Mittwoch, 29. Mai 2019

Aufruf zu einem gesellschaftlichen Wandel in Brasilien

Kirchenpräsidentin Sílvia Genz
Die brasilianische Gesellschaft ist tief gespalten. Besonders deutlich wurde dies nach der Wahl des neuen Präsidenten Bolsonaro und seinen politischen Vorstellungen. Der Schutz des Regenwaldes hat keine Priorität, stattdessen wird die Agrarlobby gestärkt, die mehr nutzbare Fläche will. Auch indigene Gruppen werden vertrieben. Im Mai gingen über eine Millionen Menschen auf die Strasse , um gegen die Kürzungspolitik im Bildungsbereich zu protestieren. In über 200 brasilianischen Städten wurden Menschen mobilisiert um, dem "Trump der Tropen" - so auf einem Plakat zu lesen - etwas entgegen zu setzen. Die Kürzungen in den Renten verschärft die Not vieler Rentner. Ein wichtiger Aspekt von Bolsonaros Wahlkampf war die Lockerung des Waffengesetzes. Das befördert zusätzlich die Gewalt im Land - entgegen der Vorstellung, dass dadurch mehr Sicherheit entsteht. Dazu kommen weitere Themen, die polarisieren - wie z.B. die grassierende Korruption im Land, die in jeder Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür wirkt. 


All diese Themen, die in das alltägliche Leben der Menschen hineingreifen, wirken sich auch aus auf die Lutherische Kirche in Brasilien (IECLB).


Angesichts der polarisierten innenpolitischen Situation in Brasilien hat die IECLB Ende März eine Erklärung abgegeben, in der sie zu einem kirchlichen und gesellschaftlichen Klima der Liebe, des Friedens und der Gerechtigkeit aufruft. „Gravierende wirtschaftliche Ungleichverteilung und die Dominanz von wirtschaftlichen Interessen über die Bewahrung der Schöpfung führten zu Umweltkatastrophen und Klimawandel und machten Frieden für jetzige und künftige Generationen unmöglich. Anstelle des Gemeinwohls sei die Politik von persönlichen Interessen einzelner Gruppen dominiert und in der Politik herrsche, wie auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen, Korruption. Auch die geplante Rentenreform lasse den Blick auf das Gemeinwohl vermissen. Nicht die Lockerung von Waffengesetzen, sondern die Frage nach den Ursachen von Gewalt könnten dauerhaften gesellschaftlichen Frieden bringen. Der Begriff „fake news“ verharmlose das Lügen; Meinungsfreiheit werde mit der Möglichkeit verwechselt, Botschaften des Hasses zu streuen“, heißt es in dem Schreiben IECLB. Neben dem bereits existierenden Einsatz der Kirche für Gendergerechtigkeit, soziale Gerechtigkeit und Umweltschutz seien alle Gläubigen aufgerufen, sich noch mehr für das Gemeinwohl und gesellschaftlichen Frieden einzusetzen.

Unter den Gemeindemitgliedern stieß die Erklärung auf gemischte Reaktionen. Neben Zustimmung gab es auch Stimmen, welche das Manifest als „linke Positionierung für die PT [Partido Trabalhador] und Greenpeace“ kritisierten. Vor allem das Thema Agroindustrie spaltet die Kirche, unter deren Mitgliedern Vertreter und Gegner der Agroindustrie sind.

Montag, 27. Mai 2019

Die Schönheit der Kirche zieht Menschen an!

Kirche in Bakonyszentlászó
"Wir danken euch im GAW ganz herzlich für die großzügige Unterstützung zur Renovierung unserer Kirche in Bakonyszentlászó aus der Árpaden-Zeit," schreibt Pfarrar Cszaba Szakos von der lutherischen Kirche in Ungarn. "Mit Ihrer Hilfe konnte der Kirchturm erneuert werden. Die Kirch ist jetzt wieder eine der schönsten Kirchen von Transdanubien." Und weiter schreibt der Pfarrer: "Der wertvollsten Schatz sind aber die Schwestern und Brüder, die Sonntag für Sonntag im Gottesdienst Gottes Wort hören und an den Sakramenten teilhaben." Und weiter berichtet er, dass die erneuerte Kirche anziehend und werbend nach aussen wirkt. "Die Zahl der Gottesdienstbesucher ist gestiegen!" Gleichzeitig berichtet er davon, dass es nicht einfach sei die Gemeinde lebendig zu halten. "Das ist oft schwieriger als eine Kirche zu renovieren. In der Region leiden wir zudem unter den demographischen Entwicklungen und Abwanderung aus Arbeitsgründen. Bei allem bemühen wir uns, dass die Gemeinde mit ihrer Kirche ein Hoffnungsort bleibt."

Die evangelische Gemeinde Bakonyszentlászló entstand mit der Reformation. Sie übernahm eine im frühen Mittelalter errichtete Kirche, die seitdem ohne Unterbrechung der Gemeinde gehört. Allerdings war die Kirche bis zum Toleranzpatent ohne Turm. Dieser wurde erst 1816 errichtet. 

Der Pfarrer aus Bakonyszentlászló betreut auch eine Tochtergemeinde und mehrere kleine Gemeindegruppen in den Dörfern der Umgebung. Die Gemeinde hat vom Staat noch keinen Schadensersatz für die früheren kirchlichen Immobilien, vor allem die Gemeindeschule, bekommen. Deshalb konnte sie bisher auch nicht den Traum von einem Gemeindehaus realisieren und verfügt über kein Gebäude, in dem Presbyterversammlungen, Jugendtreffen oder andere Veranstaltungen stattfinden könnten. 

Die größte Aufgabe der Gemeinde war die Restaurierung ihrer denkmalgeschützten Kirche.

Das ist gelungen. Das GAW konnte 11.000 Euro dazu geben.

Freitag, 24. Mai 2019

Fremdenfeindlichkeit darf keinen Raum in unseren Herzen haben!

Bischof Atahualpa Hernández
"Auch wenn die lutherische Kirche in Kolumbien klein ist, so engagieren wir uns doch für die Menschen, die in Not sind. Wir fühlen uns durch das Evangelium dazu gerufen," sagt Bischof Atahualpa Hernández. Er leitet seit vier Jahren die Kleine Kirche die ca. 2.500 Mitglieder in 26 Gemeinden hat. 

"Durch die immensen politischen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten in Venezuela sind nach inoffiziellen Schätzungen mindestens 2 Millionen Venezolaner nach Kolumbien geflohen," sagt er. "Die kolumbianische Regierung spricht offiziell von 1,6 Millionen Menschen aus dem Nachbarland, die fliehen, weil sie das Nötigste zum Überleben in ihrer Heimat nicht haben." 

Im Gespräch berichtet Bischof Atahualpa von dem, was die lutherische Kirche für die Venezolaner an Hilfe anbietet. Zunächst gibt es ein Beratungszentrum in der Hauptstadt Bogota. Hier geht es darum, den Geflüchteten Informationen zu geben hinsichtlich all der bürokratischen Prozesse, die gefordert sind. Dann versucht das Zentrum dabei zu helfen Zugang zum Gesundheitswesen und zu Bildungseinrichtungen zu beschaffen. Zudem wir anwaltliche und psychologische Hilfe gewährleistet. "Gerade psychologische Hilfe ist dringend geboten für Frauen, die allein mit ihren Kindern unterwegs sind. Etliche sind traumatisiert durch das, was sie erlebt haben. Und zudem gibt es genügend Menschen in Kolumbien, die auf Kosten der Not der Venezolaner sich bereichern," sagt der Bischof. 

Und dann berichtet er, wie in drei Gemeinden der lutherischen Kirche den notleidenden Venezolanern weitergeholfen wird: in Bucaramanga, Villavicencio und in Paz de Ariporo. Hier geht es um Versorgung der Menschen, die Hilfe brauchen und um den Versuch, sie sicher weiter zu geleiten.

"Es ist für das Land und uns als kleine Kirche eine große Herausforderung, auf die Not angemessen reagieren zu können. Und wir müssen als Kirche dafür sorgen, dass die Flüchtlinge als Schwestern und Brüder gesehen werden. Bei all den Problemen, die auch da sind: Fremdenfeindlichkeit darf in unseren Herzen kein Raum gewinnen!"

Es braucht in Medellin ein Friedenshaus!!!

Ostern 2019 mit 6 Konfirmationen und 3 Taufen in Medellin
Der politische Wandel in Kolumbien hat die Situation der lutherischen Emmausgemeinde verändert. "Es ist ein Rückschritt hinsichtlich des Friedensprozesses im Lande sehr spürbar," schreibt Pastor John Hernández aus Medellin. Die Wahlen haben die Spannungen im Land deutlich sichtbar werden lassen - gerade in der Region Medellins. Hier hat der ehemalige Präsident Uribe seine politische Hochburg und Unterstützung. Er ist ein entschiedener Gegner des Friedensprozesses seines Nachfolgers und Friedensnobelpreisträgers Santos. Zudem ist Uribe verwickelt in Menschenrechtsverletzungen und ungeklärten Gewalttaten unter seiner Präsidentschaft.

In Medellin hat sich die kleine lutherische Emmausgemeinde gegründet, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen zu helfen, aus der Botschaft des Evangeliums heraus Wege zur friedlichen Konfliktbewältigung zu finden. Unter Leitung des Pastors versucht die Gemeinde im „Haus des Friedens“ („Casa de Paz“) insbesondere mit Jugendlichen und Frauen daran zu arbeiten, Gewalt zu überwinden. Die Arbeit findet in verschiedenen Gruppen und auch mit professioneller Unterstützung statt. Die Gemeinde hat gut 30 konfirmierte Glieder, doch durch die verschiedenen Angebote wie das offene Treff Café Lutero werden mindestens 150 Personen erreicht.

Es ist eine Herausforderung, in Medellin als kleine lutherische Diasporagemeinde eine solch ambitionierte Arbeit zu machen. Medellín ist weltweit bekannt geworden durch die Drogenkartelle, die die Region in den 1980-1990er Jahren beherrschten, und die Gewalt, die bis heute nachwirkt. Man schätzt, dass 80 % der Stadtteile Medellíns unter der Bandenkriminalität zu leiden haben. 

Insbesondere für Menschen aus der Comuna 13 versucht die lutherische Gemeinde ihre Angebote zu gestalten. In diesem berüchtigten Stadtteil - einem Armenviertel der Stadt. "Das ist jetzt nach dem Regierungswechsel nur noch eingeschränkt möglich," schreibt John. "Es gibt unsichtbare Grenzen in der Comuna 13, die es zu beachten gilt. Die Sektoren werden von unterschiedlichen Banden kontrolliert, die sich gegenseitig bekämpfen. Die Anzahl der Morde ist erheblich nach oben gegangen."

Bei allen Schwierigkeiten nehmen an den Aktivitäten zwischen 12 bis 20 Personen teil. Insbesondere an Frauen und Jugendliche richtet sich das Angebot. 

Die Gemeinde „Emmaus“ hat die große Hoffnung, dass die Versöhnungsarbeit, die vom „Haus des Friedens“ ausgeht, dennoch friedensstiftend wirkt. „Wir wollen Friedensprozesse unterstützen, Gewalt überwinden und Menschen dabei helfen, sich gegenseitig als Menschen und nicht als Feinde anzusehen“, betont Pastor John.

Die Missionsgemeinde hat keine eigenen Räumlichkeiten. Um ihre Arbeit weiter zu stabilisieren, möchte die Gemeinde ein Gemeindezentrum erwerben, in dem die vielfältige kirchliche Versöhnungsarbeit Raum findet. Das GAW wird dafür um eine dreijährige Unterstützung gebeten. 

Insgesamt wollen wir 50.000 Euro für dieses wichtige Projekt sammeln. Helfen Sie mit!

Donnerstag, 23. Mai 2019

Bald 5 Millionen venezolanische Flüchtlinge...?

Medizinversorgung in der Acción Ecumenica in
Caracas - hier kommen die Mitarbeitenden inzwischen
sehr an ihre Grenzen
Mitte April 2019 wurde die Zahl der Menschen, die Venezuela verlassen haben von den aufnehmenden Ländern mit 3,7 Millionen Flüchtlingen, Migranten oder Asylsuchenden angegeben (https://r4v.info/es/situations/platform). Diese Zahl ist mit Sicherheit nicht die 100%-ig reale Ziffer - so wird betont. Wahrscheinlich liegt die Anzahl derer, die das Land verlassen haben noch höher. Schätzungen gehen davon aus, dass bis Ende 2019 5 Millionen Venezolaner das Land verlassen haben, weil sie schlicht und ergreifend keine Perspektive mehr sehen. Es fehlt an ausreichender Lebensmittelversorgung. Medikamente sind Mangelware. Die genaue Anzahl derer, die in Venezuelas Krankenhäusern oder Altenheimen sterben, weil sie nicht entsprechend medizinisch versorgt werden können oder dringend notwendige Medikamente nicht mehr bekommen, ist nicht bekannt. 

Obwohl Venezuela über die größten bekannten Erdölreserven weltweit verfügt, fehlen dem sozialistisch regierten Land massenweise Lebensmittel und Medikamente. Hyperinflation macht Bargeld faktisch wertlos. Staatschef Nicolás Maduro und der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó liefern sich nach wie vor einen Machtkampf.

Wichtig ist es laut UNHCR, die unmittelbaren lateinamerikanischen Nachbarländer zu stärken, um soziale Spannungen zwischen Bürgern der Nachbarländer und geflüchteten Venezolanern zu verhindern. Davon zeugen auch Aussagen eines evangelischen Bischofs in Peru. Nach seinen Angaben seien 750.000 Venezolaner inzwischen in seinem Land. Die meisten würden in Lima versuchen durchzukommen. "Wir sind zur Solidarität verpflichtet," sagt er. "Viele der Venezolaner haben viele Herausforderungen bestehen müssen, bis sie hier in Peru angekommen sind. Und sie stehen hier vor neuen Herausforderungen. Ihre tägliche Versorgung, die medizinische Unterstützung, die Suche nach Arbeit ist sehr schwer. Und es gibt Spannungen zwischen Einheimischen und Venezolanern - gerade bei der Arbeitssuche," sagt er. "Wir müssen aber jeder Fremdenfeindlichkeit wehren, denn es sind unsere Brüder und Schwestern, die an unsere Tür klopfen!"

Das ist nur ein Wort eines leitenden Geistlichen in Lateinamerika, der auf die Not der venezolanischen Flüchtlinge hinweist und auf die Spannungen, die dadurch auch hervorgerufen werden.

Gerade haben wir erneut eine Unterstützung für die lutherische Kirche in Venezuela auf den Weg gebracht in der Hoffnung, dass es möglich sein wird, Lebensmittel für die Versorgung der diakonischen Zentren und der ärmsten Gemeindemitglieder zu ermöglichen. Das wird noch länger eine bleibende Aufgabe sein. Auch das Gesundheitszentrum der "Acción Ecumenica" werden wir weiterhin unterstützen.



Freitag, 17. Mai 2019

Wir machen uns große Sorgen wie wir unsere Kinder versorgen können... - Gerardo Hands in Venzuela

Kinder des Kindergartens "Casa de amistad" in Valencia
„Es macht mir derzeit große Sorgen, dass es im Moment nicht möglich ist, Lebensmittel- und Hygieneartikel aus Miami direkt zum Straßenkinderheim nach Valencia zu senden. Bis Ende Juli reichen derzeit noch unsere Vorräte. Und dann müssen wir sehen, was wir tun können. Und weiter: Es gibt derzeit an kaum einer Tankstelle Benzin. Das heißt, dass das ganze Land quasi blockiert ist. Wie sollen Lebensmittel, Medikamente etc. transportiert werden..? Die Situation bleibt dramatisch – und wir haben wenig Hoffnung auf Besserung,“ schreibt Kirchenpräsident Gerardo Hands von der lutherischen Kirche Venezuelas. 

Mitten in der politischen Krise hält die lutherische Gemeinde ihren Kindergarten „Casa de amistad“ (Haus der Freundschaft) offen. Und mitten in der Hoffnungslosigkeit machen die Kinder dennoch Mut, die Hoffnung nicht zu verlieren, sich für sie einzusetzen, zu helfen, solidarisch zu sein und zu beten. 

Inzwischen hat die US-Regierung alle Passagierflüge von den USA nach Venezuela und umgekehrt verboten. Außerdem wird von der US-Regierung empfohlen, nicht in das Land zu reisen 

Das venezolanische Militär gilt als entscheidender Faktor im Machtgefüge. Ein Großteil steht nach wie vor hinter Maduro. Er hatte im vergangenen Jahr eine umstrittene Wahl gewonnen und war im Januar als Präsident für eine zweite Amtszeit vereidigt worden. 

Seit August 2018 geht Venezuelas Regierung gegen Oppositionelle im Land vor. Bei mehreren Massenprotesten gegen den Präsidenten hat es Tote gegeben. 

Die im Juli 2017 gebildete verfassungsgebende Versammlung hat dem Präsidenten noch mehr Macht verliehen. Oppositionelle kritisieren, dass er über die Institution der Versammlung die Rechte des Parlaments aushebelt und Venezuela diktatorisch regiert. 

Ein durch Massenproteste herbeigeführter Machtwechsel ist bisher gescheitert. Der Parlamentspräsident Guaido hat es bisher nicht geschafft wesentliche Teile der Militärführung für sich zu gewinnen. Zudem spielen Kuba, China, Russland und der Iran eine wichtige Rolle im Kampf um die Macht im Land - und um Einfluss in der Region.

Bei all dem: Das GAW unterstützt die kleine lutherische Kirche in Venezuela. Dabei geht es derzeit um Nothilfeleistungen. Wir hoffen, dass die gerade weitergereichten Spenden dazu beitragen, Lebensmittel und Medikamente beschaffen zu können.

Donnerstag, 16. Mai 2019

Wann hört der Krieg in Syrien endlich auf...? Die Not ist groß!

Angriff auf Kessab
„Die vergangenen Tage haben wir in Kessab und Aleppo Raktenangriffe erlebt. Das war heftig. Und in Aleppo in dicht besiedelten Stadtteilen gab es mindestens 38 Todesopfer. Auch in Kessab – im Nordwesten an der türkischen Grenze – fielen Raketen in der Nähe des armenischen ev. Sommerlagers. Es soll renoviert werden. Ich wollte gerade dorthin aufbrechen von Aleppo, aber das war nicht möglich durch die Bombardements,“ berichtet am 15. Mai Pfarrer Haroutune Selimian aus Aleppo. 

