Donnerstag, 4. Juni 2020

Eindrücke aus der Coronazeit aus Kasachstan

Pastor Zhanibek Batenov
Pastor Zhanibek Batenov von der lutherischen Kirche Kasachstans berichtete aus Nur-Sultan, dass er zwar noch Gottesdienst feiern könne, am Sonntag aber nur er, die Küsterin und ein Besucher dort waren. Es galt bisher eine strikte Quarantäne in Nur-Sultan und Almaty. Das gemeindliche Leben sei fast zum Erliegen gekommen. Der Ausnahmezustand sei nun allerdings aufgehoben, die Kontaktbeschränkungen  bleiben aber bestehen. Ab 24. Mai konnten wieder Gottesdienste unter Einhaltung der geltenden Hygienebestimmungen gefeiert werden. Die Zahl der Infizierten wachse aber täglich. Was wir aus Ländern in Lateinamerika gehört haben, trifft scheinbar auch für Kasachstan zu, wenn Zhanibek sagt:„Es ist klar, dass wir nicht an dem Virus, sondern an Hunger sterben werden, wenn das Quarantäneregime verlängert wird.“ 

Im August sollte in der neu gebauten lutherischen Kirche in Nur-Sultan die neue Orgel, die mit großer finanzieller Unterstützung aus Deutschland angeschafft werden konnte  und sich noch in einer deutschen Orgelbauwerkstatt befindet, eingebaut werden. Für September war die Einweihung geplant. Fraglich ist, ob das stattfinden kann. 

Ebenfalls unklar ist, ob die für den 15. bis 17. September vorgesehene Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Kasachstan wird stattfinden kann.

Keine Kommentare: