Montag, 30. Dezember 2019

In Kasachstan muss ein Gemeindehaus saniert werden!

In Öskemen (Ust-Kamenogorsk) in Kasachstan muss das Gemeindehaus saniert werden. 

Das GAW will mit 7 000 € das Projekt 2020 unterstützen!


Die Gemeinde ist von Russlanddeutschen gegründet worden, die Opfer der stalinistischen Deportationen waren. Nach der Auswanderungswelle in den 1990er Jahren blieb von den einst drei lutherischen Gemeinden nur eine übrig. Das heutige Pfarr- und Gemeindehaus hat die Gemeinde im Jahr 2014 bekommen. Es ist geräumig, mit großem Grundstück und liegt in der Nähe einer Bushaltestelle. Kleinere Reparaturen können die Gemeindeglieder selbst tragen, aber für die größeren Instandsetzungsarbeiten, die jetzt anstehen, benötigen sie Unterstützung.

Freitag, 20. Dezember 2019

Gott will bei uns wohnen! - Ein Weihnachtsgruß aus Aleppo

Pfr. Haroutune Selimian in der armen. ev. Bethelkirche Aleppo
"Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR." (Sacharja 2,14)

Gott will bei uns wohnen in unserer Welt, die schön ist und um die es oft schlimm bestellt ist. Er will bei uns wohnen und Kraft geben an unseren Orten, dass Friede werde - innerlich und äußerlich!

Einen Weihnachtsgruß haben wir heute bekommen von unserem Freund und Partner Pfarrer Haroutune Selimian. Er schreibt:

"Weihnachten erinnert uns an Gottes Liebe und Sorge für und um uns - und an einen tiefen Frieden, den die Welt nicht verschweigen kann ... Wenn wir uns in der Welt umschauen, dann sehen wir, wie viele Menschen überall in der Welt leiden auf Grund der politischen und ökonomischen Situation. Der Krieg in Syrien geht ins neunte Jahr. Die Anzahl der Versuche, Frieden und Sicherheit zu schaffen ist von Mal zu Mal mehr enttäuscht worden. Wir hoffen trotz allem auf das Gute in der Zukunft, Wir glauben nach wie vor, dass es einen tieferen Sinn hat, dass wir in Aleppo sind. Wenn Glaube dich durch Trübsal, Entbehrung und Trauer führt, dann siehst du die Liebe Gottes aus einer anderen Perspektive. Gott ist größer!
Wir wollen Gott dank sagen, dass er unter uns wohnen will. Jesus ist für uns wahrhaftige Hoffnung in einer unsicheren Welt. Er bringt nicht nur Frieden, sondern SEINEN FRIEDEN für die Welt. Lasst uns nicht die vergessen, die betrübt und niedergeschlagen sind, allein, verlassen und hoffnungslos. Lasst uns die Länder nicht vergessen, die zur Zeit unter einem Krieg leiden oder unter massiven sozialen, politischen und ökonomischen Problemen - besonders in Syrien und dem Libanon. 
Möge der Friedefürst unter uns wohnen und Frieden und Ruhe nach Syrien und in den Libanon und allen Christen im Nahen Osten bringen.
Ich bete dafür, dass wir alle bereit sind, dass Gott unter uns Wohnung nehmen kann. Gott will unsere Herzen mit Freude und Liebe füllen. Möge Gott mit euch sein in dieser Weihnachtszeit! 
Gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2020!
Euer Pfr. Haroutune Selimian 
(Präsident der Armenischen Protestantischen Gemeinden in Syrien)

Diesen Wünschen des Pfarrers aus Aleppo schließen wir uns an! Wir denken an all unsere evangelischen Glaubensgeschwister weltweit - in Griechenland, wo sich unsere Partner für Flüchtlinge intensiv einsetzen und an die Grenzen ihrer Kräfte kommen; in zahlreichen Ländern Lateinamerikas, wo Menschen für eine Verbesserung der Lebensbedingungen auf die Straße gehen und Korruption anklagen; in Venezuela, wo inzwischen 6 Millionen Menschen das Land verlassen haben; in den Ländern Osteuropas, dass Recht und Gerechtigkeit gestärkt werden ... - dass Gott unter ihnen und uns allen Wohnung nehmen möge!

