Mittwoch, 6. März 2019

Sanierung der evangelischen Kirche in Piešťany/Slowakei

Kindertanzgruppe in  Piešťany
Eine Kindertanzgruppe erwartete am vergangenen Wochenende die GAW-Studierendengruppe in Piešťany in der Slowakei. Allein der Tanz der kleinen Mädchen ließ das Herz höher schlagen. "Wir tanzen zum Lobe Gottes und zur Freude der Gemeinde", sagte die Tanzlehrerin. Und beides war sofort klar.

Eine aktive lebendige Gemeinde gibt es in Piešťany. 1200 Mitglieder hat sie. Die Gottesdienste finden stets in einer voll besetzten Kirche statt. Um die Jahrtausendwende begann der Neubau des Gemeindezentrums „Bethesda“.
Vor der Kirche in  Piešťany
Leider starb kurz danach der Pfarrer und die Pfarrstelle blieb lange vakant. So konnte der Bau erst 2009 abgeschlossen werden. Zur Gemeinde gehören zwölf kleinere Diasporaorte, die regelmäßig geistlich betreut werden. Auch für deutschsprachige Kurgäste werden Gottesdienste und Begegnungen im Gemeindezentrum organisiert. 


Die Reformation erreichte das Waag-Tal (slowakisch: Váh), in dem die Kurstadt Piešťany liegt, schon im 16. Jahrhundert. Nach der Gegenreformation konnte das evangelische Leben allerdings erst um 1900 wieder entstehen. 1948 war die Gemeinde so stark gewachsen, dass sie sich selbstständig machen konnte. 
Das GAW hat 2013 16.000 Euro für die Sanierung der neugotischen Kirche gesammelt. Jetzt erstrahlt die Kirche wieder in in neuem Licht, nachdem schwierige Zeiten zu überstehen waren. 
Der Baugrund ist sandig. So konnte  das Hochwasser im Jahr 1997 die Statik des Gebäudes veränderen. 1999 mussten Betoninjektionen durchgeführt werden, zehn Jahre später wurde der Dachkranz mit Stahlankern gesichert. Trotz allem entstand 2011 ein Querriss im Kirchengewölbe. Dabei fielen Dachziegel und Teile der farbigen Fenstermosaike herunter. 

Die Sanierung ist gelungen. Als GAW freuen wir uns, dass wir Teil des Projektes sein konnten. Es hat sich gelohnt. Und die Gemeinde ist allen Spendern dankbar.

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