Donnerstag, 19. März 2020

Die lutherische Kirche in Nemeskér in Ungarn konnte mit Hilfe des GAW saniert werden

luther. Kirche Nemeskér nachher
Lutherische Kirche vorher
8.300 Euro hat das GAW im Reformationsjahr 2017 gesammelt, damit die historisch wertvolle lutherische Kirche in Nemeskér renoviert werden konnte. Das hat jetzt geklappt! Ende Dezember konnten die Arbeiten beendet werden. "Im Namen der gesamten Gemeinde bedanken wir uns für die Unterstützung!" schreibt Pfarrer Attila Hegedűs. "Aus eigener Kraft hätten wir das nicht geschafft! Das GAW hat insbesondere beigetragen, das Dach und den Turm zu erneuern."

Nemeskér (Altedlein) ist ein kleines Dorf mit großer Vergangenheit im Komitat Győr-Moson-Sopron. Einst war das Dorf sogar ein Komitatssitz. Im 17./18. Jahrhundert war Nemeskér das geistige Zentrum der Protestanten des Umlandes: Das Dorf wird 1681 im 26. Artikel des Ödenburger Landtages unter den Gemeinden (sog. Artikulargemeinden) genannt, in denen lutherische Gottesdienste gefeiert werden durften. Im evangelischen Pfarrhaus gibt es dazu eine kirchengeschichtliche Ausstellung. Heute hat das Dorf rund 300 Einwohner. Die lutherische Gemeinde zählt 200 Glieder. Ihre Zahl sinkt leider aufgrund der Landflucht. Die lutherische Kirche ist eine der wichtigsten Gemeinschaftsorte im Dorf. Neben Gottesdiensten finden hier sowohl größere Feste als auch Konzerte statt. Unter Mitwirkung der Gemeinde werden jährlich auch die Kulturtage in Nemeskér veranstaltet. 

Die lutherische Kirche Nemeskér wurde 1732 zusammen mit dem Pfarrhaus und der Schule errichtet. Der Bau ist durch seine Schnitzereien, das Holzbalkengewölbe und weitere Innengestaltung auch kulturgeschichtlich bedeutend. Durch eindringende Feuchtigkeit waren die wertvollen Holzkonstruktionen und Holzgegenstände gefährdet. Deshalb musste die Gemeinde ihre Kirche dringend renovieren. Pfarrer Attila Hegedűs schrieb dem GAW: „Die Kirche hat einen besonderen Wert nicht nur für unsere kleine Gemeinde, sondern landesweit. Nach dem Abschluss der Arbeiten möchten wir die touristische Nutzung stärker ausbauen.“ 

Allen Spendern sei herzlich gedankt!

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