Dienstag, 30. Juni 2020

Hunger bedroht weite Teile der Bevölkerung in Syrien

Verteilung von Brot in der armenisch-
evangelischen Bethelgemeinde in Aleppo.
Die Lebenssituation der Menschen in Syrien verschlechtert sich von Tag zu Tag dramatisch. Fast 10 Millionen Menschen in dem Land haben Schätzungen des Welternährungsprogrammes zufolge nicht genug zu essen. 

Zusätzlich zu den von der Corona-Pandemie verursachten Problemen wachsen die wirtschaftlichen Schwierigkeiten für die Bevölkerung. Die Preise steigen stetig. Die ohnehin geringen Gehälter der Menschen, verlieren dramatisch an Wert. Viele Geschäfte schließen, weil sie aufgrund der Wechselkursschwankungen und der rasanten Inflation nicht mehr wirtschaftlich ein- und verkaufen können. Auf dem Schwarzmarkt gibt es alles, aber zu Preisen, die kaum einer bezahlen kann. 

Pfarrer Haroutune Selimian von der evangelischen Bethelgemeinde in Aleppo schreibt: „Der Preis eines typischen Warenkorbes mit Lebensmitteln ist um 200 % gestiegen. Aber auch die Preise für Medikamente und andere lebensnotwendige Dinge sind in eine Höhe geschnellt, die niemand mehr bezahlen kann. Ein Kilo Zitronen kostet im Moment beispielsweise 2,500 Syrische Pfund. Das ist ein Viertel des durchschnittlichen Monatsverdienstes eines Angestellten.“

Den Hintergrund der akuten Verschlechterung der Lage für die Bevölkerung bilden die seit dem 17. Juni in Kraft getretenen US-Sanktionen des sog. „Caesar Act“ (Caesar Syria Civilian Protection Act), die den Druck auf Assad erhöhen sollen, aber vor allem die einfache Bevölkerung in noch mehr Elend stürzen.
Mitglieder der armenisch-evangelischen
Bethelgemeinde in Aleppo besuchen regelmäßig
alte und kranke Menschen, die nicht zur Lebensmittel-
ausgabe kommen können, um auch sie zu versorgen.

Pfarrer Ibrahim Nseir von der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Aleppo beschreibt im Juni in einer E-Mail die bedrückende Lage: „Ich bin ratlos, wie die Kirche den wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen soll, die die Gesellschaft in Syrien im Allgemeinen und in Aleppo im Besonderen bedrohen. Schon im letzten Monat hat das syrische Pfund massiv an Wert verloren. Ein amerikanischer Dollar, der bis vor Kurzem 700 bis 1.000 Syrischen Pfund kostete, entspricht heute dem Wert von 2.500 bis 2.700 Syrischen Pfund. Das bedeutet, dass das Durchschnittseinkommen eines Arbeitnehmers nicht mehr als 20 bis 25 Dollar pro Monat beträgt. In den letzten Monaten hatten wir in Aleppo 51 registrierte Fälle von Selbstmorden aufgrund der wirtschaftlichen Situation. 81,5 % der Syrer leben mit weniger als einem Dollar pro Tag. Medikamente werden nicht in Apotheken verkauft. Die Läden sind geschlossen. Weil alle Waren im Vergleich zum amerikanischen Dollar bewertet werden, ist alles sehr teuer, selbst das, was in Syrien hergestellt wird. Die Menschen sind verzweifelt. Viele von denen, die das Land während des Krieges nicht verlassen haben, glauben, dass sie einen großen Fehler gemacht haben. Ich kenne Christen, die so resigniert sind, dass sie Gott in Frage stellen oder ihm die Schuld dafür geben, dass er sich nicht darum kümmert, was politische Großmächte hier mit uns tun. Das alles ist eine große Herausforderung für uns als Kirche. Die Menschen schauen auf uns und erwarten viel: spirituelle und psychologische Unterstützung, aber auch ganz praktische Hilfe. Ich bin täglich mit mindesten 15 bis 20 absolut akuten Fällen konfrontiert: Familien, die keinen Ausweg mehr wissen, weil sie nichts mehr zu essen kaufen können, weil sie keine Medikamente bekommen, weil sie ihre Miete nicht mehr bezahlen können und die Kündigung der Wohnung droht.“

Das GAW unterstützt evangelische Gemeinden in Syrien beim Verteilen von Lebensmitteln und anderer lebensnotwendiger Dinge. Ihre Spende hilft!

