Freitag, 18. Oktober 2019

Hühnerställe sorgen für ein bescheidenes Einkommen – Diakonie in Paraguay

Carlas Hühnerstall

Carla (Name ist geändert) hat seit gut zwei Jahren zusätzliche Einnahmen: Sie hat 30 Hühner. Sie hat für den Eigenbedarf Eier und kann zudem welche verkaufen. Zudem werden Hühner zum Verkauf angeboten. Das bedeutet ca. 45 Euro Reingewinn im Monat. Das hilft ihr schon sehr. Carla gehört zu den Ärmsten in einem Dorf in der Nähe von Raul Pena. Sie bewohnt mit ihrer Familie eine ganz einfache Holzhütte und sie kommen mal gerade so über die Runden.

Von der paraguayischen Regierung gab es ein Programm für Hühnerställe, das für solche Menschen wie Carla ausgearbeitet worden war. Frauenkommitees in den Armenvierteln wurden gebildet. Die Frauen wurden ausgebildet und gewonnen sich gegenseitig zu begleiten. Es war gut angelaufen, doch dann blieben die Gelder aus. 

Sebaldt, Lektor der Gemeinde in Raul Pena, bekam das mit und setzte sich sofort mit SEDI
Carlas Haus
(Servicio Evangélico de Diaconia) der IERP in Verbindung. Diese diakonische Organisation, getragen von der IERP und der IELU fördert diakonische Kleinstprojekte in ihren Gemeinden, die helfen, als Kirche in der Gesellschaft sich zu zeigen. Die Türen waren für diese Idee weit offen. Mit Hilfe von Brot für die Welt konnte es umgesetzt werden. 

Inzwischen konnte Sebaldt 60 Hühnerställe finanzieren und installieren. In Eigenarbeit müssen die Familien die Ställe bauen. Das Material wird zur Verfügung gestellt. Die Anschaffung der Hühner wird finanziert. In der Pflege und Erhalt werden die Frauen begleitet und in Workshops durch SEDI weiter geschult. Ein gelungenes diakonisches Engagement, das durchaus ausgebaut werden kann. In den Gemeinden der IERP in Paraguay kann da sicherlich noch einiges getan werden.

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