Unsere evangelischen Glaubensgeschwister setzen sich für andere ein. Dabei wollen wir sie auch weiterhin unterstützen und an ihrer Seite stehen, damit ein Zeichen gegeben wird, dass Gott unter uns wohnen will und Freude unsere Herzen erfüllen möge.

Bleibt behütet! - Pfr. Enno Haaks, Generalsekretär des GAW

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Diaspora heißt Beziehungsfülle zu gestalten

Der Berichtband der 8. Vollversammlung der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) ist gerade erschienen. Auf der Vollversammlung wurde das GEKE-Studiendokument "Theologie der Diaspora" verabschiedet. Prof. Miriam Rose - stellvertretende Präsidentin der Geke -aus Jena schreibt in dem Berichtsband zur Vollversammlung zum Diasporabegriff und einer Theologie der Diaspora folgendes:

"Alle Diasporagemeinden leben in einer Fülle von persönlichen und institutionellen Beziehungen. Das betrifft die Beziehungen am Ort, aber auch Beziehungen zu anderen christlichen Kirchen, zu größeren Gemeinschaften wie die GEKE oder der lutherische Weltbund.

In biblischen und systematisch-theologischen Reflexionen haben wir entdeckt, dass die Fülle an Beziehungen auch die Berufung und Sendung der Diaspora-Gemeinden ist.

Diaspora heißt: ausgestreut  sein. Was ausgestreut ist, ist in vielen Kontexten und an vielen Orten präsent. Das im Studiendokument entwickelte Diasporakonzept begreift den Sinn der Diaspora daher in der Gestaltung von Beziehungsfülle in der Nachfolge Christi.

Christliche Minderheitenkirchen verfügen über ein sehr reiches Beziehungsnetzwerk; ein wichtiges davon ist die GEKE selbst. Auf diese Weise können Kirchen in Konflikten vermitteln, um Verständnis für andere nationale Perspektiven werben und so zum Frieden beitragen. Auf diese Weise sind Minderheitenkirchen Brückenorte vielfältiger Art, zwischen Ost- und Westeuropa, zwischen Konfliktparteien, zwischen Christen und Nichtchristen...

Christliche Minderheitenkirchen sind herausgefordert, das eigene eben christlich-evangelische Profil im Miteinander mit der Gesellschaft, in der sie leben, immer neu zu gestalten. Sie sind dabei auch Akteure, nicht nur Opfer gesellschaftlicher Prozesse. Dabei hilft die Einsicht, dass man das Eigene nur einbringen kann, wo es ein Miteinander gibt, wo man für dieses Miteinander Sorge trägt. Das bedeutet, dass alle evangelischen Gemeinden auch eine gesellschaftliche Verantwortung haben und sich an den gesellschaftlichen und politischen Debatten beteiligen sollen...

Diaspora bedeutet, zur Gestaltung von Beziehungsfülle in der Nachfolge Jesus berufen zu sein. Die eigene Gemeinde kann als Teil einer umfassenderen Gemeinschaft mit gemeinsamen Wurzeln verstanden werden. Das stärkt die Verbundenheit der GEKE-Kirchen. Der Diaspora-begriff kann auf diese Weise zur Erneuerung von evangelischer Identität in ökumenischer Offenheit beitragen." 

(aus: "befgreit-verbunden-engageiert, Dokumentationsband der 8.Vollversammlung 2018 GEKE, Miriam Rose, S. 205f)



Mittwoch, 18. Dezember 2019

Gemeindehaussanierung in Rakoshino in der Ukraine

Gemeindehaus in Rakoshino
"Wir möchten uns ganz herzlich für die 10.000 Euro GAW-Spende aus dem Projektkatalog 2018 für unsere reformierte Gemeinde in Rakoschino (Beregrákos) in der Ukraine," schreibt Pastor Laszlo Pall. "Wir schätzen diese Hilfe sehr, denn ohne das wären wir bei weitem noch nicht weitergekommen mit den notwendigen Arbeiten zur Sanierung unseres Gemeindehauses!"

Das Dorf Rakoschino (Beregrákos) liegt nur sieben Kilometer von Kukatschewe, dem Verwaltungszentrum des gleichnamigen Gebiets, entfernt. Eine reformierte Gemeinde besteht dort schon seit Mitte des 16. Jahrhundert. Lange gehörte sie zu den größten Gemeinden im Umkreis und hatte vor der sowjetischen Besatzung eine eigene Schule.
Durch eine Spaltung und der Zunahme von „gemischten“ Ehen ist die Gemeinde kleiner geworden, zählt aber immerhin noch 800 erwachsene Glieder und 220 Kinder. Durch die Stärkung ihrer Kinder- und Jugendarbeit will die Gemeinde wieder wachsen.
Der leitende Pfarrer der Gemeinde ist László Páll, ein Stipendiat des GAW im Studienjahr 2008/2009. Seine Frau Iren Gal Páll ist Pfarrerin und arbeitet ebenfalls in der Gemeinde. 

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen konnte erst seit der politischen Wende um 1991 wieder aktiv und offen betrieben werden. Auch die Eltern werden dabei einbezogen: Einmal im Monat gibt es in der Gemeinde einen Familientag. Kinder- und Jugendgruppen treffen sich im Gemeindehaus. Es war stark renovierungsbedürftig ist. Mit der GAW-Unterstützung konnten 7 Türen und 20 Fenster erneuert werden. Zudem wurde die Isolierung des Gebäudes verbessert.

"Noch sind wir nicht fertig mit der kompletten Sanierung. Wir sind aber ein gutes Stück weitergekommen!" schreibt Laszlo.

Hausaufgabenhilfe für Romakinder in der Ukraine

Hausaufgabenhilfe für Romakinder
"Danke für die 5.000 Euro Unterstützung für die Arbeit mit Romakindern und -jugendlichen bei uns in Mezővári in der Karpato-Ukraine," schreibt Pastor Istvan Menyhart. "Dank der Hilfe hatten wir die Chance die Isolierung der Außenwände des Gemeindezentrums zu verbessern und den Zaum auf dem Gelände auszubessern. Insgesamt haben wir 7.000 Euro dafür benötigt. Das meiste kam vom GAW!" Im Projketkatalog 2018 hat das GAW die Mittel für die Romamissionsarbeit gesammelt.

Seit 20 Jahren kümmert sich die reformierte Gemeinde in Mezővári um die örtlichen Roma. Für sie wurden ein Gemeindehaus und ein Kindergarten eingerichtet. 2017 begann die Gemeinde mit einem Programm zur Hausaufgabenhilfe für 72  Romakinder- und jugendliche. Sie gehören zu den Menschen, die am Rande der Gesellschaft leben und wenig Zukunftschancen ohne Hilfe haben. Zusätzlich zur Hausaufgabenhilfe erhalten die Romakinder eine warme Mahlzeit und Materialien für die Schule wie Hefte und Stifte.

"Es ist eine große Herausforderung die Kinder und Jugendlichen zu motivieren, dass sie an den Aktivitäten teilnehmen und überhaupt zur Schule zu gehen. Für einige ist es schwer zu begreifen, dass ein regelmäßiger Schulbesuch absolut notwendig ist. Deshalb können einige auch schlecht lesen und schreiben. Unser Ziel ist es, ihnen wesentliche elementare Fähigkeiten zu vermitteln, dass sie in der Schule besser mitkommen," sagt Istvan.

Das refomierte Gemeindehaus in Csap wurde saniert

Gemeindehaus in Csap
Die reformierte Kirche in Csap in der Karpato-Ukraine wurde im Krieg zerstört, das Gemeindehaus nationalisiert. 

