Mittwoch, 30. Dezember 2020

Evangelische Gemeinden in Kroatien blieben weitgehend vom Erdbeben verschon

Foto: Franjo Tahy

"Keine unserer reformierten Gemeinden hat unter den Folgen des Erdbebens gelitten," berichtet im Telefonat Bischof Peter Szenn von der reformierten Kirche Kroatiens. "Wir haben Hilfen angeboten, Menschen unterzubringen. Aber unsere Gemeinden liegen zu weit entfernt, als dass die Menschen ihre Heimat verlassen wollen." Und weiter berichtet er von den Hilfen, die jetzt in den reformierten Gemeinden für die Erdbebenopfer, die ihr Obdach verloren haben, gesammelt wird. "Wir sammeln Lebensmittel, Kleidung und Decken. Unsere Hilfe koordinieren wir mit der Katholischen Kirche." 

Mit der Evangelischen Kirche A.B. in Kroatien hat er ebenfalls Kontakt aufgenommen. Auch hier sind die Gemeinden nicht direkt betroffen. Ob die selbständige lutherische Gemeinde in Zagreb betroffen war, ist noch unklar.

Am 28./29. Dezember erschütterte erneut in ein Erdebeben mit der Stärke 5,2 Kroatien. Am 30. Dezember  bebte die Erde erneut. 45 km südöstlich von Zagreb lag das Epizentrum. Mindestens sieben Tote hat es gegeben.

Samstag, 26. Dezember 2020

Zum Dialog gerufen - Diaspora und Ökumene

Wolfgang Sucker schrieb 1967, dass er glaube, dass wir eine dialogische Existenz der christlichen Konfessionen gegenseitig brauchen und mit Leben zu füllen haben. Das sei eine große Aufgabe an uns alle. Und dann "erscheint die Diapora nicht als eine verängstigte Schar unter dem Zweifel oder gar der Verzweiflung: "ob morgen noch?", sondern unter dem Gesetz eines nimmermüden Vorstoßes in den Raumn der sie umgebenden Christenheit, um diese andere Christenheit mit sich zusammen zu nötigen, immer wieder das tiefste und eigentliche Fundament der Kirche zu entdecken, das Evangelium von Jesus Christus heißt."

(aus "Liebe überwindet Grenzen - Berichte, Bilder, Informationen über das GAW, Hrsg. vom GAW, Kassel 1967, S. 37)

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Das Licht von Christi Geburt ist stärker als alle widrigen Umstände

Altarraum in der Petrikirche in 
St. Petersburg
Am 22. Dezember schmückte Propst Schwarzkopf von der Petersburger Petrigemeinde in Russland mit einigen Gemeindemitgliedern den Altarraum feierlich für das Weihnachtsfest. Dazu schickte er uns ein Foto und schrieb: „Das kleine Licht des Engels weist uns auf den Weihnachtsstern hin, der das Kreuz überstrahlt. Für Maria und Josef war das zu Weihnachten wohl genauso schwer zu verstehen wie für uns in diesem Jahr.“

Ja – was für ein Jahr liegt hinter uns allen. Von heute auf morgen hat sich seit Februar/März das Leben verändert. Wir sind weltweit gefährdet durch ein Virus, dass das Leben, wie wir es gewohnt waren, ausgebremst hat. 

Aus Brasilien schreibt uns der Leiter des Deutschlehrerinstituts unserer lutherischen Partnerkirche: „Obwohl in Brasilien der Sommer begonnen hat, sieht's mit Corona schlechter aus als im Winter. Die Zahl der Infizierten und Toten ist so hoch wie nie zuvor. Mit Impfungen soll irgendwann im Februar begonnen werden. Niemand weiß, ob man die nötigen Impfdosen haben wird. Bolsonaro behauptet weiterhin, die Epidemie sei zu Ende, man brauche keinen Impfstoff.“ Und dann kam in Brasilien von 16. auf den 17. Dezember im Bundesstaat Santa Caterina ein schweres Unwetter dazu. 21 Todesopfer sind zu beklagen. Viele der Toten gehören der lutherischen Gemeinde in der Stadt Presidente Getúlio an. „Es ist ein unbeschreibliches Leid zusätzlich zu Corona,“ schreibt Pfr. Harald Malschitzky. 

Der Weihnachtsgruß aus der Lutherischen Kirche in Brasilien benennt das Leid des vergangenen Jahres und fragt: „Wie lange werden wir noch die Kraft zum Durchhalten haben? Scheint Gottes Licht noch? Manchmal scheint es verborgen zu sein, aber es ist da. Obwohl wir in diesem Jahr viel vermisst haben – Gottes Gegenwart wurde uns nicht genommen. Selbst in schwierigen Zeiten scheint Gottes Licht und lädt uns ein, Licht zu sein!“ 

Vieles bleibt ungewiss im Blick auf das neue Jahr 2021:„Auch wenn wir nicht wissen, was kommen mag, wir wünschen Ihnen, dass Sie sich von dem Licht erleuchten und ermutigen lassen, das aus der Krippe in Bethlehem kommt und scheint.“ So schreibt es Eva Oslíková, Leiterin der Frauenarbeit der Ev. Kirche A.B. in der Slowakei. 

Von dieser Hoffnung sind viele Weihnachtsgrüße aus der weltweiten evangelischen Diaspora getragen – sei es aus Spanien, Venezuela, Österreich, Belgien, Kirgistan, Armenien oder aus Syrien und dem Libanon. 

„Das Licht von Christi Geburt ist stärker als alle widrigen Umstände,“ schreibt Propst Schwarzkopf aus St. Petersburg. 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen ein gesegnetes Christfest und Gottes gute Begleitung im Neuen Jahr.

Pfr. Enno Haaks, Generalsekretär des GAW

Montag, 21. Dezember 2020

Zur aktuellen Notlage im brasilianischen Santa Caterina

Mit 5.000 Euro Soforthilfe unterstützt das GAW die notleidenden Menschen im brasilianischen Bundesstaat Santa Caterina. Besonders die Stadt Presidente Getúlio hat das schwere Unwetter der vergangenen Woche hart getroffen.
Gerade haben wir aktuelle Informationen von unserer brasilianischen Partnerorganisation OGA (Obra Gustavo Adolfo) bekommen.

Generalsekretär Harald Malschitzky schreibt:

"Inzwischen ist die Zahl der Toten auf fünfzehn gestiegen. Sechs Menschen werden wieter vermißt. Von einer einzigen Familie haben neun Menschen ihr Leben verloren. Alle gehören zu unserer lutherischen Gemeinde. Die Berichte von Überlebenden sind kaum zu ertragen. Laut verschiedener Berichte haben viele Familien regelrecht alles verloren.
Die Stadtregierung hat einen grossen Hilfsaufruf gestartet. Das haben wir Lutheraner auch getan, um dort zu helfen, wo die Not am größten ist. Inzwischen haben schon viele Menschen vor Ort Unterstützung gegeben. Die Pfarrer unserer Gemeinden sind derzeit durch die Beerdigungen sehr gefordert. Für die Hilfe des GAW sind wir sehr dankbar. Sobald wir neue Nachrichten haben, melde ich mich sofort. 
Und noch was: Während Bolsonaro fragt weshalb die Eile mit der Impfung, die Pandemie gehe ja schon dem Ende zu, sind wir wieder bei 1.000 Toten pro Tag angelangt. Wir lagen schon einmal bei 450."

Das GAW bittet um Unterstüzung bei der Nothilfe: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Samstag, 19. Dezember 2020

Ein verheerendes Unwetter trifft unsere brasilianische Partnerkirche – 12 Tote und 20 Vermisste

Lutherische Kirche
in Presidente Getúlio
In der Nacht vom 16. auf den 17. Dezember gab es im brasilianischen Bundesstaat Santa Caterina ein großes Unwetter (siehe hier:
https://www.youtube.com/watch?v=kMXBKl3gSjQ ). Besonders die Stadt Presidente Getúlio (ca. 100 Kilometer westlich der Stadt Blumenau) wurde stark in Mitleidenschaft gezogen. Viele Häuser wurden einfach von der großen Flutwelle mitgerissen. 

Bisher ist von 12 Toten die Rede. 20 Menschen werden vermisst. 

Der Generalsekretär des brasilianischen GAW (OGA) Pfarrer Harald Malschitzky berichtet: „Es ist eine Tragödie. Unsere lutherische Gemeinde ist stark betroffen: von einer einzigen Familie haben sechs Menschen das Leben verloren. Unter den Vermissten sind weitere Gemeindemitglieder. Gemeinsam mit dem zuständigen Kirchenkreis hat die Gemeindeleitung notwendige Maßnahmen in die Wege geleitet: Ein Spendenkonto wurde eingerichtet, um Menschen zu helfen, die alles verloren haben.“ 

Und Pfarrer Malschitzky fügt hinzu: „Corona bringt allein schon viel Elend mit sich. Viele Menschen und Gemeinden im Itajaital haben jetzt kurz vor Weihnachten ein weiteres Leid zu tragen.“ 

Für die lutherische Gemeinde stellt das GAW ein eine Soforthilfe zur Verfügung. 

Wir bitten um weitere Spenden auf das Spendenkonto des GAW. 


Donnerstag, 17. Dezember 2020

Es braucht Gemeinschaft in Coronazeiten - in Griechenland ist dafür das Zentrum in Kalamos wieder aufgebaut worden

Kalamos - Freizeitzentrum

"2017 im August hat es in Kalamos vernichtende Waldbränden gegeben. Kalamos liegt ca. 50 km nördlich von Athen. Hier hat die Griechische Evangelische Kirche ein Freizeitzentrum. Es ist für die Geschichte der Kirche von großer Bedeutung. Nach wie vor treffen sich Mitglieder alles Gemeinden zu Einkehr- und Freizeittreffen. Auch viele Flüchtlinge wurden hier schon von der Kirche betreut und kamen 
eine zeitlang unter,

Kurz nach den Bränden begann die griechische evangelische Kirche, das zerstörte Lager aufzuräumen und mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Teil des Aufbaus war auch die Wiederaufforstung mit schwer brennbarebn Hölzern.

Zehn von 13 Gemeinschaftshäusern wurden wieder aufgebaut. Inzwischen können für 80 Personen Schlafplätze angeboten werden von ehemals 200. Schränke wurden gekauft. Auch der Andachtsraum  sowie sechs Gruppenräume wurden wieder hergerichtet. Wichtig war die Installation eines autonomen Feuerlöschsystems. Zudem wurde ein Generator für die autonome Energieversorgung angeschafft.


Dafür war die Erneuerung des Stromnetzes wichtig. Ebenso wurde die Wasserversorgung des gesamten Camps verbessert.

Bisher wurden ca. 200 neue Bäume gepflanzt. 

Wir danken GAW für die zur Verfügung gestellten 18.000 Euro, die eine wichtige Hilfe bei der Wiedererrichtung des Camps waren. Insgesamt hat der Neuaufbau des Camps 110.000 Euro gekostet, " berichtet der Generalsekretär der Griechischen Ev. Kirche Pfr. Dimitri Bouklis.

"Wir hoffe, dass wir in diesem Jahr das neu hergerichtete Camp reichlich nutzen können - sofern es die Pandemie erlaubt. Wir merken, dass unsere Gemeindemitglieder Begegnung brauchen untereinander."

Mittwoch, 16. Dezember 2020

Ein Rückblick auf die Geschichte der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Prag - 101 Jahre nach ihrer Gründung

Gebäude der Ev. Theol. Fakultät
in Prag
Als die Evangelisch-Theologische Fakultät 1919 gegründet wurde, war dies für Studenten seit Jahrhunderten die erste Möglichkeit, in den Ländern der böhmischen Krone offiziell evangelische Theologie zu studieren. 

Vor dem Ersten Weltkrieg war Böhmen Teil des katholischen Österreichs gewesen, und dort gab es viele Einschränkungen für Protestanten. Wer den Beruf des Pfarrers ausüben wollte, musste zum Studium nach Wien gehen. Mit der Gründung des neuen tschechoslowakischen Staates nach dem Krieg kam die volle Religionsfreiheit. 

Reformierte und lutherische Protestanten schlossen sich zur Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder (EKBB) zusammen. Eine ihrer ersten Maßnahmen war die Einrichtung der Evangelisch-Theologischen Fakultät, damit die ihr zugehörigen Theologiestudenten und die anderer Kirchen in Böhmen auf Tschechisch ausgebildet werden konnten ‒ mit einem Studienprogramm, das die spezifisch tschechischen protestantischen Traditionen von Jan Hus und den tschechischen Brüdern berücksichtigte. 

Die Fakultät (ursprünglich als Tschechoslowakische Evangelisch-Theologische Hus-Fakultät bekannt) wurde durch ein am 8. April 1919 verabschiedetes Gesetz der Tschechoslowakischen Republik als unabhängige Hochschule gegründet. Der Unterricht begann im Oktober 1919 in bescheidener Umgebung in der Sakristei der evangelischen Salvatorkirche in Prag mit nur 14 Studenten, aber die Fakultät zog bald in geeignetere Räumlichkeiten um, und die Zahl der Studenten wuchs stetig. Ab 1922 studierten auch Frauen an der Fakultät; ihre Zahl nahm erheblich zu, nachdem die Synode der EKBB 1953 beschlossen hatte, Frauen zu ordinieren. 

Während der Besatzung durch die Nationalsozialisten in den 1940er Jahren wurde die Fakultät zusammen mit den meisten anderen Hochschulen geschlossen, nahm jedoch ihre Aktivitäten nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wieder auf. 

1950 beschloss der kommunistische Staat, die Fakultät zu teilen: in die Theologische Hus-
Eingang zur Fakultät
Fakultät für Studierende der tschechoslowakischen hussitischen Kirche und die Evangelisch-Theologische ComeniusFakultät für Studierende der EKBB und der kleineren Kirchen. Unter der kommunistischen Herrschaft hatte die Comenius-Fakultät viele Schwierigkeiten, und die Zahl der Studierenden sank auf unter 100. 

In den 1950er und 1960er Jahren war der führende tschechische protestantische Theologe Josef Lukl Hromádka Dekan der Fakultät. 

Der Sturz des kommunistischen Regimes im Jahr 1989 brachte für die Comenius-Fakultät neue Möglichkeiten und viele Veränderungen mit sich. 
1990 wurde sie in die Karlsuniversität eingegliedert und in Evangelisch-Theologische Fakultät umbenannt. 
1995 zog die Fakultät in ein größeres Gebäude um, an ihren heutigen Standort in der Černá-Straße. 

Die Zahl der Studierenden stieg rasch, was eine Abkehr von der früheren familiären Atmosphäre bedeutete. Auch gab es nun einige Studenten ohne kirchlichen Hintergrund. Ein Schwerpunkt wurde zunehmend auf die Forschung gelegt, wodurch die Zahl der Doktoranden anstieg. Die Öffnung der Grenzen innerhalb Europas ermöglichte es der Fakultät, ihre internationalen Kontakte und den Austausch zu intensivieren, die für die kleine tschechische evangelische Gemeinschaft so wichtig sind. 

In den späten 1990er Jahren wurden neue Studienprogramme in den Bereichen Seelsorge und Sozialarbeit sowie Theologie christlicher Traditionen ins Leben gerufen. Zuletzt entwickelte die Fakultät ein erfolgreiches Programm für lebenslanges Lernen für Rentner und andere Menschen, die sich für Theologie interessieren. 

Im Studienjahr 2019/2020 gibt es an der Fakultät rund 550 Studierende, darunter etwa 100 Studenten für lebenslanges Lernen. Trotz der vielen Veränderungen, die sie in den 100 Jahren ihres Bestehens erfahren hat, bemüht sich die Fakultät noch immer, ihrer ursprünglichen Berufung zu folgen und die Studierenden darin anzuleiten, die Herausforderungen ihrer Zeit im Lichte von Gottes Wort und der tschechischen evangelischen Tradition kritisch zu untersuchen.

(Quelle: Bulletin der EKBB Nr. 49 zu Ostern 2020)

Donnerstag, 10. Dezember 2020

Die Sanierung des Pfarrhauses in Puhja/Estland ist gelungen

Luther. Pfarrhaus in Puhja / Estland
"Als lutherische Kirchengemeinde in Puhja bedanken wir uns beim GAW für die Spende, die eine wichtige Hilfe für die Renovierung des Pastorats bedeutet hat," schreibt Tiit Kuusemaa, Pastor der Gemeinde. "2019 sind wir mit den notwendigen Arbeiten fertig geworden."

Die Kommune Puhja liegt 25 Kilometer westlich von der Stadt Tartu. Die lutherische Gemeinde ist mit 48 Vollmitgliedern relativ klein, zählt aber 38 Ehrenamtliche. Der Chor der Gemeinde ist mehrfach ausgezeichnet worden. Seit Jahren saniert die Gemeinde ihre wertvolle historische Kirche: Der Fußboden wurde erneuert, der Dachstuhl repariert und das Dach ausgebessert. Seit der Rekonstruktion der Orgel finden jährlich rund 20 Konzerte in der Kirche statt. Viele Veranstaltungen werden in guter Zusammenarbeit mit
Vor der Sanierung

örtlichen Kultureinrichtungen und Vereinen organisiert. Einmal in der Woche findet im Gemeindehaus der Verkauf von gebrauchten Kleidern statt. Die Bevölkerung des Ortes nimmt dies rege in Anspruch. Arme Familien erhalten die Kleider kostenlos und werden zusätzlich mit Lebensmitteln, Schulsachen und Medikamenten unterstützt. 

Nach der Sanierung
Im Pfarr- und Gemeindehaus befinden sich die Pfarrwohnung, der Gemeindesaal, die Küche und das Pfarrbüro. Das Gebäude war in einem schlechten Zustand, da es einige Jahre leer stand und geplündert wurde. Nun ist die Sanierung gelungen und die verschiedenen Gruppen können das Haus wieder nutzen. Zudem ist ein kleines Museum entstanden, das darstellt, wie die Gemeinde in sowjetischer Zeit überlebt hat. Ebenso ist eine kleine Pilgerherberge integriert worden. 
"Die Gemeinde freut sich über die neu gewonnenen Möglichkeiten, die das Gemeindeleben attraktiver machen," schreibt Pastor Kuusemaa.

Im Jahr 2017 wurden 5.000 Euro vom GAW für dieses Projekt gesammelt. Allen Sepndern sei herzlich gedankt! 

Mittwoch, 9. Dezember 2020

Wie Romeo seine Berufung fand - als Krankenpfleger bei der Diakonie in Rumänien

Romeo Csete ist Pfleger bei der häuslichen Pflege der Diakonie Cluj, die vom Jahresprojekt 2020 der Frauenarbeit des GAW unterstützt wird. Diesen Berufsweg schlug er ein, nachdem er die schmerzlichste Erfahrung seines Lebens machen musste. Erst verlor er, das Einzelkind, seinen Vater, dann auch noch seine Mutter. Er verfiel in Depressionen, zog sich zurück und widmete sich nur noch Computerspielen. 

