Donnerstag, 2. Juli 2020

Die Coronapandemie macht uns große Sorgen in Brasilien

Gottesdienst in Joinville
"Die Coronapandemie macht uns in Brasilien weiterhin große Sorgen. Am 1. Juli waren 1.453.369 Millionen Menschen als infiziert gemeldet worden. 60.713 Menschen sind inzwischen gestorben. Im Süden des Landes ist es etwas besser als in anderen Regionen. In Rio Grande do Sul haben 636 Menschen das Leben verloren. In Sao Leopoldo mit seinen 250.000 Einwohnern gab es bisher 12 Tote," schreibt der Generalsekretär des brasilianischen GAW (OGA) Pastor Harald Malschitzky. Und er fügt hinzu: "Viele ältere Kollegen wie ich haben seit dem 20. März niemanden mehr besucht. Es gilt,  Gefahren zu vermeiden. Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen in Brasilien, die sehr sorglos mit der Situation umgehen - geschürt durch die aktuelle Regierung. Die Zentralregierung hat kein klares Konzept für effektive Maßnahmen. In den Einzelnen Bundesstaaten wird sehr unterschiedlich gehandelt. Dadurch ensteht ein unendliches Hin-und-Her."

Diakonische Hilfe durch OASE
Im Bundesstaat Santa Caterina hat die Matthäusgemeinde in Joinville das erste Mal wieder einen Präsenzgottesdienst unter Coronabedingungen gefeiert. Der Gottesdienst wurde gleichzeitig gestreamt.

OASE - die Frauenhilfe der lutherische Kirche in Brasilien - ist derzeit aktiv und hilft bei der Verteilung von Hilfsgütern für bedürftige Familien. "In Zeiten der sozialen Isolation ist es wichtig auf die Ärmsten zu schauen, die dringend Hilfe brauchen!" schreiben die verantwortlichen Frauen. 

Aus Brasilien werden im neuen Stipendiatenjahrgang keine Studierenden nach Leipzig kommen können. Diese Entscheidung mussten wir mit den brasilianischen Partnern schweren Herzens treffen. Immer noch gibt es ein Einreisestopp, der immer wieder verlängert wurde. Das ist für die Studierenden, die sich auf das Jahr in Leipzig vorbereitet haben eine schmerzliche Entscheidung.

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