Montag, 19. Oktober 2020

Die Sanierung der Sanitäreinrichtungen im Internat in Hohenau/Paraguay ist fertig

neue Sanitäreinrichtungen in Hohenau
"Wir bedanken uns bei allen GAW-Engagierten für die Großzügigkeit eurer Spende für die Sanierung der sanitären Einrichtungen für das Evangelische Internat Hohenau!" schreiben Pfarrer Daniel Frankowski und der Präsident der Gemeinde Oskar Dickel. Im Projektkatalog 2018 hat das GAW 9.000€ sammeln können, um das Vorhaben zu unterstützen. "Die Hilfe kommt vielen Kindern und Jugendlichen unseres diakonischen Werkes zugute, das eine lange Tradition hat." 

Gegründet wurde das Internat in Hohenau bereits 1956 mit dem Ziel, der evangelischen „Landjugend“ eine hochwertige Bildung zukommen zu lassen. 300 Schüler besuchen die evangelische Schule. 40 Lehrer sind angestellt. Das Internat und die Schule sind offen für Kinder und Jugendliche unabhängig von ihrer Konfession.
vor der Sanierung

Der Gemeindeverbund Alto Paraná gehört zur Evangelischen Kirche am La Plata (IERP) in Paraguay. Zu ihm gehören sieben unterschiedlich große Gemeinden mit insgesamt 267 Familien. Die Gemeinde in Hohenau ist die größte von ihnen und zugleich die älteste evangelische Gemeinde in Paraguay. Eine ihrer Einrichtungen ist das Evangelische Internat Hohenau mit einer privaten Grundschule und einem Gymnasium. 

In Paraguay gibt es wie in den meisten lateinamerikanischen Ländern gravierende Unterschiede zwischen Arm und Reich. 40% der Bevölkerung sind im Alter bis 17 Jahren. Davon gelten mehr als 45% als arm und 26% als extrem arm. Ein einheitliches Bildungssystem wäre die Grundlage für die Weiterentwicklung der gesamten Gesellschaft. Das ist in Paraguay schwer durchzusetzen, da die Armut den sozial Benachteiligten den Zugang zu guter Bildung erschwert. So ist Chancengleichheit unmöglich. Auch in Hohenau gibt es Familien, die ihren Kindern keine gute Schulbildung ermöglichen können. Einige können kaum die Grundbedürfnisse der Familie decken. 

"Ohne die Hilfe des GAW wäre die Umsetzung der Sanierungsarbeiten nicht möglich gewesen!" schreibt Pfarrer Frankowski.

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