Spendenkonto:
KD-Bank - LKG Sachsen
BIC: GENO DE D1 DKD
IBAN: DE42 3506 0190 0000 4499 11
Kennwort: Syrien

Montag, 29. Juni 2020

Am Sonntag vor dem Peter- und Paultag gab es das erste Mal wieder Abendmahl in Moskau

Die lutherische Peter- und Paulkriche in Moskau
Pröpstin Elena Bondarenko schreibt über die derzeitige Situation in Moskau. Die Coronakrise hat das kirchliche Leben zum Erliegen gebracht. Trotz hoher Zahl der Neuinfektionen gibt es aber jetzt erste Lockerungen: 

"Die Coronabeschränkungen wurden bei uns aufgehoben, aber die Ziffer sind noch sehr hoch. Wir arbeiten nicht die komplette Arbeitswoche, aber wir feiern wieder Gottesdienste jetzt mit Gemeindegliedern. Am Sonntag haben wir den Peter-und-Paulgedenktag in unserer Kirche gefeiert. Es wurde zum ersten Mal Abendmahl ausgeteilt. Dabei haben wir sehr auf Hygienbestimmungen geachtet, um die Möglichkeiten einer Infektion gering zu halten."

Hier kann man den Gottesdienst des gestrigen Sonntages sehen: https://www.youtube.com/watch?v=sgRBcPkXWB4&feature=share&fbclid=IwAR13QEYHmbg1dciF-MRoeYlYjJkWdqdcSb-p9HPQ43Hkx8YuFXS-W6u61rs

In Russland sind derzeit 634.437 an COVID-19 infizierter Menschen registriert. Offiziell werden 9.073 Todesfälle am 28. Juni gemeldet. An den offiziellen Zahlen werden immer wieder Zweifel geäußert. Tatsächlich sollen die Zahlen weitaus höher liegen. Die Diskrepanz zwischen der Anzahl der Erkrankten und der Verstorbenen sei "ungewöhnlich" - erklärte ein WHO-Vertreter.

Das GAW unterstützt in diesem Jahr die Sanierung des Glockenturmes in der Peter- und Paulkirche: https://gustav-adolf-werk.1kcloud.com/ep1Ezbrv/#140

Da braucht es Hilfe!

Sonntag, 28. Juni 2020

Wir beten zu Gott und bitten...

Taufbecken in Feld am See - Österreich
Gott - dein Reich sei nahe, auch wenn wir es manchmal nur schwer erkennen.
Lass uns dir vertrauen im Leben und im Sterben.


Dich beten wir an - zu dir kommen wir mit all unseren Bitten:

Wir beten für alle, die sich über die neuen Lockerungen unter Corona freuen,
und für die Frauen und Männer, die dafür Verantwortung übernehmen.
Und auch für die vielen, denen das alles noch unheimlich ist und manches zu schnell geht.

Wir bitten darum, dass wir alle achtsam bleiben.

Wir beten für alle, die an Covid19 oder anders schwer erkrankt sind;
für die vielen Corona-Toten weltweit - in Brasilien, der Ukraine, in Russland und bei uns -
und für die Menschen, die um sie trauern.

Wir beten für die Kinder, Frauen und Männer, die auf der Flucht sind,
die sich auf den gefährlichen Weg nach Europa machen, für die Flüchtlinge in Lateinamerika und überall, wo Menschen ihre Heimat verlieren.

Wir beten für alle, die sich einsetzen für mehr Gerechtigkeit
zwischen allen Menschen, egal woher sie kommen und wie sie aussehen oder welche Sprache sie sprechen.

Wir beten für uns alle - stärke unseren Glauben, lass uns wach bleiben für die Nöte um uns und weltweit. Gib uns Kraft für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung deiner Schöpfung einzutreten. Amen

Freitag, 26. Juni 2020

Der Kindergarten in Quilmes/Argentinien ist geschlossen, die Beratung der Mütter geht weiter

Lebensmittelpakete werden gepackt
Die Frauenarbeit des GAW unterstützte im vergangenen Jahr die Beratung von Frauen in Armutsvierteln in Buenos Aires. Wie wichtig diese Arbeit gerade jetzt ist, berichtet die Leiterin der Kindertagesstätten in Quilmes, Claudia Lohff-Blatezky: "In vielen Teilen Argentiniens gibt es allmähliche Lockerungen, mit den entsprechenden präventiven Auflagen, aber im Großraum Buenos Aires, mit seinen zahlreichen Elendsvierteln ist überhaupt nicht daran zu denken. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ist gleichbleibend hoch, und deshalb sind hier die Beschränkungen nach wie vor sehr umfassend.

Wo eine vielköpfige Familie in einer Hütte zusammengedrängt leben muss und die sanitären Einrichtungen völlig unzureichend sind, sind Infektionen ja auch kaum zu vermeiden. Die staatlichen Stellen versuchen so gut wie möglich, die Versorgung zu garantieren. Aber gerade jetzt kann man erkennen, bis zu welchem Grad das Bestehen und die Zustände in den Elendsvierteln über Jahrzehnte als gegeben, ja fast als "Lokalkolorit" hingenommen wurden. Kein politisches Programm der letzten Jahrzehnte setzte die Verbesserung der Lebensbedinungen der ärmsten Bürger ganz oben auf die Agenda.

An eine Wiederaufnahme der Betreuungsaktivitäten - wie insgesamt des Schul- und Kindergartenalltags ist nicht zu denken. Gerade in den staatlichen Schulen und Kindergärten sind die Räume in aller Regel überbelegt und die Sanitäreinrichtungen unzureichend; viele Einrichtungen haben regelmäßig Probleme mit der Wasserversorgung. Dazu kommt, dass der Großteil der Familien auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen ist, weil der Besitz und die Unterhaltung eines Autos weit außerhalb ihrer finanziellen Möglichkeiten liegen. Und gerade ein überfüllter Bus oder Zug - zu „normalen“ Schulzeiten die Regel - ist ein besonders problematischer Ansteckungsfaktor.
Außerdem beginnt bei nun der Winter. Erkältungen, Katarrhe und grippale Infekte nehmen zu, besonders in den Familien, die in ungenügend isolierten und kaum heizbaren Hütten wohnen.

Mütter kommen, um Lebensmittelspenden abzuholen
Die Versorgung mit drei Mahlzeiten am Tag ist zwar bei Weitem nicht der einzige Aspekt unserer Arbeit mit den Kindern, aber ein elementar wichtiger. Deshalb verteilen wir seit Mitte März in regelmäßigen Abständen Lebensmittel an die Familien unserer Kindertagesstätten. Von einem zwei- sind wir zu einem dreiwöchigen Rhythmus übergegangen, denn für viele alleinerziehende Frauen ist der Weg zu uns mit großen Schwierigkeiten verbunden. Außer Lebensmitteln werden auch von der Schulbehörde erstellte Broschüren ausgegeben, zur Unterstützung der Aktivitäten, die die Erzieherinnen per Whatsapp an ihre Gruppen weiterleiten. Der Kontakt über dieses Medium wird immer wichtiger. Leider gibt es in den Armenvierteln wenig Internet-Zugang.

Viele Familien sind zurzeit gänzlich ohne Einkommen, weil die informellen Einkommensquellen wie fliegender Verkauf, Putzstunden oder Hilfsarbeiten auf dem Bau gänzlich weggefallen sind. Es gibt besondere Sozialhilfeprogramme, aber auch hier ist Beratung und Unterstützung bei der Beantragung notwendig. Wir sind unglaublich froh, dass wir das mit unserem Beratungsteam leisten können. Und natürlich umfasst die Begleitung noch viel mehr als die Beantragung eines Hilfsprogramms. Besonders komplex ist die Situation der Frauen, die in Beziehungen mit Gewaltproblemen leben. Und das ist nur eines von zahlreichen Problemsituationen, die durch die besonderen Umstände verschärft werden.

Die Unterstützung durch die Frauenarbeit hat in diesem Kontext für uns ebenso eine noch viel größere Bedeutung. Es ist tröstlich, dass wir durch sie im Stande sind, "unseren Familien" nahe zu sein. Dafür sind wir zutiefst dankbar!

Donnerstag, 25. Juni 2020

In diesem Jahr fällt die Evangelisationswoche wegen COVID-19 in Dziegielów aus

In diesem Jahr fällt die Evangelisationswoche
in Dziegielów aus
Wie in vielen Kirchen, so hat die Coronakrise die Evangelische Kirche A.B. in Polen herausgefordert und auch Innovationsprozesse ausgelöst. Vieles, was vorher digital nicht denkbar war, geht plötzlich. Viele Formate wurden ausprobiert, um Gemeinden nach wie vor zu sammeln.

Inzwischen sind die Grenzen zu Polen wieder geöffnet. Schlesien ist derzeit die Region, in der es die meisten Infektionen gibt (ca. 200 Neuinfektionen pro Tag). Ansteckungen in den Bergwerken dort sind eine der Gründe. In den Schulen wird bis Ende des Schuljahres online-Unterricht stattfinden.

Wie viele Großveranstaltungen in anderen Kirchen, so musste die landesweite Evangelisierungswoche in Dziegielów de lutherischen Kirche abgesagt werden. Bisher nahmen jedes Jahr etwa 12.000 Erwachsene und fast 4.000 Kinder und Jugendliche teil. Auf Grund von COVID-19 wird es online durchgeführt. Insgesamt werden derzeit rund 55 Stunden online-Programm vorzubereitet. Unabhängig von Wohnort, Mobilität und Zeit können so eventuell noch mehr Menschen teilnehmen.

Gottesdienste dürfen wieder normal stattfinden, wenn ein Mindestabstand zwischen den teilnehmenden Personen eingehalten wird und alle Gottesdienstbesucher*innen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Auch Abendmahl ist wieder möglich, wenn es Einzelkelche gibt, der oder die Geistliche einen Mund-Nasen-Schutz tragen, alle am Abendmahl teilnehmenden ihre Hände desinfiziert haben, Abstand halten etc.

Die Evangelische Kirche A.B. hat sich zudem an der Solidaritätskollekte der GEKE im Rahmen der Coronakrise beteiligt und 3.300 Euro für Lesbos und Aleppo gesammelt.

(Quelle: Newsletter der Ev. Kirche A.B. aus Polen)

Im kommenden Jahr wird die Sanierung des Zentrums für Mission und Ökumene in Dziegielów durch das GAW unterstützt (PK 2021 mit 20.000 €). Das Zentrum muss nach 30 Jahren intensiver Nutzung saniert und den Brandschutzvorschriften angepasst werden. Zusätzlich ist die Installation einer Photovoltaikanlage geplant, um den CO2-Ausstoß zu verringern. www.cme.org.pl

Mittwoch, 24. Juni 2020

In Caranavi in Bolivien soll das Gemeindezentrum fertiggestellt werden - gerade jetzt in der Coronazeit

Im Mädcheninternat "Centro Verena Wells" sind die pädagogischen Aktivitäten für die Mädchen unter den gebotenen Sicherheitsmassnahmen wieder aufgenommen worden," schreibt Pastor Emilio Aslla Flores von der lutherischen Kirche in Bolivien, der von der Kirchenleitung für die Projektbegleitung zuständig ist. Zudem ist er für das GAW der Ansprechpartner in der Projektabwicklung.

Das Internatsgebäude befindet sich auf dem Gelände der lutherischen Kirchengemeinde in Caranavi. Es ist eines der wichtigsten Bildungsprojekte der Kirche. Indigene Mädchen vom Land haben oft wenig Chancen auf eine bessere Bildung.  

Mädcheninternat; davor das Gemeindezentrum
Die Gemeinde selbst gründete sich 1954 und hat inzwischen über 100 Glieder.

2014 stürzte eine Seitenwand der lutherischen Kirche ein. Inzwischen steht der Rohbau des neuen Gemeindezentrums. Das Haus ist auch für das Mädcheninternat von großer Bedeutung. Im zweiten Stock sollen Seminarräume entstehen, die gebraucht werden, um die Bildungsangebote sowohl für die Mädchen, die Gemeindeglieder als auch für die gesamte Kommune erweitern zu können. 

Für die Fertigstellung des Gemeindezentrums sammelt das GAW in diesem Jahr 27 000 €.

Dienstag, 23. Juni 2020

Die Kirche zieht nach der Sanierung die Aufmerksamkeit der Passanten auf sich! Ein Ort der Mission!

Mit Mitteln aus dem Projektkatalog 2015 konnte die Reparatur des Hauptturms der Kirche in Žatec der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder (EKBB) in Tschechien repariert werden.

"Vielen Dank für Ihre großzügige Spende, die zur Reparatur des Hauptturms unserer Kirche," schreibt Kurator Ivo Valášek. "Unsere Kirche befindet sich an der Kreuzung der Hauptstraßen der Stadt und zieht die Aufmerksamkeit von Passanten auf sich. Dies gilt insbesondere jetzt, da die Kirche schrittweise repariert wird. Infolgedessen sehen wir zum Zeitpunkt des Gottesdienstes, wenn die Kirche geöffnet ist, eine erhöhte Anzahl von Besuchern. Die Kirche selbst und die Ereignisse um sie herum sind eines der wichtigsten Missionsinstrumente unserer Gemeinde. Jedes Jahr findet in der Kirche ein ökumenischer Mitternachtsgottesdienst statt, an dem alle protestantischen Kirchen der Stadt teilnehmen. Hier finden auch klassische Musikkonzerte statt. Die Kirche ist auch während der jährlichen Kirchennacht von großem Interesse, in der viele Gespräche geführt werden können. Nochmals vielen Dank für die großzügige GAW-Spende in Höhe von 10.000 €!"

Pfingsten war in Kroatien die Kollekte besonders hoch!!!

Erzsébet Kanalas von der Reformierten Christlich Calvinistischen Kirche berichtet über die Coronazeit: 

"In der zweiten Märzwoche haben wir in Kroatien die Corona-Krisensituation richtig zu spüren bekommen. Dann hatte sich alles verändert. Da gin dann alles so rasch, dass kurzfristig die landeskirchliche Frühlingskonferenz abgesagt wurde. 

Am 15. März wurden die Gottesdienste noch in den Kirchen bzw. Gemeindehäusern gehalten, aber eine Woche später war das nicht mehr möglich: alle Versammlungen wurden untersagt. 

Ab Palmsonntag wurden dann Online-Gottesdienste organisiert, für jeden Sonntag und jeden kirchlichen Festtag, speziell für unsere Landeskirche. Unsere Pfarrer und Pfarrerinnen wechselten sich im Dienst, die Aufnahme des Videos erfolgte immer mindestens einen Tag vor der Sendung. Bischof Péter Szenn und seine Frau Vanda Szenn (ebenfalls Pfarrerin), die Kantorin Zsuzsanna Kettős und der Vikar Gergő Svandtner (verantwortlich für Technick und für die Nachfolgearbeiten) waren bei jeder Aufnahme dabei. Die Sendung des Gottesdienstes erfolgte dann sonntags oder festtags immer um 10 Uhr durch die offizielle Facebook-Seite der Kirche. 

Die jüngeren Kirchenmitglieder wurden gebeten, die Online-Gottesdienste auch ihren älteren Nicht-Facebookbenutzer-Familienmitgliedern zugänglich zu machen. 

Natürlich konnten auf diese Weise nicht alle Leute, die sonst regelmäßig zur Kirche gehen, am Gottesdienst „teilnehmen“ , viele aber schon – sogar auch andere, die sonst keine Kirchgänger sind. 

Eine andere Möglichkeit war und ist noch immer die Übertragung von reformierten Gottesdiensten im ungarischen Fernsehen. 

An den Beerdigungen durfte während dieser Zeit nur eine sehr begrenzte Zahl von Menschen anwesend sein (am Anfang nur die enge Familie, später schon etwas mehr). Der Religionsunterricht in den Schulen erfolgte - anderen Schulfächern ähnlich - online, Religionsunterricht in der Gemeinde musste pausieren. Seit ein paar Wochen können die Kinder wieder in die Schule, aber nur die ganz Kleinen (Klassen 1-4) - die größeren müssen das Schuljahr mit digitalen Methoden beenden. 

Seit Pfingsten gibt es wieder Gottesdienste „live“. Schutzmasken im Gottesdienst sind nicht obligatorisch, aber jeder muss sich am Eingang der Kirche die Hände desinfizieren, und während des Gottesdienstes einen 1,5-Meter-Abstand von den anderen halten. Die Kirchenbänke müssen immer am Tag vor dem Gottesdienst mit einem Desinfektionsmittel abgewischt werden. 

Wir freuen uns sehr, dass wir wieder in die Kirche dürfen! 

Am Ende ein rührendes Erlebnis: die Pfingstkollekten waren in einigen Gemeinden viel höher als sonst, denn einige (nicht viele!) Kirchenmitglieder haben ihre Kollekten jeden Sonntag zu Hause gesammelt, als wären sie normal zur Kirche gegangen. Pfingsten haben sie die ganze gesammelte Summe in die Kollektenkasse gelegt.

In unserer Kirche gab es bisher - so viel ich weiß - keine infizierte Personen."

Die Projekte, die in diesem Jahr in Kroatien unterstützt werden: https://gustav-adolf-werk.1kcloud.com/ep1Ezbrv/#86

Montag, 22. Juni 2020

Die direkte Begegnung fehlt...

Pause in der Schule in Belén - vor der Coronakrise
Lateinamerika entwickelt sich immer mehr zum Brennpunkt der Corona-Pandemie. Neben Brasilien ist auch Chile sehr betroffen. Bis zum 21. Juni wurden 242.355 Infizierte und 4.479 Todesfälle gemeldet. Das Krisenmanagement in Chile gerät unter Druck. Die ansteigenden Zahlen der Infizierten führten letztlich zur Entlassung des Gesundheitsministers.

Pastor Meckel von der lutherischen Versöhnungsgemeinde in Santiago de Chile schreibt:

"Die Zahlen der mit dem Coronavirus Infizierten in Chile sind nach wie vor besorgniserregend.  Am vergangenen Wochenende wurde der Gesundheitsminister ausgewechselt. Ob das Hilfe bringen wird?
Jedenfalls ist auch unser privater Eindruck, dass die Quarantäne immer weniger eingehalten wird - auch hier in Las Condes (einem "besseren" Stadtteil von Santiago): Beim Bäcker meinten sie gestern, das Geschäft laufe eigentlich "wie immer".
Für die Familien in Belén im Armenviertel in Villa O´Higgins in Santiago liegen natürlich die wirtschaftlichen Sorgen obenauf. 
Mit 300 Lebensmittel-Cajas wollen wir nun als Versöhnungsgemeinde etwas Linderung schaffen. Die Spendenaktion dafür läuft sehr gut.
Den meisten in der Versöhnungsgemeinde geht es wirtschaftlich (noch) ganz ok, aber die nun schon seit Monaten bestehende Ausgangs- und Kontaktsperre macht vielen zu schaffen. Ab nächster Woche darf man nur noch zweimal aller acht Tage das Haus bzw. das Grundstück verlassen. Das ist sehr streng.
Hinzu kommen das Beschulen der Kinder neben der eignen Arbeit, das Fehlen einer Perspektive, wann es einmal zu Ende ist und weitere Sorgen...Trotzdem sind die meisten von uns im Großen und Ganzen natürlich sehr privilegiert - das ist wirklich anders als in Belén! 
In der Gemeinde gibt es viele Kontakt über Telefon und die neuen Medien. Aber die direkte Begegnung fehlt allen!"

