Donnerstag, 2. April 2020

"Wir fühlen uns privilegiert, denn wir können helfen!" - Pastorin Esther aus Madrid

Lebensmittelausgabe am 1. April bei ASP
in Madrid
Nach Italien ist Spanien das vom Coronavirus am schwersten betroffene Land Europas. Die Regierung beschloss deshalb eine Verschärfung des strikten Ausgangsverbots, die am 1. April in Kraft trat. Der sogenannte Alarmzustand, die dritthöchste Notstandsstufe des Landes, gilt bis zum 11. April. Madrid ist vom Coronavirus am Schlimmsten betroffen. Die Situation auf den Intensivstationen der Krankenhäuser wird sich wohl diese Woche weiter verschärfen. 

In Madrid versucht die evangelische Gemeinde "El Salvador" der Iglesia Evangélica Española" ihr diakonisches Engagement unter den verschärften Bedingungen der Ausgangssperre irgendwie aufrecht zu erhalten. 

Pastorin Esther Ruíz de Miguel schreibt: "Die Acción Social Protestante" (ASP) konnte heute - Gott sei Dank - Lebensmittel an 25 Familien in Not für einen ganzen Monat verteilen. Wir versuchen die Arbeit aufrecht zu erhalten und fühlen uns bei allem privilegiert, dass wir trotz allem etwas tun und helfen können!"

In der Kirche und in den Gemeinderäumen hilft ASP seit Jahren Flüchtlingen und armen spanischen Familien durch eine Lebensmittelbank und eine Kleiderkammer. Des weiteren gibt es verschiedene Aktivitäten und Fortbildungen zur Unterstützung gerade für Migranten, um sich in die spanische Gesellschaft zu integrieren. All diese Arbeit mit den Bedürftigen und Armen muss derzeit ruhen. Distanz halten ist Gebot der Stunde - und dennoch gibt es einen großen Bedarf, die lebensmittelhilfe einigermassen aufrecht zu erhalten.

Die Gottesdienste ruhen. Andachten werden digital ins Netz gestellt. WhatsApp spielt eine wichtige Rolle, sich zu vernetzen. Die Pastoren halten Kontakt zu den älteren Gemeindemitgliedern per Telefon.


Im Jahr 2015 hat die GAW-Frauenarbeit ASP durch ihre Jahressammlung ASP unterstützt. 

Wir wollen weiter helfen: 
Stichwort: Nothilfe


Mittwoch, 1. April 2020

Täglich kommen Flüchtlinge über das Meer nach Griechenland - die Griechische Ev. Kirche in Coronazeiten

rechts im Bild: Meletis Melitiadis
Pfarrer Meletis Melitiadis von der evangelischen Kirchengemeinde in Volos und Ansprechpartner des GAW in Griechenland beschreibt die Situation in der Griechischen Evangelischen Kirche in Corona-Zeiten: "

"Seit Mitte März haben wir Gottesdienste und Gemeindaktivitäten wegen der Bedrohung durch das Corona-Virus eingestellt. Wir halten jedoch alle Gottesdienste per Live-Streaming ab, damit die Menschen folgen und teilnehmen können. Die Bibel- und Gebetstreffen finden per Zoom statt. 

Wenn diese Situation zu lange anhält, haben wir natürlich ernsthafte finanzielle Probleme, da die Kirche auf die finanzielle Hilfe der Menschen angewiesen ist. Die meisten Einnahmen der Kirche kommen aus den sonntäglichen Spenden und Kollekten. Die evangelische Kirche erhält kein Geld vom Staat - anders die orthodoxe Kirche.

In die Flüchtlingslager wie z.B. in Volos dürfen wir wieder. Wir verteilen Kleidung und Lebensmittel. Auch schauen wir die medizinische Versorgung in den Lagern zu unterstützen. Obwohl wir die Lager nach längerer Zeit jetzt wieder betreten dürfen, können wir nicht tun, was wir wollen. Wir sind sehr auf das Wohlwollen der Lagerleitung angewiesen. Viele andere Organisationen und auch andere Kirchen haben nicht mehr so viel Kraft, den Flüchtlingen zu helfen. Sie sind schlicht und einfach müde nach den viele Jahren der Hilfe. 

In der Griechischen Evangelischen Kirche machen wir aber weiter mit unseren Gemeinden an den unterschiedliche Orten: In Katerini arbeitet unsere NGO Perichoresis mit den meisten Flüchtlingen. Die Kirche in Glyfada mit ihrem At Home-Projekt, Milotopos mit den Familien, die sie haben, und Serres mit ihrer Diakonie. Thessaloniki hat weiterhin das Steki-Zentrum, die Exarcheia-Kirche in Athen ihr Pharos-Zentrum für unbegleitete Minderjährige und die Erste Kirche in Athen mit ihrem Tageszentrum für Flüchtlinge.

Die Situation der Flüchtlinge auf den Inseln ist nicht gut, obwohl die Regierung versucht, neue Lager auf dem Festland zu errichten. Schlimm ist, wie die Türkei die Flüchtlinge als Waffe gegen Europa benutzt. Es kommen weiterhin Flüchtlinge ins Land - täglich kommen zwischen 30 und 50 Menschen über das Meer."

Dienstag, 31. März 2020

Von der Hauskirche der Bibelschmuggler zur Zeit der Gegenreformation zur Hauskirche am Fernseher in Zeiten der Coronakrise

Evangelische Kirche in Feld am See in Kärnten
Am Ende des 16. und zu Beginn des 17. Jahrhunderts wurde in den Ländern des habsburgischen Reiches das Leben für die Protestanten zunehmend gefährlicher und bedrohter. In den österreichischen Gebieten waren bis zu 90 % der Bevölkerung Ende des 16. Jahrhunderts evangelisch. Evangelischer Glaube wurde Schritt um Schritt verbannt, verfolgt und verschwand aus dem öffentlichen Leben. Nur - es blieben die übrig, die im Geheimen sich an den evangelischen Glauben hielten. Sie feierten Hausandachten in den Bauernhäusern. In dieser Zeit wurden Bibeln und Andachtsbücher dafür aus Süddeutschland  nach Österreich geschmuggelt. Der sog. Weg des Buches erinnert daran: http://www.wegdesbuches.eu. In den Bauernhäusern z.B. in Gemeinden wie Feld am See in Kärnten werden die Lutherbibeln – einst Schmugglerware – wie Schätze bis heute gehütet.

Pfarrer Michael Guttner (Obmann des GAW in Österreich) schreibt nun:

"In Zeiten der Corona Krise versammeln wir uns zu Haus um den Bildschirm um den Gottesdienst zu feiern und unseren Glauben zu leben - es erinnert auch an die Zeit des Geheimprotestantismus." 

Derzeit können wir uns alle nicht in unseren Kirchen versammeln. Die Andachten zu Haus erinnern die österreichischen evangelischen Christen an die Hausandachten zu Hause - damals geheim, heute gezwungen durch die Corona-Pandemie.

Die Evangelische Kirche A.B. in Österreich bietet täglich Andachten an, die zu Hause mitgefeiert werden können:

Unter diesem Link: https://evang.at/evangelisches-mittagsgebet-auf-youtube/ findet man die Andachten aus Österreich.

Montag, 30. März 2020

Was ist, wenn es keine Kollekten gibt... - in Italien sind die Auswirkungen der Coronakrise spürbar schon jetzt

Pfr. Jens Hansen und Moderatorin Alessandra Trotta
(Waldenserkirche Italien)
Die Coronakrise wird alle Kirchen treffen - auch in finanzieller Hinsicht. Wie entwickeln sich die Kollekten? Was bedeutet es, dass so viele Gottesdienste ausfallen werden und nicht gesammelt werden kann? In Deutschland betrifft das Gemeindeaktivitäten, die sich aus Kollekten finanzieren, dann aber insbesondere Hilfsprojekte - auch das GAW ist auf Kollekten angewiesen.

In den Diasporakirchen ist das noch einmal verschärfend spürbar, denn hier helfen die Kollekten oft, das Gemeindeleben überhaupt mit allem drum und dran zu finanzieren.

In Italien z.B.:

"Finanziell kommt da Einiges auf uns zu", schreibt besorgt der Waldenserpfarrer Jens Hansen aus dem Süden Italiens. "In unseren kleinen Gemeinden sehen wir es jetzt schon. Der totale Ausfall der Kollekten, die bei uns der Gemeindearbeit zukommen, zeigt schon Wirkung. Strom, Gas, Wasser ... das muss ja weiter bezahlt werden. Meine Kirchenvorstände sind da schon aktiv geworden, und haben einen Brief geschrieben, in dem wir die Gemeindeglieder einladen, eine virtuelle Kollekte zu machen, d. h. einen Umschlag bereit zu stellen, und jeden Sonntag die Kollekte dort einzuwerfen. Der Umschlage wird dann am Ende der Krise in den Kollektenbeutel gelegt. Einige Mitglieder haben bereits Kollekten auf das Konto überweisen. Dasselbe Problem gibt es für die Contribuzione, d.h. den Gemeindebeitrag für die Waldenserkirche, die an die Tavola geht.

Otto per mille (OPM - 8 Promille-Kultursteuer) ist für uns ja ein Mittel, Zeichen zu setzen, die Tavola hat gerade beschlossen, 8 Millionen aus den laufenden Mitteln für die Corona-Virus-Krise zur Verfügung zu stellen. OPM läuft auf jeden Fall weiter, wenn der Staat aus Finanzproblemen nicht dieses System ändert. Das liegt auch sehr daran, wie Europa sich verhalten wird - und ob die Krise begreifen hilft, dass Austerity nicht das Rezept ist, um Europa zu gestalten."


Helfen Sie dem GAW durch eine online-Spende, damit unsere evangelischen Diaspoarkirchen unterstützt werden können: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Sonntag, 29. März 2020

Die lutherische Kirche in Slowenien in "Coronazeiten"


Pfarrerin Simona Prosič
Pfarrerin Simona Prosič aus Slowenien schreibt über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf ihre lutherische Kirche:

"Der erste Fall einer Coronavirus-Infektion in Slowenien wurde am 4. März 2020 registriert. Bisher hat die Regierung offenbar rechtzeitig reagiert und Maßnahmen ergriffen, die die Ausbreitungen des Virus verlangsamen konnten. Bis zum ersten registrierten Fall hatten wir Gelegenheit, bei unseren italienischen Nachbarn zu beobachten, wie schnell sich das Virus ausbreiten kann und welche Folgen es hat. 
An dem Tag, an dem die Epidemie in Slowenien ausgerufen wurde, erließ unsere Kirche auch Maßnahmen, dass alle Gottesdienste, Versammlungen, Religionsunterricht, Treffen, Sitzungen usw bis auf Weiteres abgesagt sind! Alle großen Kirchen in Slowenien - einschließlich Evangelische - haben die Regierung bei allen Maßnahmen öffentlich unterstützt. Gleichzeitig fordern wir die Gläubigen auf, sich strikt an sie zu halten.

Wie alle anderen Kirchen sind auch wir mit einer Situation konfrontiert, mit der wir nie gerechnet haben. Sie kam ganz plötzlich, was die Situation noch schwieriger machte. Trotzdem bemühen wir uns, die Gläubigen mit moderner Technologie zu erreichen. Über Internet (https://www.evang-cerkev.si/), Radio, Fernsehen, Facebook, Twitter, Messenger, E-Mail, .... Bei älteren Menschen, insbesondere bei Menschen, die alleine leben und die Techniken nicht beherrschen, setzen wir uns telefonisch mit ihnen in Verbindung. Dies ist eine sehr wichtige Aufgabe, da wir uns auch um ihren mentalen Zustand kümmern. Die Einsamkeit setzt ihnen zu. Natürlich helfen wir ihnen auch beim Einkauf in Geschäften und Apotheken. Darum kümmern sich die Mitarbeiter und Freiwilligen von EHO-Podpornica - unserer Diakonie. Vielen älteren und kranken Menschen wird täglich das Mittagessen gebracht. Während der Epidemie nahm die Anzahl der Nutzer stark zu. Unsere Mitarbeiter haben noch Schutzmasken, aber die werden weniger. Wir hoffen, dass wir durch den „Katastrophenschutz“ die notwendigen Dinge bekommen.

Unser Diakoniefest, das immer Anfang Mai stattfindet, haben wir erst einmal auf den 14. Juni verschoben. Ob es dann stattfinden kann ist offen.

Wir bereiten uns jetzt auf Ostern vor. Wir planen einen online-Gottesdienst mit allen Pfarrer*innen. Jeder nimmt eine Sequenz auf. daraus wird dann der Gottesdienst zusammengeschnitten und auf Youtube-Kanal und Facebook hochgeladen. Wir versuchen noch einen lokalen Fernsehsender zu finden, der bereit ist, Gottesdienst zu übertragen. Auch bisher haben wir Gottesdienste vorbereitet, die die Gläubigen auch auf dem Youtube-Kanal oder FB folgen konnten. (https://www.facebook.com/499947536694901/posts/2991542440868719/; https://www.youtube.com/watch?v=inZTYEBpuyY&feature=youtu.be
Jeden Tag um 12.00 Uhr nehmen wir an den Gebeten teil, die vom LWB vorbereitet war Verschiedene Andachten, Predigten, Gebete und Liedern werden auf den FB-Seiten anderer Farrer*innenveröffentlicht, wie von Judit Andrejek, Mitja Andrejek - den ehemaligen GAW-Stipnediaten.

Die meisten Evangelischen in Slowenien leben im Nordosten im Übermurgebiet. Es ist der am wenigsten entwickelte und die ärmste Teil des Landes. Es ist hauptsächlich ein ländliches Gebiet mit einer großeren Stadt - Murska Sobota (mit etwas mehr als 11.000 Einwohnern). In der gegenwärtigen Situation ist dies für mich jedoch der beste Teil Sloweniens. Quarantäne ist im Land viel einfacher zu verbringen als in den großen Städten, und dafür sind wir Gott dankbar."

Samstag, 28. März 2020

Die Kirche geht auf einmal neue Wege! - Aus Posen in Polen im Kontext von Corona

Philipp Lipinski aus Posen / Polen
Philipp Lipinski, ehemaliger GAW-Stipendiat, schreibt uns aus Polen über die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das kirchliche Leben:

"Am 11.03 wurden in Polen alle Schulen, Kulturelle Institutionen, Kinos und Sportanlagen geschlossen. Alle Versammlungen für über 50 Menschen (auch religiöse Gottesdienste) sind dann verboten geworden. Am Freitag 13.03. hat die Regierung den epidemischen Notzustantt eingeführt, die Grenzen wurden geschlossen für alle Ausländer, die in Polen nicht leben. Alle Einreisende, auch Polen, müssen zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Alle Einkaufszentren, außer den Lebensmittelläden, Supermärkte und Apotheken wurden geschlossen. Am 24.03. hat die Regierung weitere Beschränkungen eingesetzt - öffentliche Treffen für mehr als 2 Personen sind jetzt verboten und die maximale Zahl der Kirchengänger ist jetzt 5.

Schon am 11.03. hat die Kirchenleitung der lutherischen Kirche alle Gemeinden angewiesen Sicherheitsmaßnahmen in den Kirchen einzuführen, die Vorschriften des Gesundheitsministeriums zu folgen, und wenn notwendig Gottesdienste abzusagen. Die Mehrheit der evangelischen Gemeinden hat schon in der ersten Woche öffentliche Gottesdienste abgesagt und feiert sie nur online. Der Religionsunterricht und alle alltägliche kirchliche Treffen wurden verboten.

Unsere Gemeinde in Posen hat die Gottesdienste mit besonderen Maßnahmen, d.h. Hygienemasken, Desinfektionsmittel, usw. fortgesetzt, die auch im Internet ausgestrahlt wurden. Die Zahl der Kirchengänger haben wir zu 20 Personen reduziert, weil nur so wir den 3 Meter Abstand von einander halten könnten. Den Senioren haben wir gesagt, dass sie nicht in die Kirche kommen und im Fernsehen oder im Internet an den Gottesdiensten teilnehmen sollen. 

Die Mehrheit der reformierten Gemeinden, die methodistische Kirche und andere protestantische Freikirchen haben alle öffentliche Gottesdienste abgesagt.

Nach dem Entwurf der Regierung vom 24.03. wurden die öffentliche Gottesdienste in allen evangelischen Kirchengemeinden nicht mehr fortgesetzt. Wir feiern sie jetzt nur online.
Die katholische Kirche hat auch besondere Maßnahmen eingeführt. Den katholischen Christen hat das Episkopat eine Dispensation von der Teilnahme und den Messen gewährt. Die Orthodoxe Kirche hat in einer Erklärung der Bischöfe verfasst, dass der Sakrament der Eucharistie keine Krankheiten überträgt und feierte normale Liturgien. In einem Fall ist die orthodoxe Liturgie in Bialystok polizeilich berichtet geworden, weil in der Kirche sich mehr als 70 Menschen befanden.

Die Diakonie Polen organisiert Hilfe für die Senioren und andere Hilfsbedürftige bei den Einkäufen, usw.

Was positiv für die Kirche ist? Ich denke, dass unsere Kirche neue Wege der Kommunikation gefunden hat. Die Gäubigen sind z.B. an den Hausgottesdiensten beteiligt. Was ich persönlich positiv gefunden habe, ist dass diese Zeit hat auch eine Plattform für die Familien geschafft, um über den Glaube und die Religiosität zu sprechen."

Freitag, 27. März 2020

Diakonie in Rumänien: Hilfe für Schwache unter erschwerten Bedingungen

Häusliche Pflege in Vor-Corona-Zeiten
Die Diakonie der Reformierten Kirche in Cluj/Rumänien hat auf Grund der Corona-Krise mit Einschränkungen und Unsicherheit zu kämpfen:

Häusliche Pflege

Das häusliche Pflegeteam arbeitet weiter, schreibt die Diakonie. Da die Schutzmasken knapp sind, werden sie täglich desinfiziert und dann wieder benutzt. Manche Patienten haben sich entschieden, den Dienst der Diakonie nicht mehr in Anspruch zu nehmen, weil sie Sorgen haben, sich bei den Pflegekräften anzustecken. Gleichzeitig sind neue Patienten aus den lokalen Krankenhäusern hinzugekommen, die nach Hause geschickt wurden, um Platz zu schaffen für den erwarteten Anstieg an Corona-Patienten. Einige Kommunen haben die Diakonie gebeten, sich in dieser Zeit um weitere alte und gefährdete Personen zu kümmern und sie zu besuchen.

Hausaufgabenhilfe für sozial benachteiligte Kinder

Für arme Kinder ist die Nachmittagsbetreuung der Diakonie essentiell wichtig für ihren schulischen Fortschritt und als Ausgleich für das Leben zu Hause. Die Arbeit mit Kindern ist seit dem 11. März aber unterbrochen. Die Angestellten sind zu Hause und können größtenteils in dieser Zeit nicht bezahlt werden. Es ist unklar, wie viele Einrichtungen der Hausaufgabenhilfe nach der Krise wieder öffnen können und wieviele aus Mangel an finanziellen Mitteln geschlossen werden müssen. Einige wenige Kinder haben Internet zu Hause und können auf diese Art unterstützt werden, die meisten allerdings nicht. Damit haben es die Kinder noch schwerer, später den Anschluss in der Schule wieder zu bekommen.

Viele Kinder aus armseligen Unterkünften haben keinen Zugang zu fließendem Wasser, um sich regelmäßig die Hände zu waschen. Die Hütten sind eng und es leben viele Menschen auf kleinem Raum zusammen.

Die Diakonie Cluj bittet uns, für ältere Menschen und sozial benachteiligte Familien zu beten, die von der Krise doppelt hart getroffen werden!

Das kirchliche Leben ist in Rumänien auf den Kopf gestellt!

Kirchenburg in Schäßburg / Rumänien
Aus Rumänien erreichen uns von Vikarin Angelika Beer folgende Nachrichten: 

"Hier in Rumänien gilt auch tagsüber Ausgangssperre. - Wie bei Ihnen und Euch ist auch hier in Rumänien das kirchliche Leben auf den Kopf gestellt und wir suchen und finden neue Wege und Formate geistlichen Lebens, Tag für Tag. Ein Überblick ist unter https://www.evang.ro/sonderberichterstattung-covid-19/ zu finden - geistliche Impulse zum Lesen, zum Hören und zum Sehen sowie die Nummer unserer Telefonseelsorge. 


Für diesen Abend und die nächsten Tage noch ein Gebet aus der orthodoxen Tradition, das der Dechant des Kirchenbezirks Schäßburg, Stadtpfarrer Dr. Bruno Fröhlich übersetzt hat - in meiner Vikariatsgemeinde hängt es an den beiden Flügeln der offenen Kirchentür zum Mitnehmen: 

Herr unser Gott, der Du reich bist an Barmherzigkeit und Gnade, 
und mit Deiner väterlichen Fürsorge unser Leben führst und leitest; 
höre unser Gebet und siehe gnädig herab auf unsere Bußfertigkeit. 

Gebiete Einhalt dieser über die Menschheit hereingebrochenen Epidemie. 
Du bist der Arzt unserer Seele und unseres Leibes. 
Verhilf zur Genesung denen, die krank sind, damit sie Dich mit neuen Zungen loben und preisen. 

Die Gesunden bewahre vor Ansteckung und Panikmache. 
Und alle Ärztinnen und Ärzte sowie das Pflegepersonal, die sich aus Menschenliebe opfern und Kranke behandeln, stärke und behüte mit Deiner Gnade.
Entferne alle Krankheit und alles Leid aus Deinem Volk und lehre uns das Leben und die Gesundheit als Deine guten Gaben neu schätzen zu lernen. 

Gib uns Deinen Frieden und erfülle unsere Herzen mit einem starken Glauben an Deine väterliche Fürsorge, mit Hoffnung auf Deine Hilfe und mit Liebe zu Dir und unserem Nächsten. 

Du allein kannst an Leib und Seele heilen und Dich - den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist - preisen wir jetzt und in Ewigkeit.
Amen."


Donnerstag, 26. März 2020

Kreativität in den Kirchen angesichts der weltweiten Not wächst

Pfarrer Marc Seiwert

Pfarrer Marc Seiwert aus dem Elsass schreibt: "Für mich ist die Situation komplex und doch klar. Ich lebe in Bobenthal in einem kleinen Dorf in der Pfalz, 90 Km von Straßburg entfernt. Hier arbeite ich eigentlich. Nun war ich schon 14 Tage nicht mehr im Büro. Die Kirchenleitung der Vereinigten Protestantischen Kirche in Elsaß-Lothringen (UEPAL) ist geschlossen. Alle sind im Homeoffice. Seit über einer Woche finden keine Gottesdienste mehr in den Kirchen statt. Es wird aber sehr viel über das Netz angeboten: Gottesdienste, Andachten… Die Kollegen sind sehr kreativ! Bestattungen können nur am Grab und im kleinen Kreis der Familie durchgeführt werden."

Eine Fürbitte aus Montpellier aus der Krankenhaisseelsorge der ev. Kirche in Coronazeiten


Pfarrerin Christine Mielke von der Vereinigten Protestantischen Kirche in Frankreich (EPUdF) sendet ein Fürbittengebet der Krankenhausseelsorger aus Montpellier in der Zeit der Coronakrise:

"HERR, hier sind wir vor Dir - verstört und ängstlich, aber trotz allem auch zuversichtlich - in dieser Zeit der globalen Gesundheitskrise. 
HERR, all die Pfleger und Pflegerinnen wollen mit aller Kraft unseres Gebets unterstützen. Gib ihnen Kraft , wenn sie vor Erschöpfung und Verzweiflung verzagen. Möge unsere Dankbarkeit sie ermutigen!

HERR, wir beten für diejenigen, die in Krankenhäusern und anderswo Krisen- und Notfallpläne organisieren. Gib ihnen Klarheit und Nüchternheit bei der Festlegung und Umsetzung der richtigen Maßnahmen.

HERR, lass uns die nicht vergessen, die in Krankenhäuser eingeliefert werden und in Pflegeheimen leben, die ihre Zerbrechlichkeit angesichts der Bedrohung durch das Virus noch mehr spüren, die sich gefangen und hilflos fühlen. Lass sie leben!

HERR, wir beten für diejenigen, die mit COVID-19 infiziert sind. Gib jedem und jeder Kraft! Lass sie auf dein Wort des Lebens hören! Gib ihnen und uns die Gewissheit deiner Nähe zu jeder Zeit. 

HERR, wir beten für uns alle - in Frankreich, in Europa, in der Welt. Hilf uns, Solidarität und Verantwortung zu leben, als Kinder Gottes, als Brüder und Schwestern. Aus und in dir wollen wir leben!

HERR, erbarme Dich! Amen"

Und weiter schreibt Pfarrerin Mielke:

"In unserer EPUdF finden keine Gottesdienste, Versammlungen oder Bibelarbeiten mehr statt. Wie lange noch, wissen wir nicht. Uns ist es wichtig, weiterhin für andere dazusein, die Hilfe brauchen. Wir wollen Kontakte halten, Menschen zuhören (das geht ja auch am Telefon …) Die Beerdigungen finden momentan nur im kleinen familiären Rahmen auf dem Friedhof statt.

Die Gemeinden bieten Alternativen über das Internet an. Wir machen Videokonferenzen, Gottesdienste über Internet, Facebook, youtube. Die Gemeinden sind dabei sehr kreativ. 

Ich wünsche Euch im GAW alles Gute und bin in Gedanken und im Gebet mit Euch verbunden."


Mittwoch, 25. März 2020

Gemeindeleben der lutherischen Kirche in Georgien in Zeiten der Coronakrise

Bischof Markus Schoch in seiner Videobotschaft
Bischof Markus Schoch schreibt, wie sich in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Georgien das gemeindliche Leben und die diakonische Arbeit in Zeiten der Coronakrise verändern:

"Die Lage in Georgien ist, zumindest was die offiziellen Zahlen der Infektionen angeht, derzeit noch nicht so dramatisch wie in Deutschland und in Europa. Die Zahlen werden aber auch in Georgien weiter ansteigen. Früh gab es Maßnahmen. So sind schon seit Anfang März alle Kindergärten, Schulen, Kinos, Theater und Museen geschlossen. Das öffentliche Leben lief aber trotzdem weitgehend normal weiter. Zug um Zug wurden Reisebeschränkungen erlassen.Inzwischen sind alle Landgrenzen zu sämtlichen Nachbarländern geschlossen, auch der Luftverkehr ist komplett eingestellt. Inzwischen ist der Notstand ausgerufen, was das Leben massiv einschränkt.

Als Kirche haben wir versucht, unsere Gemeindemitglieder zu informieren über die Hygieneregeln und sie gebeten, diese auch beim Besuch unserer Veranstaltungen und auch in unseren Suppenküchen einzuhalten. Alle unsere Veranstaltungen auch die Gottesdienste sind abgesagt. Die Suppenküchen sind inzwischen geschlossen. Es war eine merkwürdige Stimmung, als die Leute am Mittwoch, den 18. März vorläufig zum letzten mal in die Suppenküche gekommen sind. 
Der öffentliche Nahverkehr wurde erheblich eingeschränkt: es durften keine „Marschrutkas“ (Minibusse) mehr fahren, die das eigentliche Rückgrat des Nahverkehrs in Tiflis, aber auch in den Regionen ist. Es dürfen nur noch Busse fahren und die Metro funktioniert auch noch uneingeschränkt. Alle Geschäfte (außer Lebensmittel und Apotheken), Restaurants und Bars mussten schließen. 

Die Einschränkung der Mobilität stellt die Mitarbeiterinnen unseres Häuslichen Pflegedienstes vor große Herausforderungen, da sie auf den öffentlichen Verkehr angewiesen sind, um zu unseren Patienten zu kommen. Wir haben einen Notfallplan erarbeitet um, falls erforderlich, Prioritäten in der Versorgung unserer Patienten setzen zu können: welche Patienten sind absolut auf unsere Hilfe angewiesen und welche könnten zur Not auch durch Verwandte, Nachbarn oder Bekannte versorgt werden? Damit wollen wir uns darauf vorbereiten, falls die Bewegungsmöglichkeiten in der Stadt noch weiter eingeschränkt werden, oder falls einige unserer Schwestern selbst durch Krankheit oder Quarantäne ausfallen sollten.

Nach der Ankündigung des Notstandes haben wir die monatlichen Lebensmittelpakete in die Gemeinden zu fahren, solange das noch möglich ist. So bin ich zusammen mit unserem Fahrer sofort in unsere Gemeinden nach Rustavi, Gardabani und Bolnisi gefahren und habe dabei den Gemeindeleiterinnen in bar auch das vorgesehene Budget der Gemeinden für den Monat April (incl. der Hilfen für soziale Härtefälle) übergeben. 

In der Versöhnungskirche in Tbilissi haben wir am vergangenen Sonntag in kleiner Gruppe Lieder aus dem Gesangbuch gesungen, einen Psalm aus der Bibel gelesen und gebetet. Wir haben einen kleinen Video-Gruß aufgenommen, den wir über facebook und eine neu gegründete Whatsapp-Gruppe der Ev. Lutherischen Kirche Georgiens verbreitet haben: www.youtube.com/watch?v=FdOIyqQvs7s

Über diese Kanäle wollen wir versuchen, mit möglichst vielen Gemeindegliedern in Kontakt zu bleiben und planen, auch zum kommenden Sonntag eine Videobotschaft aufzunehmen und zu verbreiten. Außerdem will die Sonntagsschule in Tbilissi einen Film aufnehmen und an die Kinder schicken, um so mit ihnen verbunden zu bleiben. Wer über diese Whatsapp-Gruppe über die weiteren Entwicklungen informiert werden möchte, kann sich gerne bei uns melden, wir können ihn dann mit in den Verteiler aufnehmen. 

So leben wir nun von Tag zu Tag und warten die weiteren Entwicklungen ab. 

Wir danken allen, die mit uns in Gedanken und im Gebet verbunden sind, so wie wir mit den Menschen in Deutschland und in Europa in Gedanken und im Gebet verbunden sind. Ich grüße Sie mit dem Lehrtext für den morgigen Tag: „Darum lassen auch wir nicht ab, für euch zu beten und zu bitten, dass ihr erfüllt werdet mit der Erkenntnis seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht“ (Kol. 1,9)."

Das GAW versucht unseren Partnerkirchen weltweit durch Gebet, solidarisches Handeln und Spenden zu helfen. BITTE helfen Sie uns dabei: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Dienstag, 24. März 2020

"Lieber sterbe ich an Corona als an Hunger!" - die Pandemie in Venezuela

Die Grenze zu Kolumbien ist zu! Die Not in Venezuela wächst
Medikamente und Lebensmittel kauften sich Venezolaner bis vor Kurzem in Kolumbien. Nun ist die Grenze dicht auf Grund der Corona-Pandemie. Das verschärft weiter die Krise und den Mangel an allem im Land. Mundschutze basteln sich die Menschen selbst. Regelmäßiges Händewaschen, wozu die Regierung riet, geht bei weitem nicht überall. Es herrscht Wassermangel. Selbst in Krankenhäusern fehlt oft fließend Wasser. Tests auf den Coronavirus und Schutzkleidung für Ärzte und Pfleger - absolute Mangelware... Das ganze Land wurde jetzt bis zum 15. April unter Quarantäne gestellt. Politische Demonstrationen sind derzeit zum Erliegen gekommen. Es gibt kein Benzin. Transportmöglichkeiten sind so gut wie ausgeschlossen.Nur - was geschieht, wenn die brisanten Versorgungsengpässen die Menschen vor Hunger auf die Strasse treibt... Wie lange reichen die Lebensmittel? Wie sollen die Menschen versorgt werden - mit einer Wirtschaft in Intensivtherapie?

Helfen Sie mit einer Spende!
(Spenden-QR-Code)
Diese Fragen treibt den Kirchenpräsidenten der lutherischen Kirche Pfarrer Gerardo Hands um. Er sorgt sich um seine sowieso schon sehr zusammengeschrumpfte Kirche. Über 5 Millionen Menschen haben das Land inzwischen verlassen (2015 lebten ca. 30 Millionen Menschen in Venezuela).

"Unsere lutherische Schule und unser Kindergarten sind geschlossen. Gottesdienste sind abgesagt. Wir bieten digital Predigten und Andachten an und laden ein zu Hausandachten ein. Wir brauchen Lebensmittel und Hilfe bei der Unterstützung unsere älteren Gemeindemitglieder. Ebenso brauchen wir Hilfe bei der Versorgung unseres Strassenkinderheimes in Valencia," sagt Gerardo Hands. "Die Menschen hier in Venezuela sagen derzeit: Lieber am Virus sterben als am Hunger..." - Das beschreibt das große Drama im Land!

Helfen Sie mit einer Spende für die Arbeit der lutherischen Kirche in Venezuela: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Montag, 23. März 2020

Corona-Virus schränkt das Leben in Kirche und Gesellschaft in Kirgistan stark ein

Bischof Alfred Eichholz
Bischof Alfred Eichholz berichtet aus Kirgistan angesichts der Corona-Pandemie:

"Die Lage ist wie in aller Welt. Auslandsflüge sind auf ein Minimum reduziert. Es gibt viele Maßnahmen, Begrenzungen, Versammlungsverbote. Zentrale Märkte wurden geschlossen. Lebensmittelgeschäfte sollen offen blieben. Knappheit gibt es nicht. Das Corona-Virus hat man seit dem 18. März festgestellt. Drei Personen waren es. Weitere drei kamen dazu. Alle sechs waren in Saudi Arabien und haben sich wohl dort angesteckt. Noch gibt es keine starke Ausbreitung. Wir müssen abwarten. Die Grenzen sind dicht nach Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und nach China sowieso.
Die Kinderaktivitäten wurden eingestellt. Ich habe am 20. März das für unsere lutherische Kirche erlassen, denn zudem waren alle Schulen geschlossen worden für 3 Wochen. Die Kinder sollen geschützt werden. Ein totales Versammlungsverbot gibt es noch nicht. Bis 50 Sitzplätze sind in Restaurants noch erlaubt. Kinos und Theater sind geschlossen. An die Kirche wurde appelliert, dass die Gottesdienste eingestellt werden sollen. Die Moslems haben ihre Moscheen geschlossen - ebenso die Orthodoxe Kirche.
Die kleinen Gemeinden müssen irgendwie versorgt werden. Wir werden auch dort Gottesdienste einstellen. Nach Möglichkeit werden wir per WhatsApp oder Facebook versorgen mit Predigten und Andachten. Die digitale Verbindung hilft Kontakt zu halten und die Kirche beisammen zu halten.
Es gibt keine Panik, und wir versuchen die Leute zu stärken und aufzuklären. - Wir denken auch an euch im GAW und beten für euch!"

Um unseren Partner weiter helfen zu können - gerade in der derzeitigen weltweiten Krise - brauchen wir Hilfe! helfen Sie mit: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html

Sonntag, 22. März 2020

Frauen nähen Mundschutztücher - die Solidarität wächst in der ev. Kirche in der Slowakei


Unser ehemaliger GAW-Stipendiat Samuel Misko schreibt aus der Slowakei und wie es dort unsere evangelischen Partner angesichts der Corona-Pandemie versuchen das krichliche leben aufrecht zu erhalten:

"Seit dem 13. März finden keine Gottesdienste und auch keine anderen kirchlichen Veranstaltungen mehr statt. Die Pfarrer und Pfarrerinnen nutzen aber sie neue Medien. Sie drehen Video-Predigten und laden zu Online-Gottesdiensten ein. Es ist unglaublich, wie sie sich engagieren - manchmal ganz schön viel - und an der Qualität kann noch gearbeitet werden. Aber es ist gut, dass sie so kreativ sind.
Die Solidarität in den Gemeinden ist groß. Die Frauen nähen zu Hause Mundschutztücher. Die Pfarrer verteilen sie dann bei den Älteren. Die Jüngeren gehen oft für die Älteren einkaufen. 
Bei den Beerdigungen ist es allerdings oft sehr traurig. Es kann nur die enge Familie teilnehmen. 
Mal sehen was das ganze bringt. Hoffentlich bringt es die Leute mehr zusammen und sie werden sich dann freuen, dass sie sich wieder treffen können. Ich hoffe, die Kirchen nutzen diese Zeit gut und die Zeit nach dieser Pandemie. 
Wir denken auch an die Glaubensgeschwister in Italien und Spanien... - und natürlich an euch alle im GAW - in den Haupt- und Frauengruppen und in der Zentrale: Passt auf euch auf! Wir beten für euch!

Hoffentlich wird das schnell vorbei sein und wir sehen uns in Graz bei den Christlichen Begegnungstagen Anfang Juli (https://www.face2face2020.at/de/)." 

Samstag, 21. März 2020

Wir feiern Gottesdienst, ohne aus dem Haus zu gehen! - Die Spanische Kirche in der Corona Krise

Morgen feiern wir Gottesdienst, ohne aus dem Haus
zu gehen in der Familie! - IEE in der Corona-Krise
Über 1.000 Todesfälle gibt es inzwischen in Spanien. Die Maßnahmen, um die Epidemie einzudämmen sind drastisch - wie in vielen anderen Ländern weltweit. 

"Wir sind in unseren Häusern und gehen kaum raus," schreibt der Vorsitzende der Comisión Permanente der Iglesía Evangélica Española (IEE). "Unsere Kirchen sind geschlossen. Wir versuchen, unsere Gemeindemitglieder digital geistlich zu begleiten und zu versorgen. Das Schwierigste ist wirklich, dass wir keine Besuche machen können - insbesondere bei unseren älteren Gemeindemitgliedern. Das wäre aber ein zu hohes Risiko. Hart ist es zu erleben, dass wenn jemand stirbt und eine Beerdigung ansteht wir wirklich nichts tun können. Und die Familien sind stark eingeschränkt, würdig Abschied zu nehmen. Danke, dass Ihr im GAW an uns denkt und uns nicht vergesst! Wir denken auch an Euch und beten für Euch!"

Über diesen link gelangen die Gemeindemitglieder zu Gebeten, Meditationen, die Pfarrer*innen der IEE vorbereiten: https://bit.ly/3bg1vmJ

Freitag, 20. März 2020

Die Corona-Krise betrifft uns alle weltweit – Bericht aus den GAW-Partnerkirchen

Mit einem Wort aus Römer 5 beginnt ein Brief der Ev. Kirche Lutherischen Bekenntnisses in Brasilien (IECLB) an die Gemeinden angesichts der Verschärfung der Corona-Pandemie: „Hoffnung aber lässt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist.“ Die Gemeinden der IECLB und ihre Mitglieder sollen ermutigt werden für die kommenden Wochen und Monate, denn keiner weiß, wie sich die Corona-Pandemie entwickeln wird. Angeführt von Kirchenpräsidentin Silvia Genz schreibt die Kirchenleitung: „Fürsorge für das Leben und diakonisches Handeln gehören zum Wesen der Kirche. Im Laufe der Geschichte hat die Kirche Jesu Christi ihre Treue zum Evangelium bewiesen, indem sie in Zeiten des Leidens solidarisch gehandelt hat. Wieder einmal ruft Gott uns auf, einer schwierigen Situation mit Glauben, Dienstbereitschaft, Mut und Hoffnung zu begegnen.“ Und in diesem Zusammenhang werden weitergehende Maßnahmen beschrieben, die das gemeindliche Leben weiter einschränken – wie insgesamt weltweit: unbefristete Aussetzung aller gemeindlicher Aktivitäten. Das bedeutet nicht, dass das Gemeindeleben ruht: Gebete, häusliche Andachten, Videoandachten, Seelsorge. Bei Beerdigungen gelten besondere Vorsichtsmaßnahmen. Sie sollen kürzer, möglichst im Freien und mit Sicherheitsabständen stattfinden – immer in Absprache mit den Gesundheitsbehörden. Zu prüfen sei die Öffnung der Kirchen. Dann sollten aber Hygieneartikel ausgelegt werden. 

In Venezuela gibt es eine große Unsicherheit. Die Regierung hat auf nationaler Ebene 46 Krankenhäusern erlaubt, offen zu bleiben. Nur Notfälle dürfen aufgenommen werden. Keine anderen Fälle. Die Bewegungsfreiheit ist landesweit sehr eingeschränkt. In unmittelbarer Nähe des Ökumenischen Sozial-Diakonischen Zentrums Acción Ecumenica in Caracas gibt es derzeit noch keinen Corona-Verdachtsfall. Sorgen bereitet die Frage der Versorgung mit Lebensmitteln, die ohnehin schon extrem schlecht. Die Menschen hungern und sie haben nichts, was sie kaufen können. Die Regierung hat keine Mittel, um dieser Krise zu begegnen. Der Versuch Geld vom IWF zu erhalten, die die derzeitige Regierung nicht anerkennt, ist ein Ausdruck dafür. Letztlich weiß niemand, wie viele Menschen sich in Venezuela schon angesteckt haben. 

In Kolumbien wurde die Kirchenzentrale geschlossen und Homeoffice verordnet. Alle Kirchenveranstaltungen wurden vorerst suspendiert. Die Synode der lutherischen Kirche (IELCO) wurde abgesagt. Die Pfarrer*innen der Kirche wurden aufgefordert, kreative Wege zu finden, um die Gemeinde trotz verordneter Distanz zusammenzuhalten. „Wir sind dankbar in dieser Krisenzeit, dass wir die Unterstützung durch das Gebet haben aller Glaubensgeschwister weltweit. Und wir danken auch besonders dem GAW für alle Unterstützung. Wir werden für euch alle dort beten!“ schreibt Bischof Atahualpa Hernández. 