Seit zwei Wochen bombardieren syrische und russische Kampfjets wieder die Provinz Idlib im Norden Syriens, wo seit September 2018 ein Waffenstillstand herrschte. Der Regierung Assad wird ein Bruch des vereinbarten Waffenstillstandes vorgeworfen. Die verschiedenen islamistischen Rebellengruppen sollen den Angreifern unterlegen sein. Angeblich sind
Angriff auf Kessab -
Nähe armen. Sommercamp
tausende ausländische islamistische Kämpfer in der Region um Idlib. Al-Kaida Anführer haben alle waffenfähigen Männer zum Widerstand aufgerufen. So sind die Raketenangriffe auf Kessab und Aleppo zu erklären. 

Den Regierungstruppen wird vorgeworfen Schulen und Gesundheitszentren gezielt zu bombardieren. Seit Ausbruch der Kämpfe sind über 300 Tote zu beklagen. Mehr als 200.000 Menschen sind derzeit auf der Flucht ins syrisch-türkische Grenzgebiet. Die Türkei hat dabei die Grenze geschlossen und vorsorglich Truppen dort zusammengezogen. Die Flüchtlinge, die teilweise schon aus anderen Regionen Syriens geflohen sind, campieren jetzt im Nirgendwo und wissen nicht weiter. Die Not ist in der Region Idlib/Hamaa groß. 

Die Not ist auch für die Menschen groß, die in den Gebieten leben, die von der syrischen Regierung kontrolliert werden. Gerade in diesen Regionen leben die evangelischen Christen - und überhaupt die Christen aller anderen Denominationen. In islamistisch besetzten Gebieten wie Idlib gibt es so gut wie keine christliche Präsenz mehr.  

„Der Benzinmangel in Syrien hat weitreichende Auswirkungen bis hin zum Anstieg bei den Lebensmittelpreisen. Die wirtschaftliche Not ist immens in den Gebieten, die unter der Kontrolle des syrischen Regimes stehen. Die iranische Unterstützung wurde vor einem
Lebensmittelhilfe in Aleppo - links: Pfr. Selimian
halben Jahr gestoppt, was die Versorgungskrise verschärfte. Täglich bilden sich lange Schlangen mit Hunderten von Autos vor den Tankstellen. Leider stiegen die Preise für Kochgas oder Treibstoff um mehr als dreimal so hoch wie der offizielle Preis ist. Heute besteht unsere Hauptpriorität darin, unseren bedürftigen Familien zu helfen beim Nötigsten für den Alltag. Um Menschen das Dableiben zu ermöglichen sind wir auf Solidarität und Hilfe angewiesen,“ schreibt Pfarrer Haroutune Selimian.

Freitag, 10. Mai 2019

Das GAW hilft beim Aufbau einer Krankenhausseelsorge in Brasilien

Treffen der brasilianischen Krankenhausseelsorger
Eine fundierte Krankenhausseelsorge gibt es in Brasilien nicht. In der lutherischen Kirche gab es deshalb in den vergangenen Jahren verstärkt Bemühungen, mit Krankenhäusern und Pflege- und Altenheimen zusammenzuarbeiten. Das ist für die Kirche ein relativ neues Arbeitsfeld, weil sie sich zunehmend Menschen zuwendet, die nicht zum Umfeld der lutherischen Kirche gehören. Die Kirche folgt dabei der Option für die Schwachen und der Verteidigung ihrer Würde. Diese Arbeit ist sehr vielschichtig. Die Begleitung und Beratung im Kontext von Krankheit, Schwäche, Grenze und Tod bedarf besonderer Aufmerksamkeit und Fortbildung. Zielgruppe der Krankenhausseelsorge sind der kranke Mensch, seine Angehörigen und das Personal des Krankenhauses. Darüber hinaus soll die Krankenhausseelsorge die Kultur einer menschenwürdigen, multidimensionalen Krankenversorgung fördern. 

Die Ausbildung für Krankenhausseelsorger hat in der lutherischen Kirche (EKLBB) begonnen in Zusammenarbeit mit der Theologischen Hochschule EST in Sao Leopoldo. Fünf Module werden dazu verpflichtend angeboten  – drei fanden 2018 statt und zwei in diesem Jahr 2019. An diesem Kursus nimmt je ein Vertreter von den 18 Synoden der EKLBB teil. Im Laufe des Kurses wenden die erworbenen Kenntnisse bei den Besuchen in den Krankenhäusern erprobt und eingeübt.  

"Viele Patienten konnten so schon erreicht werden. Auch waren die Reaktionen, die die Seelsorger erfahren haben sehr positiv. Gerade Glaubensfragen spielen dann auch in dem brasilianischen Kontext und der Kultur eine große Rolle. Die Menschen sind dafür sehr ansprechbar. Gerade Neupfingstler geben ganz andere Angebote als wir es tun," schreibt Pastor Volkmann vom brasilianischen GAW (OGA). "Die Genesung der Menschen wird dabei oft erschwert, da ihnen gesagt wird, dass ihre Krankheit Konsequenz ihrer Sünde ist und dass sie nicht genügend Glauben haben, um gesund zu werden. Gerade deswegen ist es wichtig eine gut fundierte Ausbildung zu haben, um die kranken Menschen zu begleiten, ihnen zu helfen, dass sie sich von Gott auch in der Krankheit begleitet fühlen."