In Ländern wie Chile werden durch die massiven Unterschiede zwischen Arm und Reich die Auswirkungen der Coronakrise besonders deutlich. Corona galt anfangs als Krankheit der Reichen. Nun ist sie in den Armenviertel angekommen und die Folgen dort sind noch gravierender für die Menschen.

Samstag, 20. Juni 2020

"Christen in der Diaspora sind keine Randgruppe, sondern die Mitte der Gesellschaft." (Prof. Dr. K. Fitschen)

Prof. Dr. Klaus Fitschen
"Man muss den Diasporabegriff ... füllen und nicht einfach mit dem biblischen Sprachgebrauch rückkoppeln. Minderheiten spielen in modernen Gesellschaften eine nicht unwichtige Rolle, Toleranz gilt unbedingt auch für sie, und Diversität ist eines der Kennzeichen einer Zivilgesellschaft. Gerade weil Religionsgemeinschaften klein sind, sollten sie sich gegen die Unsichtbarmachung durch einen laizistischen Staat verwahren

Ich würde darum den Diasporabegriff auch als „Aussaat“ und nicht als „Zerstreuung“ verstehen. Auch das aber ist von den äußeren Gegebenheiten abhängig und sieht in Russland gewiss anders aus als in Frankreich. Die Minderheitenexistenz ist eine Aufgabe und keine Beschränkung, könnte man sagen. Darum ist Solidarität innerhalb der evangelischen Kirchen auch so wichtig, die nicht nur finanzieller Art sein, sondern auch in der Ermutigung zu einer selbstbewussten Existenz bestehen sollte. In Gesellschaften wie der Deutschen sind die Kirchen auch in einer Minderheitenposition wichtige Träger der Zivilgesellschaft, und sie werden es noch lange bleiben, sofern sich das politische Klima nicht radikal ändert. In manchen anderen Ländern können sie das gar nicht sein, weil sich gegen alle Hoffnung in Ost- und Ostmitteleuropa wieder autoritäre Regime etabliert haben oder diese Kirchen einfach viel zu klein sind.

Eine Theologie der Diaspora ist in jedem Falle eine kontextuelle Theologie, die sich
bewusst ist, dass das Christentum nicht durch die schiere Masse seiner Gläubigen einen Einflussfaktor darstellt. Das kann dann immerhin auch davor bewahren, dass man sich primär als einen solchen Einflussfaktor ansieht. Was es auszusäen gilt, ist ja das Evangelium, auch wenn man selbst als Diaspora, zerstreut also, unter säkularen Menschen lebt. Die Kirche ist letztlich gewiesen an die Welt, die der Botschaft von Jesus Christus bedarf, auch wenn sie sie nicht mehr hören will. Eine Theologie der Diaspora ist insofern auch eine Theologie der Beharrlichkeit, die aus dem Befund, eine Minderheit zu sein, nicht vorschnell den Schluss zieht, es würde reichen, sich nur mit sich selbst zu beschäftigen. Als jemand, der versucht, Theologiestudierende auf ihre Zukunft in Schule und Kirche vorzubereiten, ist mir das ein wichtiges Anliegen: Christen in der Diaspora sind keine Randgruppe, sondern die Mitte der Gesellschaft." 
(Prof. Dr. Klaus Fitschen, "Graswurzel oder Heiliger Rest? - Auf dem Weg zu einer Theologie der Diaspora", in demselben Buch, S. 141, Leipzig 2020)

Der Band "Graswurzel oder Heiliger Rest?" (Hg. Gabriele Wulz und Klaus Fitschen) ist im Verlag des GAW zu bestellen zum Preis von 9 €!

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Donnerstag, 18. Juni 2020

Solidarität in der Coronakrise ist das Gebot der Stunde

Martin Junge in der digitalen Konferenz des LWB
Der Generalsekretär des Lutherischen Weltbundes beschrieb das Auftauchen des Coronavirus in aller Welt als eine existenzielle und spirituelle Herausforderung. Sie zeige, was das politische, gesellschaftliche, wirtschaftliche, spirituelle und ökologische Gefüge unserer Gesellschaften und der Menschheit als Ganzes zusammenhält. „Wo der Zusammenhalt schon schwach war, sorgt COVID-19 jetzt dafür, dass alles auseinanderfällt“ und „wir erleben gerade erst den Anfang eines starken wirtschaftlichen Abschwungs weltweit."

Neue Denkweisen seien notwendig nicht nur in Bezug auf aufkommende theologische Fragestellungen, wie die Kirche Kirche sein kann, wenn die Menschen nicht persönlich zum Gottesdienst, zu Gesprächskreisen und zum Dienst zusammenkommen können, sondern auch in Bezug auf das diakonische Engagement und die finanzielle Lage von Kirchen, unabhängig davon, ob diese sich auf die Einnahmen aus der Kollekte am Sonntag oder andere Einkommensquellen stützt.

Der LWB sei abhänig von seinen Mitgliedskirchen und andere Finanzierungspartnern. Unsicher bleibe es, zu prognostizieren, wie sich das auf die Arbeit des LWB auswirken werde. Genau deshalb sei es geboten, so Junge, „zu lernen, wirklich global und auf polyzentrische Art und Weise zu funktionieren und zu interagieren“.

Die Isolation der Menschen, Hunger, Gewalt und Traumata/psychische Gesundheit sind in vielen Kirchen zentrale Themen, mit denen sie sich neben dem wirklich großen Bedarf an theologischer und pastoraler Unterstützung und diakonischem Engagement in ihrer laufenden Arbeit befassen müssten. Menschen, die mit Arbeitslosigkeit, Hass, Fremdenfeindlichkeit, anhaltender Armut, einer möglichen Hungersnot, vermehrter Gewalt gegen Frauen und einer Vielzahl von weiteren furchtbaren Prognosen konfrontiert sind, „erleben einen Schock nach dem anderen, ohne dazwischen Zeit für Heilung zu haben oder das Erlebte verarbeiten zu können“.

Deshalb sei Solidarität miteinander in dieser Coronakrisenzeit das Gebot der Stunde, um Anteil zu nehmen und Hoffnung zu stiften.

(Quelle: LWB)

Mittwoch, 17. Juni 2020

Vertraut den neuen Wegen

Ev. Gottesdienst im Pfarrgarten Feld am See mit Michael Guttner
Pfarrer Michael Guttner aus Feld am See in Kärnten von der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich hat in seinem Gemeindebrief die Coronazeit der letzten Wochen wie folgt in einem geistlichen Wort aufgenommen. Michael Guttner ist gleichzeitig Generalsekretär des Gustav-Adolf-Vereins in Österreich und direkter Ansprechpartner für das GAW:


„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist!“ – so lautet der Text eines Liedes aus dem Evangelischen Gesangbuch. 
Die letzten Monate seit dem Ausbruch der Corona Krise haben dazu geführt, dass im Grunde Alle neue Wege gehen mussten. Kindergärten, Schulen, Ämter, Geschäfte, Gasthäuser, Hotels und Grenzen wurden geschlossen. Neue noch unbekannte Wege mussten begangen werden: Die Schule zu Hause. Arbeit im Home Office. Abstand halten und Distanz. Große Herausforderungen für die Menschen und in der Folge auch noch unübersehbare wirtschaftliche Auswirkungen für sehr viele Menschen. 


Auch das kirchliche Leben war in diesen Monaten sehr eingeschränkt. Keine Taufen und keine Hochzeiten. Viele Taufen und Hochzeiten standen in meinem Kalender und werden im Sommer und Herbst nachgeholt werden. Schmerzlich haben wir erfahren müssen, dass wir nicht in der uns vertrauten Art und Weise von lieben Menschen Abschied nehmen konnten. Wir konnten seit Mitte März keine Gottesdienste in den Kirchen feiern. Die Konfirmation und die Goldene Konfirmation wurden in den Herbst verlegt. 

„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt sich regen, weil Leben wandern heißt!“ fährt das Lied fort. Wir haben so auch neue Wege im kirchlichen Leben gesucht und gefunden. Wöchentlich wurden auf der Facebook Seite der Evangelischen Pfarrgemeinde biblische Texte und Andachten gestellt. 

Vermehrt gab es auch im Fernsehen und im Internet Angebote zu Gottesdiensten. Bischof Michael Chalupka schrieb in der Karwoche einen Brief an alle Evangelischen mit einer Vorlage zu Hausandachten. 

Mitte Mai war es möglich, auch wieder – wenn auch eingeschränkten Bedingungen – Gottesdienste zu feiern. Da in den Kirchen nur eine beschränkte Zahl von Gottesdienstbesuchern mit Mundschutz und Abstand zugelassen wurden, verlegten wir die ersten Gottesdienste ins Freie. Die Gottesdienste wurden in den Friedhof, auf den Kirchenplatz und in den Pfarrgarten übertragen. Neue Wege, die gut angenommen wurden. 

Ab Juni wollen wir versuchen, unsere Gottesdienste wieder zu den gewohnten Zeiten in der Kirche zu halten. Und wenn es nicht möglich ist – ganz im Sinn des Liedes „Vertraut den neuen Wegen!“ feiern wir die Gottesdienste weiterhin in der schönsten Kathedrale der Welt in Gottes freier Natur." 


Dienstag, 16. Juni 2020

Wir spüren die seelischen und körperlichen Folgen der Coronapandemie in unseren Gemeinden...

