Montag, 23. März 2020

Corona-Virus schränkt das Leben in Kirche und Gesellschaft in Kirgistan stark ein

Bischof Alfred Eichholz
Bischof Alfred Eichholz berichtet aus Kirgistan angesichts der Corona-Pandemie:

"Die Lage ist wie in aller Welt. Auslandsflüge sind auf ein Minimum reduziert. Es gibt viele Maßnahmen, Begrenzungen, Versammlungsverbote. Zentrale Märkte wurden geschlossen. Lebensmittelgeschäfte sollen offen blieben. Knappheit gibt es nicht. Das Corona-Virus hat man seit dem 18. März festgestellt. Drei Personen waren es. Weitere drei kamen dazu. Alle sechs waren in Saudi Arabien und haben sich wohl dort angesteckt. Noch gibt es keine starke Ausbreitung. Wir müssen abwarten. Die Grenzen sind dicht nach Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und nach China sowieso.
Die Kinderaktivitäten wurden eingestellt. Ich habe am 20. März das für unsere lutherische Kirche erlassen, denn zudem waren alle Schulen geschlossen worden für 3 Wochen. Die Kinder sollen geschützt werden. Ein totales Versammlungsverbot gibt es noch nicht. Bis 50 Sitzplätze sind in Restaurants noch erlaubt. Kinos und Theater sind geschlossen. An die Kirche wurde appelliert, dass die Gottesdienste eingestellt werden sollen. Die Moslems haben ihre Moscheen geschlossen - ebenso die Orthodoxe Kirche.
Die kleinen Gemeinden müssen irgendwie versorgt werden. Wir werden auch dort Gottesdienste einstellen. Nach Möglichkeit werden wir per WhatsApp oder Facebook versorgen mit Predigten und Andachten. Die digitale Verbindung hilft Kontakt zu halten und die Kirche beisammen zu halten.
Es gibt keine Panik, und wir versuchen die Leute zu stärken und aufzuklären. - Wir denken auch an euch im GAW und beten für euch!"

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