Mittwoch, 9. Dezember 2020

Wie Romeo seine Berufung fand - als Krankenpfleger bei der Diakonie in Rumänien

Romeo Csete ist Pfleger bei der häuslichen Pflege der Diakonie Cluj, die vom Jahresprojekt 2020 der Frauenarbeit des GAW unterstützt wird. Diesen Berufsweg schlug er ein, nachdem er die schmerzlichste Erfahrung seines Lebens machen musste. Erst verlor er, das Einzelkind, seinen Vater, dann auch noch seine Mutter. Er verfiel in Depressionen, zog sich zurück und widmete sich nur noch Computerspielen. 

"Damals hatte ich das Gefühl, dass niemand meine spirituellen Bedürfnisse verstand. Ich merkte, dass ich einen neuen Anfang und ein Ziel im Leben brauchte. Ich erinnerte mich daran, dass ich die Krankenschwestern beobachtet hatte, wie sie meine Mutter auf der Intensivstation pflegten, und wie berührt ich davon war. Ich sah, wie eine einfache Behandlung oder Berührung große Hoffnung geben kann", meint Romeo heute.

Er gab seinen Job als Kellner auf und fing eine dreijährige Ausbildung zum Krankenpfleger an. Seit Februar arbeitet er nun bei der Diakonie. Er ist für die Patienten in sieben Dörfern zuständig und widmet sich ihnen mit Hingabe. Wenn er bemerkt, dass eine Person zu große Sorgen hat vor einer Corona-Ansteckung, gibt er behutsam den Rat, sich nicht zu sehr mit negativen Dingen aufzuhalten, die Nachrichten abzuschalten, mit anderen Menschen in Verbindung zu bleiben und ihnen zu erzählen, wie es einem geht.

Er sagt: "Ich habe wirklich meine Berufung gefunden, jetzt, wo ich die Möglichkeit habe, mein Wissen und meine Erfahrung zu erweitern. Ich genieße die Möglichkeit, mit Patienten in Kontakt zu treten und sie zu behandeln und so die Gemeinschaft, in der ich arbeite, positiv zu beeinflussen."

Als er den Verdacht hatte, dass er sich mit Covid-19 angesteckt haben könnte, blieb er sofort zu Hause, um die Patienten zu schützen. Der Verdacht bestätigte sich. Jetzt nach mehreren Wochen der Genesung fühlt sich für ihn ein einfacher Spaziergang über den Hof zu Hause immer noch so an wie ein 90-minütiges Fußballspiel, mit Herzrasen und Erschöpfung. Wir wünschen Romeo, dass er bald wieder ganz gesund ist und Gottes Segen für seine Tätigkeit und dass er immer liebe und vertraute Menschen um sich herum hat!


Wir brauchen noch dringend Hilfe, um Projekte wie das, in dem Romeo arbeitet, zu unterstützen!

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