Jugendtreffen in Rát - vor Corona...
Laut Statistik der ukrainischen Regierung wurden am 15. Juni knapp 32.000 COVID-19 Infizierte in der ganzen Ukraine gemeldet. 901 Menschen starben am Virus.Die Quarantänemaßnahmen trafen viele Ukrainer hart. Die Arbeitslosigkgekeit ist massiv an gestiegen. Darunter sind auch viele ukrainische Arbeitsmigranten, die ihre Jobs in Polen und anderen Ländern verloren haben. Es gibt nur sehr geringen Möglichkeiten des Staates zur Abfederung der sozialen Folgen der Krise und die Tatsache, dass die wenigsten Ukrainer über größere finanzielle Reserven verfügen, um eine längere Zeit ohne Einkommen durchzuhalten.

"In Transkarpatien stehen wir immer noch auf der Liste der Regionen, die nicht für die zweite Stufe der Lockerung der Quarantänemassnahmen bereit sind. Die Statistik der Infizierten ist in unserer Regionen sehr hoch. Die Menschen leiden spürbar. Das merken wir in unseren Kirchengemeinden.  Psychische Erkrankungen werden mehr. Wir können uns nicht vorstellen, was später sein wird. Die Pandemie hat bei den Menschen in unserer Region viele körperliche und seelische Probleme verursacht. In einem Land wie der Ukraine wird es länger dauern, diese Quarantänezeit zu verlassen.

Wir beten für uns alle und für die ganze Welt, dass Gott mit uns sein möge." Schreibt die Sekretärin im Bischofsbüro Kristina Bado an die Partner der Reformierten Kirche in Transkarpatien.

Das GAW unterstützt die Refomrierte Kirche in Transkarpatien - eine Kirche, die dringend auf unsere Solidarität angewiesen ist.

Das Jugendzentrum in Rát muss saniert werden. Dafür sammelt das GAW in diesem Jahr Mittel: https://gustav-adolf-werk.1kcloud.com/ep1Ezbrv/#184

Montag, 15. Juni 2020

COVID-19 in Bolivien - das Gesundheitssystem kollabiert, besonders in Santa Cruz

"Liebe Freundinnen und Freunde, bitte vergesst nicht, eure Gesichtsmasken aufzusetzen, besonders wenn Ihr auf die Straße geht, wenn ihr mit dem Bus fahrt, im Supermarkt seid, oder wenn ihr zur Bank geht oder einen Gottesdienst besucht. Haltet immer Abstand! Wascht eure Hände regelmäßig! Geht nur raus, wenn ihr unbedingt müsst! Unsere Gesundheit hängt von uns allen ab, und dass wir verantwortlich handeln! Pass auf dich und andere auf!" - Diese Sätze stammen nicht von unserer Bundeskanzlerin oder Ministerpräsidenten oder einem prominenten Virologen, um auf das hinzuweisen, was wir alle tun können, um gegen das Virus, das die Welt in Atem hält, etwas zu tun. Jeder und jede ist gefordert.

Diese Worte stammen vom ehemaligen Kirchenpräsidenten der lutherischen Kirche in Bolivien, Emilio Aslla Flores. Er lebt selbst in El Alto auf 4.000 m über N.N.. Hier befinden sich in dieser wachsenden Stadt oberhalb von La Pz über 10 lutherische Gemeinden. In El Alto spielt sich das Leben auf den Strassen ab. Es ist eng. Die Leute müssen arbeiten, denn sonst können sie nicht überleben. Sie leben in der Regel von informeller Arbeit. Zu Hause in ihren Hütten ist es beengt. Durch all das sind sie besonders gefährdet. 

Am 11. Juni wurde gemeldet, dass innerhalb von 24 Stunden 600 neue Infektionen gemeldet wurden. 

Offiziell sind in Bolivien am 14. Juni 18.459 Menschen am Virus erkrankt. 617 Menschen seien an Corona gestorben (www.el.deber.com.bo). In der vergangenen Woche hat die Regierung leichte Lockerungen der strikten Quarantäne erlassen. Santa Cruz als am stärksten betroffene Stadt bleibt aber noch unter strengeren Quarantäneregeln. Hier sind die Krankenhäuser überfüllt. Das Gesundheitssystem kollabiert. Ärzte sagen, dass die offiziellen Zahlen nicht die Realität wiedergeben. Die Zahlen seien wesentlich höher. 

Die Situation in ganz Lateinamerika in Bezug auf COVID-19 ist schlimm. 

Die lutherische Kirche in Bolivien ist eine indigene Kirche. Die Mehrheit sind arme und marginalisierte Menschen, die besonders anfällig sind für einen Virus wie COVID-19. 

In diesem Jahr unterstützt das GAW das Mädcheninternat der Kirche und braucht dafür Hilfe: https://gustav-adolf-werk.1kcloud.com/ep1Ezbrv/#24