1992 errichtete die Gemeinde eine neue Kirche und wenig später ein neues Gemeindehaus. Dieses ist nun für ihre vielfältigen Aktivitäten zu klein geworden. 

Im Projektkatalog 2018 wurden als Unterstützung zur Fertigstellung des schon begonnenen Anbaus 6.000 Euro gesammelt. Insgesamt waren 11 000 € veranschlagt für die Arbeiten. 

Insgesamt wurde das Dach ausgebessert, Fussboden gefliest,Türen und Fenster erneuert, die Heizung saniert und die notwendigen Isolierungen gemacht.
"Wir danken dem GAW ganz herzlich für die erhaltene Hilfe. Ohne diese Unterstützung hätten wir es nicht geschafft," schreibt Pastor Attila Balogh.


Kirchensanierung in Bratovo in der Ukraine

Reformierte Kirche in Bratovo
"Mit großer Freude danken wir allen Spendern im GAW, die uns geholfen haben unsere reformierte Kirche in Bratovo in der Karpato-Ukraine zu sanieren!" schreibt Pastor Janos Seres aus der Gemeinde. Seine reformierte Gemeinde wurde 1995 selbstständig und errichtete eine eigene Kirche. Diese wurde in den vergangenen Jahren von zwei Überschwemmungen und einem Erdbeben beschädigt und musste dringend renoviert werden.
Im Projektkatalog 2018 hat das GAW dafür 4.200 Euro gesammelt. Dadurch, dass die Gemeinde in viel Eigenarbeit die Sanierung durchführen konnte, wurden lediglich 9 500 € benötigt. Die Gemeinde hat die verbleibenden Mittel selbst aufgebracht.

"Es war notwendig, dass die Kirche komplett saniert wurde durch die Schäden, die Erdbeben und Überschwemmungen verursacht haben. Die Wände wurden jetzt zudem isoliert und neu verputzt. Um die Kirche wurde eine Dreinage angelegt, um weitere Wasserschäden am Mauerwerk zu verhindern. Der Fußboden hat neue Fliesen erhalten und eine neue Haupteingangstür wurde eingesetzt. Wir danken euch im GAW so sehr für die erhaltene Hilfe! Gott segne euch und alles, was ihr für die evangelische Diaspora tut!" schreibt Janos
bei den Sanierungsarbeiten
Seres.

Die Karpato-Ukraine ist eine der Regionen Europas, die vergessen sind. Große Not herrscht hier. Die reformierte Kirche versucht alles, um ihre Gemeinden zu stärken und die Mitglieder zu ermutigen, zu bleiben. Das ist nicht einfach, denn Arbeit gibt es nicht viel. Die Infrastruktur der Region ist schlecht. Viele ungarischsprachige reformierte Christen haben das Land schon verlassen, weil sie in Ungarn oder in Westeuropa bessere Lebensbedingungen finden.

Umso wichtiger ist es für uns, den Menschen auch durch unsere Hilfe Perspektiven zu geben. 

Montag, 16. Dezember 2019

Geben ist seliger als nehmen - schon für das GAW gespendet?

Oskar Pank,
Was jedermann vom GAW wissen sollte"
"Die Abhilfe der vielfachen kirchlichen Notstände ist dem GAW nur möglich, wenn ihm auch die entsprechend großen Mittel zur Verfügung stehen. "Geben ist seliger als Nehmen". Soll aber das GAW überall, wo es nötig ist, reichlich geben können, so muss er auch jederzeit reichlich genug einnehmen. Das Sammeln aber ist bei weitem mühsamer als das Austeilen; es ist die eine und nicht die leichteste Seite der GAW-Arbeit...
Den Bienen gleich, die aus zahllosen Blüten mühevoll den Honig zusammentragen, müssen die einzelnen GAW-Gruppen all die großen und kleinen Gaben aus den verschiedenen Ländern, Städten und Dörfern, aus reichen und armen Häusern, aus ungezählten Händen sammeln. Es ist ein großes Sammel-System, das wie ein Netz alle Evangelischen umspannt." Diese Wort schrieb vor 115 Jahren der ehemalige Präsident Oskar Pank in dem Buch "Was jedermann von dem Gustav-Adolf-Verein wissen sollte". 

