Donnerstag, 6. Februar 2020

Renovierung der lutherischen Kirche in Ramučiai in Litauen

Lutherische Kirche in Ramučiai nach der Dachsanierung
Das Dach der kleinen lutherischen Kirche in Ramučiai in Litauen war in einem katastrophalen Zustand. An einigen Stellen drohte die Decke des Kirchenschiffs einzustürzen. Die Gemeinde bemühte sich sehr um die Rettung der Kirche. Zugleich haben aktive Gemeindeglieder selbst Maßnahmen getroffen und die am stärksten beschädigten Stellen am Dach auf eigene Kosten repariert. Im Winter 2017 wurden die großen Bäume um die Kirche herum gefällt, damit sie keinen Schaden bei Unwetter anrichten können. 

Nachdem man das alte Dach abgedeckt hatte wurde der dramatische Zustand der Kirche sichtbar. Auf dem Gewölbe war  früher Torf aufgelegt worden, der durch die undichte Dacheindeckung Feuchtigkeit enthielt. Das zersetzte die Hauptdachkonstruktionen. Das
Während der Sanbierungsarbeiten
Dach war in einem Notzustand.

"Wir freuen uns, dass das Dach Ende 2019 komplett mit Regenrinnen und Fallrohren versehen wurde. Innenreparaturen, wie der Beginn der Elektroinstallationsarbeiten, sowie das Verputzen und Anstreichen der Schadstellen, werden im Frühjahr 2020 fortgesetzt, wenn das Wetter wärmer wird. Das Projekt soll bis Juli 2020 vollständig abgeschlossen sein," schreibt Pf. Remigijus Šemeklis. "Besonderer DANK gilt dem GAW. Ohne Eure Unterstützung hätten wir das Dach nicht sichern können und die Schäden hätten sich verschlimmert."

Erneuerung des Dachstuhls
Nach der Dacherneuerung und den weiteren Sanierungsarbeiten soll die Kirche auch dem Dorf als gemeinschaftlicher Raum für wichtige Ereignisse zur Verfügung stehen. 

Die evangelisch-lutherische Gemeinde Ramutten (jetzt litauisch: Ramučiai) im Memelland wurde 1895 gegründet. Sie war von Anfang an klein und auch ihre 1929 errichtete rote Backsteinkirche war kleiner als in anderen Gemeinden. 1944 flohen die meisten Memeldeutschen vor der heranrückenden Roten Armee. Während des Sozialismus ist es den wenigen verbliebenen Gemeindegliedern gelungen, die Kirche zu erhalten. Sie wurde weder verstaatlicht, noch als Speicher genutzt. Heute zählt die Gemeinde rund 40 Personen. Der Gottesdienst findet nur einmal im Monat statt, aber dann immer mit einem anschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken im Pfarrhaus. Die Beziehungen zu der Kommune sind gut, obwohl die meisten Einwohner katholisch sind. Die Dorfgemeinde hat der Kirchengemeinde den Vorschlag unterbreitet, die lutherische Kirche gemeinsam zu nutzen. 

Das GAW hat das Projekt mit 13.500 Euro im Projektkatalog 2018 unterstützt! Allen Spendern sei gedankt!

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