Donnerstag, 9. Juli 2020

Doppelte Katastrophe in Brasilien - Corona und Unwetter in Santa Caterina

Unwetter in Santa Caterina
Die Nachrichten aus Brasilien bleiben erschreckend. Ständig steigen die Zahlen der Infizierten - mehr als 1,7 Millionen sind es inzwischen am 9. Juli. 68.055 Menschen sind gestorben. 

Uns erreicht die Nachricht, dass drei Pfarrerinnen aus der lutherischen Kirche Brasiliens (IECLB) erkrankt sind. Auch die Tochter der Kirchenpräsidentin Pastorin Silvia Genz hat sich infiziert. Sie arbeitet in einem Krankenhaus in Porto Alegre. Auch wenn der brasilianische Präsident nach wie vor COVID-19 als leichte Grippe herunterspielt, so sprechen die Zahlen eine andere Sprache. Nach wie vor gehen zudem Experten davon aus, dass die wirkliche Zahl weit höher liegt, denn viele Menschen können kaum die Quarantäne einhalten. In den Armenvierteln leben die Menschen von informeller Arbeit. Sie müssen raus und versuchen, Geld zu verdienen. 

Jetzt schreibt der Generalsekretär der GAW-Partnerorganisation OGA der IECLB Pastor Harald Malschitzky noch dazu: "Mitten in der Pandemie hatten wir in der vergangenen Woche ein sehr großes Unwetter, besonders in Santa Catarina. Tausende Häuser sind beschädigt. Laut Pressemeldungen haben 11 Menschen das Leben verloren. Inwiefern auch Gemeindebauten betroffen sind ist mir noch nicht bekannt. Sobald ich Informationen habe lasse ich es euch wissen."

Und weiter schreibt er bezogen auf die gesamte Situation seiner Kirche: "Bei alledem versuchen unsere Gemeinden, Pastorinnen und Pastoren, freiwillige MitarbeiterInnen zu helfen, wo es Not tut. Überall laufen Aktionen und Sammlungen um Altenheime, Arbeitslose, Obdachlose und Kindertagesstätten zu helfen... Andachten, Gebete, Gottesdienste, Live-online-Gespräche, Musik über Internet kommen uns allen entgegen. Und: Viele Menschen, auch über außerhalb unserer Kirche, werden erreicht."

Nicht nur materiell werden wir versuchen als GAW zu helfen. Gerade jetzt gilt es, für die Menschen zu beten und an sie zu denken, die sich infiziert habe - wie die drei Kolleginnen und die Tochter der Kirchenpräsidentin. Sie stehen für andere aus unserer Partnerkirche, die unter Corona leiden.

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