Aus Chile erreicht uns von Pfarrerin Nicole Oehler ein Brief über die Situation gerade an der lutherischen Schule Belén Villa O´Higgins: „Hier wurden die Schulen geschlossen - zunächst für 14 Tage. Aber es wird sich deutlich länger hinziehen... Und leider müssen unsere Freiwilligen auf Anweisung des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) noch diese Woche das Land verlassen, um nach Deutschland zurückzukehren. Darüber sind wir alle sehr traurig! … Chile rutschte sozusagen von einem Ausnahmezustand in den nächsten - was es für das Land wirklich nicht einfacher macht. Die Volksabstimmung über eine neue Verfassung soll verschoben werden - darüber sind sich alle einig, aber nicht auf wann. Die sozialen Probleme werden durch Corona noch verschärft und es bleibt abzuwarten, wie sich alles weiterentwickelt.“ 

Der Rückruf der Freiwilligen betrifft alle Länder. Das GAW-Württemberg musste die Rückkehr der GAW-Freiwilligen organisieren. Ein wichtiges Jahr im Leben der jungen Engagierten musste abgebrochen werden. Und unklar ist, wie es mit dem neuen Jahrgang ab Sommer weitergehen wird. Auch für die Empfängerkirchen – wie z.B. die Ev. Kirche am La Plata (IERP) – hat der Abzug der Freiwilligen erhebliche Auswirkungen. Die jungen Menschen werden fehlen! 

Aus Aleppo in Syrien erreicht uns eine sehr besorgte Mail des Pfarrers Ibrahim Nseir von der arabisch-evangelische Gemeinde der NESSL. Auch hier sind alle Schulen – auch die evangelischen - geschlossen worden. Wie bei den armenischen Schulen wird versucht über digitale Wege die Schüler*innen zu unterrichten. „Ich bin nicht überzeugt, dass die Gesundheitsversorgung dieser Krise standhalten kann,“ schreibt Pfarrer Nseir. „Ich mache mir große Sorgen um unsere Gemeindemitglieder! Wahrscheinlich wird man nur in Damaskus gesundheitlich adäquat versorgt werden können. Aber in dem krisen- und kriegsgeschüttelten Land wird das flächendeckend nicht funktionieren. Viele haben große Angst.“ Er beschreibt die verheerende Situation in Aleppo hinsichtlich der Lebensmittelversorgung. „Das schwächt das Immunsystem der Menschen zusätzlich!“ Und dann bittet er konkret um Hilfe. Mit einem Hilferuf wendet sich auch Pfarrer Haroutune Selimian an das GAW, um die Poliklinik an der evangelischen Bethelkirche zu unterstützen. Insbesondere bittet er um Hygieneartikel und entsprechende Unterstützung für die Ausstattung. 

Mit bewegenden Worten schildert Pfarrerin Dorothee Mack von der Waldensergemeinde in Mailand die Lage in der Lombardei in Italien: „Den letzten Gottesdienst in unserer Kirche feierten wir am Sonntag, den 23.2.. Dann kam es Schlag auf Schlag. Zuerst die Schulen zu, dann durfte keinerlei Grossveranstaltung mehr sein. Da in den allermeisten protestantischen Gemeinden in Mailand jeden Sonntag mehr als 100 Menschen zusammen kommen und die Gottesdiensträume im Normalfall nicht riesig sind, war uns schnell klar, dass wir nicht garantieren konnten, die Gottesdienste ohne Ansteckungsgefahr zu feiern… Warum es so wichtig ist, direkten Sozialkontakt zu vermeiden, ist inzwischen auch in Deutschland verstanden worden. Hier in der Lombardei ist die Lage in den Krankenhäusern sehr kritisch. Auch wenn diese Region eigentlich medizinisch top ist. Es gibt einfach zu viele Patienten, die aufgrund der Lungenentzündung doch intubiert und intensiv behandelt werden müssen. - Bergamo ist die am schlimmsten betroffene Stadt. Fast 400 Tote in 7 Tagen. Selbst die Bestatter schaffen kaum mehr ihre Arbeit. Die Särge werden in Kirchen untergebracht, weil in den Leichenhäusern kein Platz mehr ist. 8 Priester sind dort inzwischen gestorben, dem protestantischen Kollegen geht es Gott sei Dank noch gut. 4 Menschen seiner Gemeinde (ca. 250 Gemeindeglieder) sind am letzten Wochenende gestorben. Eine Beerdigung war nicht erlaubt, bei manchen war es möglich, dass der Pfarrer in den Tagen vor dem Tod am Telefon gebetet hat. Wenn eine Person stirbt, dann ist zumeist die ganze Familie in Quarantäne. Alle leiden unter Einsamkeit! Brescia und Cremona sind auch in einer sehr kritischen Lage; in Mailand selbst gibt es bisher noch nicht ganz so viele Fälle. Obwohl die Hausärzte viele Menschen am Telefon betreuen, die über Fieber und Kopfweh klagen, dann aber doch nicht auf den Virus getestet werden, solange sie kein Krankenhaus brauchen.“ Und sie endet ihren bewegenden Brief: „Ich hoffe, dass es in Deutschland nicht zu “italienischen” Verhältnissen kommen wird, und dass Deutschland und die anderen europäischen Länder von Italien lernen, und dass gerade die Kirchen einen Beitrag zur europäischen Solidarität leisten können, indem wir füreinander beten und unsere Beziehungen trotz der Wüstenzeit verstärken.“ Die Lage in Italien ist besonders dramatisch. 

Das wir alle in Hoffnung verbunden bleiben, dass EINER da ist, der tröstet, stärkt und Mut macht – in diesem Glauben bleiben wir weltweit verbunden und tragen insbesondere im Gebet die Sorgen und Nöte unserer Partner mit! 

Enno Haaks, Generalsekretär des GAW

Donnerstag, 19. März 2020

Die lutherische Kirche in Nemeskér in Ungarn konnte mit Hilfe des GAW saniert werden

luther. Kirche Nemeskér nachher
Lutherische Kirche vorher
8.300 Euro hat das GAW im Reformationsjahr 2017 gesammelt, damit die historisch wertvolle lutherische Kirche in Nemeskér renoviert werden konnte. Das hat jetzt geklappt! Ende Dezember konnten die Arbeiten beendet werden. "Im Namen der gesamten Gemeinde bedanken wir uns für die Unterstützung!" schreibt Pfarrer Attila Hegedűs. "Aus eigener Kraft hätten wir das nicht geschafft! Das GAW hat insbesondere beigetragen, das Dach und den Turm zu erneuern."

Nemeskér (Altedlein) ist ein kleines Dorf mit großer Vergangenheit im Komitat Győr-Moson-Sopron. Einst war das Dorf sogar ein Komitatssitz. Im 17./18. Jahrhundert war Nemeskér das geistige Zentrum der Protestanten des Umlandes: Das Dorf wird 1681 im 26. Artikel des Ödenburger Landtages unter den Gemeinden (sog. Artikulargemeinden) genannt, in denen lutherische Gottesdienste gefeiert werden durften. Im evangelischen Pfarrhaus gibt es dazu eine kirchengeschichtliche Ausstellung. Heute hat das Dorf rund 300 Einwohner. Die lutherische Gemeinde zählt 200 Glieder. Ihre Zahl sinkt leider aufgrund der Landflucht. Die lutherische Kirche ist eine der wichtigsten Gemeinschaftsorte im Dorf. Neben Gottesdiensten finden hier sowohl größere Feste als auch Konzerte statt. Unter Mitwirkung der Gemeinde werden jährlich auch die Kulturtage in Nemeskér veranstaltet. 

