Freitag, 24. August 2018

Wenn Christen aus Syrien verschwinden, verliert es Vielfalt und noch viel mehr...

Sommerbisbelschule in Aleppo mit 125 Kindern
und 30 Mitarbeitenden

Regelmäßig berichtet Pfarrer Haroutune Selimian aus Aleppo über die Aktivitäten der armenisch evangelischen Gemeinden in Syrien. Er ist Präsident der Gemeinden. Für ihn ist es sehr wichtig, über die „normalen Gemeindeaktivitäten“ immer wieder zu berichten und damit auch zu zeigen, dass Christen eine Zukunft in Syrien wollen und auch haben können. Er selbst sagt: „Wenn wir Christen aus Syrien verschwinden, verliert das Land nicht nur an Vielfalt, verliert die Wiege des Christentums nicht nur die Christen. Wenn wir Christen aus Syrien verschwinden, verliert unser Land ein nicht zu unterschätzendes ausgleichendes Element“, sagt er, „Jesus hat uns aufgefordert, Frieden und Versöhnung in die Welt zu tragen. Frieden und Versöhnung kann man nicht durch einzelne politische Entscheidungen einfach so einführen. Man muss sie Schritt für Schritt kultivieren. Man muss sie in den Köpfen und Herzen der Menschen vorbereiten.“
In dem Infobrief, den das GAW im August von ihm bekam schildert er zahlreiche
Gemeindefamilienfreizeit mit 80 Teilnehmenden in Kessab
Aktivitäten: Am 22. Juli hat in der Bethelkirche in Aleppo ein armenisches Jugendorchester der Gemeinde sein 12. Konzert aufgeführt in diesem Jahr. Dieses Orchester ist Teil der Musikschule, die auf dem Campus der Bethelkirche durchgeführt wird – auch zu Zeiten der heftigsten Kämpfe um Aleppo. Ebenso fand erneut die seit 2002 existierende Sommerbibelschule der Bethelgemeinde während des gesamten Juli statt mit allen möglichen Aktivitäten, um den Kindern ein buntes Ferienprogramm bieten zu können. Und weiter berichtet Haroutune von einer einwöchigen Gemeindefamilienfreizeit Anfang August in Kessab, an der Mitglieder der Bethel-, der Emmanuel, der Märtyrergemeinden aus Aleppo und der Gemeinde aus Kessab teilnahmen. 80 Teilnehmer zählte die Freizeit. Dabei ging es um Fragen, wie man die Einheit der armenischen-evangelische Kirche stärken kann, wie man in Syrien als „Kinder des Lichts“ Zeugnis geben kann, wie christliches Leben inmitten von Konflikten zu leben ist – mit anderen Worten wie man Friedensstifter sein kann. „Jesus hat den Weg zur Einheit in einer unter Konflikten leidenden Welt gebracht. Und es ist unsere Aufgabe als Kirche die Friedensbotschaft zu verkünden und zu leben.“

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