"Damals hatte ich das Gefühl, dass niemand meine spirituellen Bedürfnisse verstand. Ich merkte, dass ich einen neuen Anfang und ein Ziel im Leben brauchte. Ich erinnerte mich daran, dass ich die Krankenschwestern beobachtet hatte, wie sie meine Mutter auf der Intensivstation pflegten, und wie berührt ich davon war. Ich sah, wie eine einfache Behandlung oder Berührung große Hoffnung geben kann", meint Romeo heute.

Er gab seinen Job als Kellner auf und fing eine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger an. Seit Februar arbeitet er nun bei der Diakonie. Er ist für die Patienten in sieben Dörfern zuständig und widmet sich ihnen mit Hingabe. Wenn er bemerkt, dass eine Person zu große Sorgen hat vor einer Corona-Ansteckung, gibt er behutsam den Rat, sich nicht zu sehr mit negativen Dingen aufzuhalten, die Nachrichten abzuschalten, mit anderen Menschen in Verbindung zu bleiben und ihnen zu erzählen, wie es einem geht.

Er sagt: "Ich habe wirklich meine Berufung gefunden, jetzt, wo ich die Möglichkeit habe, mein Wissen und meine Erfahrung zu erweitern. Ich genieße die Möglichkeit, mit Patienten in Kontakt zu treten und sie zu behandeln und so die Gemeinschaft, in der ich arbeite, positiv zu beeinflussen."

Als er den Verdacht hatte, dass er sich mit Covid-19 angesteckt haben könnte, blieb er sofort zu Hause, um die Patienten zu schützen. Der Verdacht bestätigte sich. Jetzt nach mehreren Wochen der Genesung fühlt sich für ihn ein einfacher Spaziergang über den Hof zu Hause immer noch so an wie ein 90-minütiges Fußballspiel, mit Herzrasen und Erschöpfung. Wir wünschen Romeo, dass er bald wieder ganz gesund ist und Gottes Segen für seine Tätigkeit und dass er immer liebe und vertraute Menschen um sich herum hat!


Wir brauchen noch dringend Hilfe, um Projekte wie das, in dem Romeo arbeitet, zu unterstützen!

Dienstag, 8. Dezember 2020

Die Not wird in Venezuela nach den Wahlen eher größer

 Venezuela in Not
In Venezuela fanden am 6. Dezember Parlamentswahlen statt. Die Wahlbeteiligung war gering. Sie lag bei nur 31 %. Nach Angaben der Wahlbehörde kam das Parteienbündnis Maduros bei der Wahl auf knapp 68 Prozent der Stimmen und beherrschat damit wieder die Nationalversammlung. Maduro sitzt nun fester im Sattel denn je. Ein großer Teil der Opposition hatte ztum Boykott aufgerufen. Die Wahlen waren alles andere als fair, weil nur Kandidaten zur Wahl standen, die vom Regime zugelassen waren. Zudem wurde durch die Intervention des Obersten Gerichtshofs die Leitung von 7 Oppositionsparteien durch Personen ersetzt, die aus dem Lager der Sozialisten kommen. Ein Unding.

Das Interesse der Menschen an dieser sog. Wahl war zudem so gering, weil sie schlicht und ergreifend ums Überleben kämpfen. Sie lassen sich inzwischen auch nihct merh durch Drohungen einschüchtern, dass wer nicht wählen geht keine Lebensmittelrationne mehr erhält.

Der Mindestlohn liegt derzeit bei einem Dollar im Monat. Über 5,5 Millionen Menschen haben das Land verlassen. Rund 90 Prozent der Menschen leben in Armut. Es gibt kein Wasser, keinen Strom, kein Benzin in dem eigentlich ölreichen Land. Die US-Sanktionen wirken sich zudem vor allem auf die Zivilgesellschaft aus. Viele Menschen haben resigniert, vertrauen weder der Opposition noch der Regierung.

Kirchliche Vertreter zeigen sich sehr besorgt, weil viele Bereiche der Gesellschaft in einer Art politischen Depression verharrt. Sie sehen keine Chance eines Wandels. Das Militär greift nicht ein, weil sie Teil des korrupten Systems und in Menschenrechtsverletzungen involviert sind. "Eigentlich kann nur die Politik die Probleme des Landes lösen. Die befindet sich aber auf der Intensivstation," sagte einer deprimiert. "Alle Venezolaner verlieren! Die Politik kümmert sich in keiner Weise um das Wohl aller."

Diese Einstellung teilen Vertreter der lutherischen Kirche und der Acción Ecuménica in Caracas.