Inzwischen gibt es von der lutherischen Kirche acht Krankenhausseelsorgestellen. Zudem sind etliche Pfarrer*innen an verschiedenen weiteren Krankenhäusern tätig. Über die Kirchenleitung wurde schon zwei mal zu überregionalen Treffen eingeladen, um sich als Krankenhausseelsorger auszutauschen und zu vernetzen und gemeinsam Sorgen, Nöte und Herausforderungen zu teilen.

"Wir sind dem GAW sehr dankbar für die Förderung dieses Projektes!" schreibt Martin Volkmann.

Das GAW fördert in einem dreijährigen Programm den Aufbau der Krankenhausseelsorge der EKLBB in Brasilien: 2018/15 000 €; 2019/14 500 €; 2020/13 960 €.

Brot für die Welt ohne das "Brot der Welt in der Krippe von Bethlehem" kann es nicht geben!

Hans Katz (1900-1974)
Als Hanz Katz seinen Dienst als GAW-Präsident im Jahre 1968 antrat schrieb er ein Jahr später - vor 50 Jahren - folgende Worte im GAW-Blatt vom April 1969. Auch heute durchaus lesenswert und aktuell:

"In der Diaspora ist der einzelne Christ ständig nach dem Grund seines Glaubens und seiner fröhlichen Hoffnung gefragt und angehalten, sich Rechenschaft über diesen Glauben zu geben...

Bei aller Wandlung bleibt die unaufgebbare Aufgabe des GAW die Verkündigung des Evangeliums und die Gründung der Gemeinden auf das Evangelium Jesu Christi. Darin wird der ökumenische Charakter dieses Werkes, den es von Anfang an hatte, deutlich. Es gilt theologisch zu sehen und deutlich zu machen, dass wir Menschen ... allein von der freien Gnade Gottes in Jesus Christus leben...

Die Kirchen müssen alle Kraft daran setzen, dass sie nicht durch den Druck von außen her zu Sozialinstitutionen werden. Da die theologische Arbeit, die der Ökumenismus stellt, sehr viel zeit, Geduld und Kraft erfordert, weicht man auf den sozialen Sektor aus, der der Welt einleuchtend zu machen ist und auf dem man ohne Schwierigkeiten zusammenarbeiten kann. Wenn wir aber vergessen, dass es Brot für die Welt ohne das "Brot der Welt in der Krippe von Bethlehem" nicht geben kann , werden wir kläglich Schiffbruch leiden. Das GAW hat und wird es nie vergessen, dass es vom Brot in der Krippe zu Bethlehem lebt und dieses Brot auszuteilen hat. Hier ist der Quellort wahrer Diakonie, die nicht verstopft werden darf. ...

Das GAW kann nicht ein Kirchbauverein sein... Wir mühen uns um den Bau von Gemeindezentren und auch um die Einrichtung von diakonischen Diensten und Stationen und Unterrichtmöglichkeiten. Alles was eine Gemeinde zum Leben braucht, wird von uns ins Blickfeld genommen. Dafür benötigen wir die Liebe und Hilfe der Gemeinden, die uns nicht ohne Information und Werbung in den Schoss fällt."

Hans Katz studierte Theologie in Heidelberg, Tübingen und Marburg. Er war Pfarrer der Badischen Landeskirche. 1935 wurde er Dekan in Lörrach, 1946 Mitglied des Oberkirchenrates in Karlsruhe, ab 1958 ständiger Vertreter des Landesbischofs. Von 1968-1974 war er Präsident des GAW der EKD in der Bundesrepublik Deutschland.

Donnerstag, 9. Mai 2019

Gelungene Sanierung des Jugendfreizeitzentrums im ungarischen Rábcakapi

Jugendfreizeitzentrums im ungarischen Rábcakapi
"Vielen Dank für die Hilfe bei der Renovierung unseres Jugendlagers im ungarischen Rábcakapi! Das hat uns auch viel Ansehen in dem Dorf gebracht. Die Dämmung der Gebäude konnte verbessert werden und insbesondere das äußere Erscheinungsbild verschönert werden. Alle aus dem Dorf, der lutherischen Kirchengemeinde und der Gesamtkirche freuen sich über das nun Erreichte!" schreibt Pfarrer Miklós Kiss. Im Projektkatalog 2014 wurden 10.000 Euro für dieses Projekt gesammelt. Der GAW-Vorsitzende aus Bayern Pfr. Wolfgang Layh vertrat das GAW bei der Feier zum Abschluss der Arbeiten. 136.000 Euro kosteten die Sanierungsarbeiten insgesamt. Die Lokalgemeinde, die Kirche und die ungarische Regierung halfen bei der Finanzierung.

