Mittwoch, 26. August 2020

Dürre und Corona haben den Neubau des Lutherzentrums in Lagao I in Esp. Santo verzögert

Bau des Lutherzentrums in Lagoa I (ES)
Es musste für die wachsende evangelisch-lutherischen Gemeinde in Lagoa I in Espiritu Santo in Brasilien ein neues Gemeindezentrum gebaut werden. Die Gemeinde spielt in dem harten Leben der Menschen eine wichtige Rolle. “Lutherzentrum” - so lautet der neue Name. Viel hat die Gemeinde selbst gemacht: 4.000 Ziegelsteine, Sand und Schotter wurden besorgt. Mit weiteren Aktionen wird weiterhin für die Fertigstellung des Zentrums gesammelt.

Die ursprüngliche Kostenanschätzung hat sich nun als ist viel zu gering erwiesen. Während der Bauzeit haben sich die Preise geändert. Es ist teurer geworden. Ein grosser Teil der Bauarbeiten sollte freiwillig geleistet werden. Das ließ sich auch nicht halten und es mussten Arbeitskräfte eingestellt werden. Eine große Dürre verschlechterte dann die wirtschaftliche Situation der Gemeinde -  und dann kam die Coronapandemie.

Aber: es ist deshalb ein Erfolg, dass der Rohbau des Lutherzentrums in Betrieb genommen werden konnte. Das kommt sehr oft vor besonders in den Neusiedlungsgebieten in Westparaná und im Nordwesten des Landes (Rondônia, z.B.). Das ist wiederum für die Gemeindeglieder  ein Ansporn den jeweiligen Bau fertigzustellen und sich dafür anzustrengen

Die evangelisch-lutherische Gemeinde in Lagoa I wurde 1917 als Predigtort gegründet. 1928 konnte die Gemeinde ihre Kirche bauen, die noch heute genutzt wird. 480 Mitglieder zählt die Gemeinde heute. Die meisten von ihnen sind Kleinbauern, die in dem hügeligen und nicht besonders fruchtbaren Land kleine Mengen Kaffee, Bananen, Yamswurzeln und Gemüse anbauen. Daneben betreiben sie in der Regel in kleinerem Umfang Viehzucht. 
Im
Jahr 2016 erlebte die Region Espíritu Santo eine Dürrezeit, die die Bauern sehr traf. Die Einkommen sind sehr bescheiden. Dennoch sorgen die Gemeindeglieder durch ihre monatlichen Beiträge dafür, dass die Kirchengemeinde ein lebendiger Glaubensort für sie ist und bleibt. Das brauchen sie in ihrem harten Alltagsleben. 

"Die Unterstützung durch das GAW war enorm wichtig. Wir bedanken uns als OGA gemeinsam mit der Gemeinde bei allen Spendern!" schreibt der Generalsekretär der OGA Pfr. em. Harald Malschitzky.

Das GAW hat im Projektkatalog 2018 11.000€ für dieses Zentrum gesammelt.

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