Als GAW leisten wir Nothilfe, die dringend benötigt wird:

In Valencia unterstützen wir beispielsweise das Kinderheim für „Casa Hogar“. Hier werden 25 Jungen betreut, die aus schwierigsten Verhältnissen kommen. Da es in Venezuela durch die wirtschaftliche Krise kaum Lebensmittel zu kaufen gibt, müssen diese für die Versorgung der Jungen aus dem Ausland besorgt werden. Hierfür wird Hilfe benötigt. Zudem braucht es Unterstützung für die Schulausbildung der Jungen: für Schultransport, Lernmaterial und Schulkleidung. 

In Caracas helfen wir, dass das Personal des Medizinzentrum der Acción Ecuménica gerade in dieser Pandemiezeit weiterhin offen bleiben kann und an der Seite der Menschen ist.

Dienstag, 1. Dezember 2020

Im Nordosten Kroatiens ist ein Gemeindezentrum ausgebaut worden

Ref. Kirche in
Bjeliševac
Die Fassadenseite unseres Gemeindehauses, das gleichzeitig das Kirchengebäude ist, wurde dank der Hilfe des GAW neu verputzt. Das Dachgeschoss konnte vollständig ausgebaut werden. Es wurden ein Gemeinschaftsraum, eine Küche, ein Bad und 6 Schlafzimmer samt Flur errichtet. In den vergangenen Monaten wurden die Räume auch möbliert," schreibt der refomierte Pfarrer Darko Turšić aus der Gemeinde Bjeliševac. 

"Ich möchte mich im Namen der reformierten Gemeinde, als auch in meinem eigenen Namen ganz herzlich für die Unterstützung bedanken! Wir sind eine kleine Gemeinde, die immer auf Solidarität angewiesen ist. Ihr im GAW habt dazu beigetragen, dass wir unseren Plan aus dem Jahr 2007 realisieren können: das ganze Dachgeschoss unseres Kirchengebäudes zu bebauen, um Räume für die Gemeindearbeit und Unterkunft für mehrere Personen zu bekommen. Vielen herzlichen Dank! Gottes Segen möge Sie begleiten!"

Gästeküche
im Obergeschoß
Das Dorf Bjeliševac gehört mit insgesamt 17 Orten zur Kommune Kutjevo im Nordosten Kroatiens. Das Dorf wurde um 1880 von tschechischen Auswanderern gegründet. 

Bis 1946 versammelte sich die reformierte Gemeinde für die Gottesdienste in einer Schule in der Stadt Tominovac, doch dann haben die kommunistischen Machthaber dies verboten. 

In den Folgejahren fanden Gottesdienste in Privathäusern und sonstigen ungeeigneten Räumlichkeiten statt. Nach der politischen Wende wurde der Bau eines Gemeindezentrums möglich. 2003 wurde die erste Baustufe fertig, sodass es fortan möglich war, Gottesdienste und Konfirmandenunterricht zu halten. 

Die Gemeinde hat es jetzt geschafft, das Dachgeschoss ihres Gemeindezentrums auszubauen, um dort Räume für Gruppenarbeit und Katechese zu schaffen. Eine Wohnung ist entstanden und Gästezimmer konnten eingerichtet werden. Besucher gibt es öfter aus Tschechien, denn die Kontakte mit dem Herkunftsland der einstigen Aussiedler und der dortigen Kirche sind immer noch eng. Gelegentlich finden in Bjeliševac auch übergemeindliche Veranstaltungen und Konferenzen statt. 

Sicherlich ist es möglich, in diesem gebäude bei einer Reise durch Kroatien zu gast zu sein! Das GAW macht es möglich!

Montag, 30. November 2020

Das GAW hat ein Dach gerettet und damit das Pfarrhaus in Hrastin

Das Dorf Hrastin (Haraszti) liegt in der Gespanschaft Osijek
Baranja im Osten Kroa­tiens. Im jahre 2017 hat das GAW 13.000 € für die Sanierung des Daches des Pfarrhauses gesammelt. Bei einem Besuch vor Ort konnte sich der GAW-Genberalsekretär ein Bild von der Situation machen.(
https://glauben-verbindet.blogspot.com/2019/02/ein-durch-den-balkankrieg-geschadigtes.html)

Das Pfarrhaus hatte im Balkankrieg erhebliche Schäden davongetragen. Die Spuren des Krieges sieht man nach wie vor. Nachdem man zuerst die Kirche saniert hatte, musste das Pfarrhaus erneuert werden. Das gesamte Dach war instabil.
Pfarrhaus in Hrastin
Die Dachsanierung konnte nun endlich durchgeführt werden.

"Wir können wir sagen, dass ohne das GAW das Pfarrhaus nicht hätte gerettet werden können. Ohne diese Sanierung, die am Dach und der Statik gemacht wurde, wäre unser Pfarrhaus fast unbewohnbar! Es drohte, mit der Zeit einzustürzen. Einfach Danke zu sagen, erscheint mir zu wenig zu sein für so eine Hilfe! Gott möge Sie alle im GAW segnen und begleiten!" schreibt das Pfarrerehepaar Péter und Vanda Szenn aus Hrastin.

