Freitag, 4. September 2020

Online-Gottesdienste waren in der Slowakei erfolgreicher als manch Präsenzgottesdienst

Die slowakische Präsidentin mit dem Kabinett
Martin Kmec ist ehemaliger Stipendiat des GAW. Gerade hat er sein Theologiestudium beendet und wird bald das Vikariat beginnen. Er berichtet aus der Slowakei, dem Land mit den niedrigsten Todeszahlen für Covid19. Aktuell sind nur 37 Todesfälle gemeldet und 4.200 infizierte Personen.

Die Regierung nahm das Virus von Anfang an sehr ernst, schreibt er. Schon früh war der Mundschutz in der Öffentlichkeit verpflichtend. Sogar seine Zeugnisübergabe musste mit Mundschutz stattfinden,                                                                           obwohl sie draußen stattfand.

Die Gemeinde, 
zu der Martin Kmec in Bratislava gehört
Martin Kmec schreibt: "Im Frühling hatte ich Sonntag für Sonntag ein trauriges Gefühl, wenn ich eine geschlossene Kirche sah. Eine tolle Erfahrung aber war, dass die Gottesdienste im Internet oft von mehr Menschen gesehen wurden als zuvor! Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass wir die innovativen Methoden in der Kirchenarbeit brauchen und moderne Medien nutzen müssen." 

Inzwischen dürfen Gottesdienste vor Ort in den Kirchen gefeiert werden, seit kurzem auch ohne Beschränkung auf eine Höchstteilnehmerzahl. 

Doch das bringt neue Unsicherheiten zum Vorschein: "Trotzdem ist die Besucherzahl nach der Wiedereröffnung empfindlich gesunken und steigt nur langsam wieder an. Das kann aber auch an der Sommerzeit liegen. Das werden wir im Herbst genauer sehen. Hoffentlich bleiben die Menschen gesund und kommen wieder in ihre Kirche und bringen auch andere mit."

Keine Kommentare: