Freitag, 13. März 2020

Kirchdachsanierung in Mělník / Tschechien

Evangelische Kirche in Mělník
"Wir sind dem GAW dankbar für die Hilfe bei der Sanierung des Kirchendaches," sagt Pfarrer Erdinger von der evangelischen Gemeinde der EKBB (Evangelische Kirche der Böhmischen Brüder) in Mělník. Stolz führt er die Teilnehmenden des Runden Tisches der EKBB bei einem Projektbesuch durch seine Kirche und das Pfarr- und Gemeindehaus. Den Gebäuden ist anzusehen, dass die Zeit der kommunistischen Diktatur ihre Spuren hinterlassen hat. Es ist noch viel zu tun. Durch die Sanierung des Daches konnte die Kirche aber jetzt in ihrer Substanz gesichert werden. Neue Türen für die Kirche hat Pfarrer Erdinger durch eine geschickte Fundraisingaktion in der Gemeinde nach einer Beerdigung einbauen können. 

Die Stadt Mělník liegt etwa 35 Kilometer nördlich von Prag am Zusammenfluss von Moldau und Elbe. Hier befindet sich ein interessantes Weinanbaugebiet.

Kircheninnenraum
Die Kirche der EKBB und das Pfarrhaus befinden sich in der Nähe des Stadtzentrums, umgeben von einem Park und einem Garten. Die Gemeinde zählt 480 Glieder. Die Zahl der Gottesdienstbesucher nimmt zu. Es steigt auch die Bereitschaft, sich finanziell an den Vorhaben der Gemeinde zu beteiligen. Die Kinder- und Jugendarbeit wird von einer aktiven YMCA-Gruppe unterstützt. Die Gemeinde hat vier freiwillige Organistinnen, und es finden viele Konzerte klassischer Musik im Gemeindehaus und in der Kirche statt. "Unsere Gemeinde wird sehr geschätzt in der Stadt. Und noch nirgends hatte ich so gute Kontakte zu staatlichen Vertretern wie her," sagt Pfarrer Erdinger.


Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts im Stil der Neurenaissance gebaut, das Gemeindehaus 1937 eingeweiht. Beide Gebäude sind lange vernachlässigt gewesen. Im Gemeindehaus wurden die beiden Wohnungen renoviert und ein Teil der Fenster ausgetauscht. Auch an der Kirche sind die ersten Arbeitsschritte erfolgt: Ein Teil der Fassade ist schon renoviert. Nun konnte das Kirchendach saniert werden. 130.000 Euro waren notwendig. Die Stadt und das Kulturministerium haben geholfen. Das GAW (PK 2019) gab 16 000 Euro dazu.

Allen Spendern sei gedankt!

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