Mittwoch, 28. August 2019

Eine Kirchengemeinde ist keine "Filterblase"

Gottesdienst in Antwerpen
Glauben gibt es nicht ohne Gemeinschaft. Jedenfalls christlicher Glaube geht nicht anders. Man braucht diese Gemeinschaft, um zu erfahren und zu spüren, dass es ein tragendes Fundament gibt, auf dem Liebe wachsen kann. Gut ist es, um eine solche Gemeinschaft zu wissen, in denen ich mich geborgen und beheimatet fühle. Oft leben Menschen heutzutage in ihren „Filterblasen“, wo man immer nur die trifft, die sowieso vertraut sind und ähnlich denken und ticken. Eine Kirchengemeinde vor Ort ist etwas Anderes. Das ist ein Ort, wo sich Welten begegnen. Hier trifft man Menschen in ihren Freuden, in ihren Sorgen und Nöten, in ihrer Trauer. Hier trifft man Heimatlose und Flüchtlinge, Obdachlose, Erfolgreiche und Gescheiterte, Traurige und Fröhliche, Junge und Alte. Alle eint eins: Dass sie in diesem Raum Frieden finden wollen, der unsere Vernunft und unseren Verstand übersteigt, dass sie gut zueinander sein wollen, und dass sie gemeinsam Gott feiern wollen. 

Dafür braucht es Kirchenräume – weltweit. Überall haben Menschen diese Sehnsucht.
Ev. Kirche in Antwerpen
Überall auf der Welt kommen Menschen zusammen, zu beten, zu hoffen, zu lieben und Frieden zu finden. 

Wenn das GAW hilft, Kirchen zu erhalten und zu sanieren, dann ist das Friedensarbeit, die wir so dringend in unserer Welt brauchen. 

Das geschieht z.B. in Antwerpen: Die protestantische Gemeinde mit dem ansprechenden Namen „De Wijngaard“ (Der Weingarten) in Antwerpen-Süd wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet. Die Gemeinde setzt sich aus Vertretern verschiedener Nationalitäten zusammen, im Gottesdienst werden auch französisch- und englischsprachige Lieder gesungen. Im Bereich Diakonie unterstützt die Gemeinde aktiv das Evangelische Sozialzentrum PSC, die in Notfällen bei medizinischen Kosten hilft oder Familien mit Schulkindern unterstützt u.v.m. Einmal wurde die Kirche für mehrere Monate Unterkunft einer pakistanischer christlichen Familie, die von Obdachlosigkeit bedroht war. Jetzt muss die Kirche saniert werden. Das GAW hilft dabei in diesem Jahr mit 18.000 Euro! 


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