder Raketenangriffe in Aleppo...



Nach einem Raktenangriff
in Aleppo am 14. Juli 2019
„Am Sonntag, d. 14. Juli gab es Raketenangriffe auf die Gebiete „New Aleppo“ und „Minian“ in Aleppo. Das waren sehr schwere Angriffe. Terroristen westlich von Aleppo sind dafür verantwortlich, dass sechs Menschen getötet wurden und etliche schwer verletzt. Es liegt in der Nähe zu unseren armenischen Schulen und den Wohnorten armenischer Menschen. Zahlreiche Wohnungen haben Schäden davongetragen. Autos sind zerstört worden. Wir rufen die syrischen Autoritäten auf, Maßnahmen zur Sicherheit der unbewaffneten Zivilisten in Aleppo zu unternehmen!“ schreibt heute Pfarrer Haroutune Selimian von der armenisch-evangelischen Bethel-Kirche.

Es herrscht bei Weitem kein Frieden in Syrien. Das Land ist zersplittert, die Menschen leiden unter Versorgungsengpässen und den Sanktionen. Die beiden evangelischen Partnerkirchen versuchen, so gut es geht an der Seite ihrer Menschen zu stehen und zu helfen. Dafür sind sie auf uns angewiesen!

Auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag in Dortmund konnte Haroutune Selimian eindrücklich von der Not in Syrien berichten. Bei den drei Eröffnungsgottesdiensten wurde für die Arbeit der evangelischen Schulen in Syrien gesammelt. Zwischen 5-6000 SchülerInnen werden hier an verschiedenen Orten unterrichtet.