Zum nordwestungarischen Kirchenbezirk Győr-Moson gehören 14 Gemeinden. Für die Mitarbeiter des Kirchenbezirks ist es ein wichtiges Anliegen, gemeinschaftsbildende und identitätsstiftende Veranstaltungen für dieses Gebiet zu organisieren. Eine wichtige Rolle spielen dabei die sommerlichen Freizeiten für Jugendliche. Seit 1986 finden diese im früheren Pfarrhaus und in der früheren Schule im Dorf Rábcakapi statt. Die Erfahrungen der vergangenen Jahre zeigen, dass solche Freizeiten die kirchliche Bindung von Jugendlichen stärken. Viele frühere Teilnehmer sind heute als Kirchenvorsteher oder Pfarrer in der Kirche aktiv. „In einer Gemeinde haben sogar sechs Mitglieder des Vorstands ihre ersten kirchlichen Erfahrungen in Rábcakapi gesammelt“, unterstreicht der Leiter dieser Arbeit, András Rátz. An den vom Kirchenbezirk organisierten Freizeiten nehmen jeden Sommer 100 bis 150 Jugendliche teil. Viele Gemeinden veranstalten auch ihre eigene Freizeiten oder Konfirmandenwochenenden in diesem Freizeitheim. 

Das Gebäude des Jugendfreizeitheims in Rábcakapi bietet in fünf Zimmern Platz für ca. 40 Teilnehmer. In den vergangenen 32 Jahren wurde es nur einmal grundsaniert. Damals wurde das Dach erneuert. Mit den Jahren war nun eine erneute Sanierung unumgänglich geworden. Die Einrichtung der Küche und der Zimmer sowie die Sanitäranlagen mussten dringend erneuert werden. Zudem wurde die Isolierung der Gebäude verbessert, damit das Freizeitzentrum länger im Jahr als bisher genutzt werden kann.

Allen Spendern sei gedankt!

Dienstag, 7. Mai 2019

"Ich bin trotz allem gerne Pastor auf Kuba!" sagen Liudmilla und Yoelcis

Liudmilla Hernandez (re.), Yoelcis González (2. v.li.)
Liudmila Hernandez Retureta ist Vize-Moderatorin der Presbyterianisch-Reformierten Kirche auf Kuba, einer der ca. 50 Partnerkirchen des GAW weltweit. Sie ist mit 30 Jahren die jüngste Pastorin der Kirche. 2014 wurde sie ordiniert. Seit 2018 ist sie Pastorin der ersten, ältesten und größten Gemeinde der Kirche in der Hauptstadt Havanna. Hier wurde auch die erste presbyterianische Kirche im Jahre 1906 gebaut. 


"Ich bin mit Leib und Seele Pastorin," erzählt sie bei einem Besuch mit zwei Pastorenkollegen in der GAW-Zentrale. "Ich identifiziere mich sehr mit meiner Kirche und ihren Aufgaben und Herausforderungen. Das ist mein Leben!" Ihr ist es wichtig, die Kinder- und Jugendarbeit der Kirche zu stärken. "In meiner Gemeinde liegen mir die 40 Kinder und 10 Jugendlichen am Herzen, die sich in Gruppen der Gemeinde in Havanna organisieren. Das macht mir Hoffnung, dass es diese jungen Menschen gibt, die zur Kirche kommen, auch wenn die meisten ihrer Eltern sie nicht zur Kirche begleiten. Hier spüre ich, dass es Hoffnung und Zukunft in der Kirche gibt. Auch hoffe ich, dass das das Leben in den Familien positiv beeinflusst."


Kinder- und Jugendgruppe in Cardenas
Yoelkis Sierra González ist ebenfalls Pastor der Kirche. Er ist 43 Jahre alt und arbeitet in Havanna im Stadtteil Guanabacoa. Bevor er Theologie studierte hat er einen Studienabschluss in Betriebswirtschaft gemacht und arbeitete dann eine zeit lang als Professor an einer Universität. 2012 schloss er sein Studium der Theologie ab. Im Juni 2013 übernahm er seine Pfarrstelle. "Pastor zu sein bedeutet mir sehr viel in meinem Leben. Gottes Wort zu verkünden und mit den verschiedenen diakonischen Programmen mit Leben zu füllen zeigt, dass die Kirche Bedeutung hat. Mein Traum ist es, dass wir in Guanabacoa einen Kindergarten einrichten können. Das wäre notwendig!"


Und dann berichtet er von den großen Herausforderungen für die Kirche inmitten einer tiefgreifenden Krise, in der sich der Inselstaat befindet.