Donnerstag, 26. November 2020

Ohne Auto wird die Diaspora ausgebremst!

Ohne Mobilität - ohne ein vernünftiges Auto wird die evangelische Diaspoar ausgebremst!

Das GAW konnte mit dem Martin-Luther-Bund gemeinsam den Kauf eines Autos für die lutherische Gemeinde ein Grodno in Belarus finanzieren. 

"Mit dem Auto werden ältere Gemeindemitglieder, die nicht allein zum Gottesdienst kommen können, abgeholt und wieder nach Hause gebracht. Zudem dient das Auto dazu die beiden Gemeindegruppen in Witebsk und Minsk zu betreuen. Wir danken den beiden Diaspoarwerken für die tatkräftige Unterstützung!" schreibt Pastor Vladimir Tatarnikov aus Grodno.

Mit Hilfe des "Mobilisierungsfonds" stärken wir unsere evangelischen Partner weltweit, dass sie ihre Gemeinden betreuen können. Oft wohnen die Gemeindemitglieder - wie in Belarus - weit auseinander.

Helfen Sie mit, die Diaspora zu bewegen! 


Mittwoch, 25. November 2020

Es gilt, die Stimme des Evangeliums zum Klingen zu bringen

Dieter Knall

Vor 50 Jahren schrieb Dieter Knall als Generalsekretär des GAW in seinem Lage- und Tätigkeitsbericht:

"Diasporaexistenz weist sehr verschiedene Gesichter auf. Innerhalb der Bundesrepublik Deutschland lebt sie in einer anderen Situation als jenseits der Grenzen, wie beispielsweise in Frankreich, Spanien, Griechenland, in Lateinamerika oder in Ländern der östlichen Welthälfte. 

Sofern wir erwarten, dass evangelische Diaspora in der sie umgebenden Welt die Stimme des Evangeliums zum Erklingen bringt, scheint mir eine Vernachlässigung oder gar Aufgabe evangelischer Diasporaarbeit schlechterdings ausgeschlossen und nach wie vor ein nicht aufzugebender Auftrag, den wahrzunehmen die ganze evangelische Kirche aufgreufen ist und bleibt. 

Andernfalls müsste rundweg gefragt werden, ob evangelisches Kirchentum selbst noch eine Lebensberechtigung, ja, ob Evangelischsein heute überhaupt noch eine Bedeutung hat und sinnvoll ist. 

Wenn ökumensiche Bewegung und das in ihr vorhanden Suchen und Streben nach Einheit eine Zukunft und ein Ziel haben, dann nur im Suchen und Streben nach dem Evangelium, das Jesus Christus heißt. Diesen Beitrag sind wir als evangelische Menschen, ist unsere evangelische Kirche und ist unsere evangelische Diaspora der gesamten Christenheit und Welt schuldig. 

Von daher erscheint mir eine echte, auf das Evangelium bezogene Diasporaarbeit auch des GAW nicht in Frage gestellt, vielmehr gerade im ökumenischen Zeitalter dringend notwendig, ja gefordert zu sein." (erschienen in "Die Evangelische Diaspoar", 40. Jg, 1969/1979, S. 181) 

Dieter Knall (* 1930 in Kronstadt/Siebenbürgen, +2019 in Österreich) wurde 1968 Generalsekretär des GAW. Dieses Amt gab er 1976 auf, als er zum Superintendenten der Evangelischen Superintendentur A. B. Steiermark gewählt wurde. Anschließend war er von 1983 bis 1995 Bischof der Evangelischen Kirche A. B. in Österreich. Dieter Knall war ferner Mitglied des Zentralausschusses des Ökumenischen Rats der Kirchen und des Exekutivkomitees des Lutherischen Weltbunds.

Montag, 23. November 2020

An der Diakonie während der Pandemie ist die Gemeinde gewachsen

Altarraum der luthr. Kirch São Lucas in Pelotas
Pastor Gleidson Ademir Fritsche, Pelotas – Rio Grande do Sul, Brasilien - schreibt aus  der Erfahrung der letzten Monate: 

"Die lutherische Gemeinde in Pelotas (Rio Grande do Sul), ganz im Süden Brasiliens hat zwei Filialgemeinden: São Lucas und Reconciliação mit insgesamt 1.712 Menschen. Pelotas selbst hat rund 350.000 Einwohner. Beide Gemeinden sind noch jung: Reconciliação gibt es seit 30 Jahren, São Lucas seit 56. 

Die Pandemie hat die Gemeinden sehr getroffen. Keine der 32 Gemeindegruppen konnte sich treffen von März bis Oktober. 'Wir haben SEHNSUCHT danach, uns zu sehen,' das wurde immer wieder gesagt. Für die Gemeinde war das Ausruck des großen Zusammenhalts. Das tat gut, zu erleben, auch wenn Vieles nur noch digital lief.
  