Die Worte klingen wie eine große Vision... - dass doch alle Evangelischen wissen mögen, um die Situation der evangelischen "Glaubensgenossen" weltweit, um ihrer Nöte, Sorgen, Freuden - eben dass man sich verbunden weiß. Glauben verbindet - eben im Empfangen und im Helfen! Das GAW ist im Vergleich zu den Zeiten Oskar Panks kleiner geworden. Der Spendenmarkt ist umworben. Als GAW sind wir immer wieder aufgerufen, unsere Stimme einzusetzen und zu werben für die so wichtige Stimme der Evangelischen weltweit. So bleibt die Welt eben auch vielfältig und bunt!

Ein Beispiel wie man helfen kann bietet das Projekt des Monats 2019. 


Schon gespendet? 

Donnerstag, 12. Dezember 2019

Der neue Projkektkatalog 2020 ist online

Der neue GAW-Projektkatalog 2020 mit über 130 Projekten für die ev. Partnerkirchen weltweit ist online als Blätterkatalog abrufbar mit Neuerungen, Fotos etc! Es lohnt, zu blättern!!!! 


Ab sofort kann auch für die neuen Projekte gespendet werden!

Dienstag, 10. Dezember 2019

GAW-Arbeit ist Menschenrechtsarbeit

Gottesdienst in Aleppo - Syrien
Der 10. Dezember ist der Tag der Menschenrechte. Auf internationaler Ebene wurde 1948 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte verabschiedet, die einen universalen und globalen Anspruch hat, jedoch nicht formalrechtlich bindend ist. Fast alle Staaten haben sie ratifiziert. Wie allerdings mit ihnen umgegangen wird ist eine andere Sache. Das zeigt sich insbesondere beim Herzstück der Menschenrechtserklärung in Artikel 18 heißt es: "Jeder hat das Recht auf Gedanken‑, Gewissens- und Religionsfreiheit; dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder seine Weltanschauung zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Weltanschauung allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen." Artikel 18 verbürgt die Religionsfreiheit sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum. Die Religionsfreiheit umfasst sowohl die Bildung der eigenen religiösen oder weltanschaulichen Überzeugungen wie auch ihren Wechsel und ihre private oder öffentliche Kundgabe einschließlich der Weitergabe, der Lehre und des Ritus.
An der Religionsfreiheit hängt ebenso das Recht auf Gedanken- und Gewissensfreiheit. Dazu gehört ebenso die freie Meinungsäußerung. Sie alle haben sich an der unveräußerlichen Würde eines jeden Menschen zu halten - an jedem Ort...

Als Diasporawerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) wissen wir in den Regionen in der Welt, wo das Recht auf Religionsfreiheit beschnitten wird. Gerade religiöse Minderheiten - wie evangelische Diasporakirchen - sind darauf angewiesen, dass ihr Recht auf freie Religionsausübung gewährt wird, sie geschützt sind und sie frei ihren Glauben feiern können, sich versammeln können und sich diakonisch in ihren Gesellschaften einbringen.

Wenn wir evangelischen Kirchen weltweit helfen, ihren Glaube frei zu leben, dann stärken wir das Herzstück der Menschenrechte - die Gewährung der Religionsfreiheit. Insofern ist die Arbeit des GAW Menschenrechtsarbeit!