Das hat mehrere Gründe: Ein großer Teil der Lebensmittel muss eingeführt werden, denn 50% der landwirtschaftlich nutzbaren Flächen liegen brach. Dabei ist der Boden sehr fruchtbar. Die Brachflächen sind mit Dornengestrüpp übersät. Die Energieversorgung ist 
Presbyteriansiche Kirche in Cardenas
schwierig, weil u.a. venezolanische Öllieferungen erheblich durch die Krise dort eingeschränkt wurden. Die USA haben weitere Embargomassnahmen getroffen, die die Lage verschlimmern. Verträge, die Brasilien zur ärztlichen Versorgung in armen, ländlichen Regionen mit Kuba geschlossen hatte, wurden gekündigt. Dadurch fehlen weitere Devisen. Die Lage hat sich durch den politischen Wandel erheblich verschlechtert. 

"Inmitten all dieser Krisen, die wir auch als Pastoren am eigenen Leib erfahren, wollen wir dennoch Kirche sein, Hoffnung säen und unsere prophetische Stimme erheben. Wir wissen, dass wir dabei auf die Solidarität unserer Partner angewiesen sind!" sagen Liudmilla und Yoelcis zum Abschluß. "Für eure Hilfe im GAW danken wir euch sehr!"

In diesem Jahr fördert das GAW die Sanierung der presbyteriansichen Kirche in Cardenas. 


Helfen Sie mit, diese Kirche zu sanieren: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Mittwoch, 1. Mai 2019

An der Grenze - ein kleines Stückchen Hoffnung...

Heiliges Abendmahl an der
US-Grenze zu Mexiko
"Wisst ihr, was wir hier gerade feiern?" fragte Pastor Dario Barolin, Waldenserpfarrer aus Uruguay und Vorsitzender der AIPRAL (Alianza de Iglesias Presbiterianas y Reformadas de América Latina), Flüchtlingskinder aus Zentralamerika. Sie standen auf der mexikanischen Seite der hochbewachten Grenze zu den USA. Auf der nordamerikanischen Seite der Grenze zu Mexiko feierte Dario mit einer Delegation reformierter Kirchen das Heilige Abendmahl. "Ja - klar!" antworteten sie durch den trennenden Grenzzaun. "Wollt ihr mitfeiern?" - "Ja - sehr gerne!" antworteten die Kinder. "So feierten wir mit den Kindern gemeinsam das Mahl Jesu Christi. Es hat uns verbunden, auch wenn der Grenzzaun uns trennte!" Ursprünglich war geplant, dass die Delegation einen Gottesdienst beidseitig der Grenzen feiern wollte. Die US-Polizei erlaubte dies nicht, so dass man sich auf dem nordamerikanischem Boden traf.

"Die Situation an der Grenze zwischen Mexiko und den USA ist komplex!" sagte Pfarrer Dario. Die Delegation der reformierten Kirchen Lateinamerikas und Nordamerikas wollten sich gemeinsam vor Ort informieren. "Wir sind als Christen verpflichtet, ungerechte Strukturen wahrzunehmen und auf sie hinzuweisen. Es kann uns nicht egal sein, was mit den Menschen geschieht, die an der mexikanischen Grenze stranden und nicht weiter wissen. Und es kann uns nicht egal sein, dass in den USA auf Kosten der Menschen, die vor Gewalt, Chaos und Korruption in ihren zentralamerikanischen Ländern fliehen, Wahlkampf gemacht wird."

In der mexikanischen Grenzstadt Juarez traf sich die Delegation und sprach mit den Flüchtlingen, die die Strapazen des langen und gefährlichen Weges auf sich genommen hatten. Immer wieder hörten sie, dass der Fluchtweg und ihre Situation an der Grenze oft erträglicher sei als die Situation in ihrer Heimat, die immer bedrohter sei.

Die Delegation kam zu dem Schluss: "Migration ist eine globale Krise, der mit Mitgefühl und Gerechtigkeit begegnet werden muss. Das christliche Zeugnis fordert uns, den Fremden wahr- und aufzunehmen. Hauptursachen für Migration liegen in den ungerechten Strukturen, in der Gewalt, im Imperialismus und im Kolonialismus. Wiedergutmachende Gerechtigkeit ist der Schlüssel zum globalen Wohlergehen und zur Sicherheit. Wir fordern die Demontage von Mauern, Grenzen und Einrichtungen, die zur Entmenschlichung, Ausgrenzung und Isolation von Menschen beitragen. Wir fordern unsere Nationen auf, gerechte Gesetze zu erlassen, die Menschenrechte und Gerechtigkeit zulassen, die die Menschenwürde, Gerechtigkeit und Mitgefühl ausmachen."

"Diese groß angelegte Fluchtbewegung von Menschen zeigt deutlich die kritischen lebensbedrohlichen Situationen, in denen viele Menschen in Zentralamerika, leben", sagte zum Schluß Dario Barolin. 

Das Heilige Abendmahl unter diesen Bedingungen zu feiern... - das zeigt die Kraft, die im christlichen Glauben liegt, der Grenzen überwindet.