Freitag, 11. September 2020

Aus der reformierten Kirchengemeinde in Tiszacsege/Ungarn

Kinder-Sommercamp 2020
Ágota Dénes war vor fünf Jahren Stipendiatin des GAW in Leipzig und ist heute Pfarrerin in der reformierten Gemeinde in Tiszacsege (sprich: Tissotschege). Die Kleinstadt mit rund 5.000 Einwohnern liegt in Ostungarn an der Theiß (Tisza), in der Nähe der Stadt Debrecen. Schon im 16. Jahrhundert gab es in Tiszacsege eine reformierte Gemeinde, schreibt Ágota Dénes.

In Ungarn gibt es in den Schulen keinen staatlichen Religionsunterricht. Daher organisiert die Gemeinde den Unterricht selbst und stellt auch die Religionslehrerinnen an. Auch Pfarrerin Dénes unterrichtet Religion. 150 Kinder nehmen in 23 Gruppen am Unterricht teil. "Leider lassen sich von den Religionsschülern meist nur wenige konfirmieren. In diesem Jahr hatten wir sieben Konfirmanden. Wegen der Corona-Pandemie fand die Konfirmation erst Ende August statt", erzählt Pfarrerin Dénes.

Die Gemeinde hat auch einen eigenen Pflegedienst, der 150 pflegebedürftige Gemeindeglieder versorgt. Mit 24 Angestellten allein im Pflegedienst ist die Gemeinde ein wichtiger Arbeitgeber in der Kleinstadt. "Die Angestellten des Pflegedienstes haben in der Corona-Zeit einen außergewöhnlich guten Dienst gemacht. Sie haben regelmäßig die Körpertemperatur und den Gesundheitszustand der älteren Menschen überprüft. Bis heute gab es in der Stadt keine Corona-Fälle. Wir sind Gott sehr dankbar, dass er die Stadt und unsere Gemeinde in dieser schwierigen Zeit behütet hat."

Keine Kommentare: