Donnerstag, 26. März 2020

Eine Fürbitte aus Montpellier aus der Krankenhaisseelsorge der ev. Kirche in Coronazeiten


Pfarrerin Christine Mielke von der Vereinigten Protestantischen Kirche in Frankreich (EPUdF) sendet ein Fürbittengebet der Krankenhausseelsorger aus Montpellier in der Zeit der Coronakrise:

"HERR, hier sind wir vor Dir - verstört und ängstlich, aber trotz allem auch zuversichtlich - in dieser Zeit der globalen Gesundheitskrise. 
HERR, all die Pfleger und Pflegerinnen wollen mit aller Kraft unseres Gebets unterstützen. Gib ihnen Kraft , wenn sie vor Erschöpfung und Verzweiflung verzagen. Möge unsere Dankbarkeit sie ermutigen!

HERR, wir beten für diejenigen, die in Krankenhäusern und anderswo Krisen- und Notfallpläne organisieren. Gib ihnen Klarheit und Nüchternheit bei der Festlegung und Umsetzung der richtigen Maßnahmen.

HERR, lass uns die nicht vergessen, die in Krankenhäuser eingeliefert werden und in Pflegeheimen leben, die ihre Zerbrechlichkeit angesichts der Bedrohung durch das Virus noch mehr spüren, die sich gefangen und hilflos fühlen. Lass sie leben!

HERR, wir beten für diejenigen, die mit COVID-19 infiziert sind. Gib jedem und jeder Kraft! Lass sie auf dein Wort des Lebens hören! Gib ihnen und uns die Gewissheit deiner Nähe zu jeder Zeit. 

HERR, wir beten für uns alle - in Frankreich, in Europa, in der Welt. Hilf uns, Solidarität und Verantwortung zu leben, als Kinder Gottes, als Brüder und Schwestern. Aus und in dir wollen wir leben!

HERR, erbarme Dich! Amen"

Und weiter schreibt Pfarrerin Mielke:

"In unserer EPUdF finden keine Gottesdienste, Versammlungen oder Bibelarbeiten mehr statt. Wie lange noch, wissen wir nicht. Uns ist es wichtig, weiterhin für andere dazusein, die Hilfe brauchen. Wir wollen Kontakte halten, Menschen zuhören (das geht ja auch am Telefon …) Die Beerdigungen finden momentan nur im kleinen familiären Rahmen auf dem Friedhof statt.

Die Gemeinden bieten Alternativen über das Internet an. Wir machen Videokonferenzen, Gottesdienste über Internet, Facebook, youtube. Die Gemeinden sind dabei sehr kreativ. 

Ich wünsche Euch im GAW alles Gute und bin in Gedanken und im Gebet mit Euch verbunden."


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