Die Not ist insgesamt gewachsen. Von Arbeitslosigkeit und Hunger sind etliche Menschen
Pastor Gleidson Ademir Fritsche
betroffen. Viele haben finanzielle Not. Die Gemeinde hat eine Aktion gestartet: "GUTES TUN, TUT GUT". Für 10-20 Familien sollten Grundnahrungsmittel gesammelt werden. Inzwischen wurden schon 9 Tonnen Nahrungsmittel gesammelt und verteilt. In der Gemeinde hungert zum Glück niemand. Mieten und Nebenkosten haben die Gemeindeglieder armen Mitgliedern bezahlt. Außerdem konnten mehr als 200 Familien, die nicht zur Gemeinde gehören mit Nahrungsmitteln und Kleidung versorgt werden. Die Jugendgruppe hat durch einen Imbissverkauf Geld gesammelt, ebenso die Frauengruppe OASE. Dadurch konnten dem örtlichen Krankenhaus 900 Schutzmasken aus Stoff geschenkt werden. Auch für die Arbeit der OGA (Anm. des brasilianischen GAW) wurde Geld gesammelt. Die Gemeinde ist durch all diese solidarischen Aktionen gewachsen - auch an Mitgliedern. So konnten auch die notwendigen Gemeindebeiträge gesammelt werden. 

Im November konnten die Gemeindeaktivitäten langsam wieder starten - mit den nötigen Sicherheitsbestimmungen. An den Gottesdienstes dürfen höchstens 60 Personen teilnehmen. Es gibt vermehrt Taufen, die bisher nicht gefeiert werden konnten.

Wir hoffen, dass die Zukunft besser wird. Die diakonischen Tätigkeiten waren zutiefst beeindruckend und werden weiterhin ein wichtiger Teil der Gemeindearbeit bleiben. Wir bauen darauf, dass das Leben stärker ist. Wir bauen auf Christus!"

2016 wurden im Projektkatalog für die lutherische Gemeinde in Pelotas 11.000 € gesammelt. Es ist gut zu hören, dass die Gemeinde wächst und stabil ist.

Leider steigen die Zahlen der an Corona Infizierten in Brasilien wieder stark an. "Mit härteren Isolierungsmaßnahmen haben wir immer größere Schwierigkeiten. Viele Menschen wollen sich nicht daran halten," schreibt Pfarrer Harald Malschitzky von der OGA (Obra Gustavo Adolfo) in Brasilien.

Freitag, 20. November 2020

Immer um 12 Uhr wird in Samara für die Opfer und Leidtragenden der Coronapandemie gebetet

Ev.-Luth. Kirche in Samara
Auszüge aus einem Brief aus Samara in Russland von Pröpstin Olga Termibulatova:

Die Zahl der an Corona Infizierten war in Samara an der Wolga nicht so hochwie in Moskau oder St. Petersburg. Waren es im Mai zwischen 100 bis 140 neue Erkrankte pro Tag, so sind es derzeit mehr als 220 am Tag. Das Gesundheitswesen ist überlastet. Die Krankenhäuser sind überfüllt. Auf einen Notarzt wartet man sehr lange. Die Krankenwagen reichen nicht aus. Der Gouverneur hat alle Autos der Stadterwaltungen zur Verfügung der Ärzte gestellt. Die Situation ist sehr ernst.

In der lutherischen Gemeinde ist relativ ruhig. Es haben sich Gemeindemitglieder infiziert. Der Krankheitsverlauf war bisher bei ihnen leicht. Die Pastorin in Togliatti Tatjana Zhivoderova war auch von dem Virus betroffen. Sie ist jetzt wieder gesund geschrieben. 

Im Gebiet Samaras waren die Gottesdienste nicht verboten. Das hing damit zusammen, dass die Orthodoxe Kirche ziemlich lange die Pandemie und den Virus leugnete. Inzwischen sind mehrere orthodoxe Priester an Corona gestorben.

Wir durften weiter Gottesdienste feieren. 25 bis 35 Personen können wir gut im Gottesdienstraum mit sozialer Distanz aufnehmen. Das gemeindeleben hat aber gelitten. Besuche sind nicht möglich. Die Spenden und Kollekten sind eingebrochen. Mietennahmen, die dringend gebraucht werden, sind zurückgegangen. Gleichzeitig wird die Not der Menschen größer. Die Inflation steigt. Im März kostete ein Euro ca. 78-80 Rubel, heute liegt der Preis bei 93 Rubel.

Seit September ist ein Mittagsgebet um 12.00 mit Glockenläuten eingeführt worden. Es wird für die Kranken, für die Ärzte, für die Verantwortlichen in der Stadt und im Gebiet, für unsere Jugendliche und für unsere Partner gebetet.