Die lutherische Kirche Nemeskér wurde 1732 zusammen mit dem Pfarrhaus und der Schule errichtet. Der Bau ist durch seine Schnitzereien, das Holzbalkengewölbe und weitere Innengestaltung auch kulturgeschichtlich bedeutend. Durch eindringende Feuchtigkeit waren die wertvollen Holzkonstruktionen und Holzgegenstände gefährdet. Deshalb musste die Gemeinde ihre Kirche dringend renovieren. Pfarrer Attila Hegedűs schrieb dem GAW: „Die Kirche hat einen besonderen Wert nicht nur für unsere kleine Gemeinde, sondern landesweit. Nach dem Abschluss der Arbeiten möchten wir die touristische Nutzung stärker ausbauen.“ 

Allen Spendern sei herzlich gedankt!

Dienstag, 17. März 2020

Corona-Nothilfe für GAW-Partnerkirchen! Hilferuf!

Poliklinik in Aleppo/Syrien
Das Leben hat sich verändert - radikal. Begegnungen, Sitzungen, Mitgliederversammlungen, Vorträge, Koordinierungstreffen sind oder müssen auf unbestimmte Zeit abgesagt werden. Weltweit sind wir von der Coronakrise betroffen. Sie hält uns alle in Atem. 

Wir versuchen, so gut es geht, mit unseren GAW-Partnern weltweit in Kontakt zu bleiben. Die verschiedenen digitalen Kanäle machen das möglich. 

Sorgen bereiten uns besonders die Partner, die in Ländern leben, die von massiven Krisen und Kriegen betroffen sind: 

In Aleppo bemüht sich Pfarrer Haroutune Selimian, der vor Kurzem in Deutschland war und mit Mühe es wieder bis Aleppo geschafft hat, mit der Poliklinik der armenischen-evangelischen Bethelgemeinde darum, Material zu beschaffen, um das Personal zu schützen und die Betroffenen zu versorgen. 
Acción Ecumenica Medizinzentrum
 in Caracas/Venezuela

In Caracas/Venezuela versucht die „Acción Ecumenica“ mit ihrem Gesundheitszentrum so gut es irgendwie geht, sich zu all den anderen Problemen in der medizinischen Versorgung auf die Coronapatienten einzustellen. Es fehlt an allem. 

Krankenhausseelsorge in Brasilien
Für die Krankenhausseelsorge der lutherischen Kirche in Brasilien wird in diesem Jahr besonders gesammelt (PK 2020, S. 29). Insbesondere sind in diesen Zeiten die Krankenhausseelsorger gefordert. 

Die GAW-Frauenarbeit setzt sich mit einem Projekt für häusliche Pflege in Rumänien der Diakonie Cluj für eine Altersgruppe ein, die besonders durch das Coronavirus gefährdet ist 

Natürlich machen wir uns Gedanken, wie wir als GAW diese dringend notwendigen Projekte unterstützen können, wenn Gottesdienste ausfallen und Kollekten nicht gesammelt werden können, wenn es keine öffentlichen Vorträge zu Projekten unserer Partner geben darf und dort nicht für diese Projekte gesammelt werden kann. 

Gerade in Notzeiten brauchen wir die Vergewisserung, dass wir weltweit im Glauben und in der solidarischen Hilfe miteinander verbunden sind. Wir dürfen unsere Glaubensgeschwister nicht vergessen! 

In vielen Kirchengemeinden in Deutschland wird derzeit in Online-Andachten das Evangelium verkündet. Auch hier bietet sich die Gelegenheit, zu Spenden und Kollekten für die Projekte der Partnergemeinden zu werben, die sich um Gesundheitsversorgung und Coronapatienten kümmern. 

Wir möchten Sie herzlich einladen, überall, wo Sie es können, auf diese Möglichkeit hinzuweisen und Pfarrerinnen und Pfarrer ermutigen, online Spenden für GAW-Projekte zu werben. - Enno Haaks, Generalsekretär des GAW

Helfen Sie uns: https://www.gustav-adolf-werk.de/spenden.html - Stichwort: Nothilfe



Freitag, 13. März 2020

Kirchdachsanierung in Mělník / Tschechien

Evangelische Kirche in Mělník
"Wir sind dem GAW dankbar für die Hilfe bei der Sanierung des Kirchendaches," sagt Pfarrer Erdinger von der evangelischen Gemeinde der EKBB (Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder) in Mělník. Stolz führt er die Teilnehmenden des Runden Tisches der EKBB bei einem Projektbesuch durch seine Kirche und das Pfarr- und Gemeindehaus. Den Gebäuden ist anzusehen, dass die Zeit der kommunistischen Diktatur ihre Spuren hinterlassen hat. Es ist noch viel zu tun. Durch die Sanierung des Daches konnte die Kirche aber jetzt in ihrer Substanz gesichert werden. Neue Türen für die Kirche hat Pfarrer Erdinger durch eine geschickte Fundraisingaktion in der Gemeinde nach einer Beerdigung einbauen können. 

Die Stadt Mělník liegt etwa 35 Kilometer nördlich von Prag am Zusammenfluss von Moldau und Elbe. Hier befindet sich ein interessantes Weinanbaugebiet.

Kircheninnenraum
Die Kirche der EKBB und das Pfarrhaus befinden sich in der Nähe des Stadtzentrums, umgeben von einem Park und einem Garten. Die Gemeinde zählt 480 Glieder. Die Zahl der Gottesdienstbesucher nimmt zu. Es steigt auch die Bereitschaft, sich finanziell an den Vorhaben der Gemeinde zu beteiligen. Die Kinder- und Jugendarbeit wird von einer aktiven YMCA-Gruppe unterstützt. Die Gemeinde hat vier freiwillige Organistinnen, und es finden viele Konzerte klassischer Musik im Gemeindehaus und in der Kirche statt. "Unsere Gemeinde wird sehr geschätzt in der Stadt. Und noch nirgends hatte ich so gute Kontakte zu staatlichen Vertretern wie her," sagt Pfarrer Erdinger.


Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neurenaissance gebaut, das Gemeindehaus 1937 eingeweiht. Beide Gebäude sind lange vernachlässigt gewesen. Im Gemeindehaus wurden die beiden Wohnungen renoviert und ein Teil der Fenster ausgetauscht. Auch an der Kirche sind die ersten Arbeitsschritte erfolgt: Ein Teil der Fassade ist schon renoviert. Nun konnte das Kirchendach saniert werden. 130.000 Euro waren notwendig. Die Stadt und das Kulturministerium haben geholfen. Das GAW (PK 2019) gab 16 000 Euro dazu.

Allen Spendern sei gedankt!