Das Logo der Spanischen Evangelischen Kirche

"Das Logo der IEE, das vor einigen Jahren eingeführt wurde, hat moderne Züge, das Kreuz weist nach oben. Aber es nimmt auch das erste Logo der Kirche von 1869 mit auf sowie den Leitspruch aus 2. Mose 3,2 zum brennenden Dornbusch: Und er wurde nicht verzehrt. Die Gemeinden der IEE haben das immer wieder erlebt, fast verzehrt zu werden und doch immer zu brennen für Gottes Wort. Der Bibeltext zur diesjährigen Synode ruft zur „kritischen und versöhnlichen Stimme der IEE auf, inmitten einer sich verändernden Gesellschaft, die in fast allen Zeiten feindlich und wenig tolerant“ war und ist. Die kleinen Gemeinden haben mit Überalterung und Säkularisierung zu kämpfen, so wie alle Kirchen in Europa. Es ist schwer, die Jugend zu begeistern und die Gemeinden lebendig zu halten. Geldsorgen erschweren den Alltag der Gemeinden, die nur von Mitgliedsbeiträgen und Spenden leben. Gemeinden werden zusammengelegt, Gebäude veräußert oder vermietet. Aber die wenigen Mitglieder setzen sich ehrenamtlich in ganz vielen Bereichen ein. Es ist den Versuch wert, in der Wüste Hoffnung zu verkünden." - Bettina Zöckler

(mehr dazu in der Publikation „Evangelisch Weltweit“ 4/19 des Gustav-Adolf-Werks in der EKD e.V.)

Montag, 9. Dezember 2019

Solidarität mit den Flüchtlingen in Griechenland

Von Flüchtlingen angefertigte Taschen
"Wir senden euch ein Paket mit Taschen und Geldbeuteln zu, die von Flüchtlingen in Katerini genäht worden sind," schreibt Pfarrer Meletis Melitiadis von der Griechischen Evangelischen Kirche. "Die Taschen sind von gespendeten Kleidern, die nicht mehr gebraucht wurden, angefertigt. Das Material der Geldbeutel ist aus Schlauchbooten hergestellt, mit denen die Flüchtlinge aus der Türkei nach Griechenland auf die Insel Chios gekommen sind." Und weiter schreibt Meletis: "Diese Taschen und Geldbeutel sollen ein Dank an das GAW sein für die unermessliche Solidarität, die wir erfahren haben nach Beginn der großen Flüchtlingsströme, die nach Griechenland kamen. Nach der Schließung der Grenzen sind viele Flüchtlinge in Griechenland hängengeblieben. Die Situation ist für sie nicht einfach." 

Die Griechische Evangelische Kirche hat mit der von ihr gegründeten NGO Perichoresis eine umfangreiche Arbeit vor allem in Katerini für und mit den Flüchtlingen aufgebaut: Es gibt legale Unterstützung im Asylverfahren und bei Fragen der Familienzusammenführung, Wohnraum wird angeboten, Sprachkurse gegeben, Aktivitäten veranstaltet, Arbeit vermittelt und in einer Nähwerkstatt werden verschiedene Dinge zum Verkauf angeboten.

Seit Ausbruch der Flüchtlingskrise in Griechenland hilft das GAW der
Nähwerkstatt in Katerini
evangelischen Partnerkirche. Seit 2014 ist die Kirche aktiv. Inzwischen spürt man, dass in den Gemeinden, besonders wo das Engagement von Ehrenamtlichen getragen wird, die Menschen an die Grenzen der Belastbarkeit kommen. Und gerade in solcher Situation ist es wichtig, nicht nachzulassen in der Hilfe, denn nach wie vor kommen zahlreiche Flüchtlinge in Griechenland an. Allein im September 2019 erreichten mehr als 12.000 Flüchtlinge Griechenland - so viele wie in keinem anderen Monat 2018 und 2019. 

Gerade hat das GAW ein Kindergartenprojekt in Katerini für geflüchtete Kinder mit 9.000 Euro unterstützt. 

Hilfe ist nach wie vor dringend geboten. Helfen Sie mit: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Stichwort Griechenlandnothilfe

P.S.: Wir geben gerne die Taschen und Geldbeutel gegen eine Spende ab! Ist das nicht ein kleines zusätzliches Weihnachtsgeschenk...? (Bei Wunsch Mail an: info@gustav-adolf-werk.de)