Mittwoch, 7. April 2021

Konfirmation woanders: Chile

Im Konfirmandenunterricht kann ich mit Gleichaltrigen über Gott sprechen

Mein Name ist Carolina und ich lebe in Santiago de Chile. Ich liebe den Konfirmandenunterricht, weil ich dort mit Gleichaltrigen über Gott sprechen kann. Auch wenn wir wegen der Pandemie Abstand halten müssen und manchmal keine Präsenzveranstaltungen machen können, haben wir es bisher geschafft, uns nah zu sein. Manche Veranstaltungen machen wir über Zoom.

Ein Höhepunkt unserer Konfizeit war das Zelten im Pfarrgarten. Wir haben die Taufe einer Freundin vorbereitet und über unsere Erlebnisse mit Gott gesprochen. Gott ist ein Licht in der Dunkelheit. Gott gibt unserem Leben einen Sinn. Er schenkt uns allen so viel Liebe und Fröhlichkeit. Dafür bin ich dankbar.
Carolina aus Santiago de Chile

P.S.: Zur Coronalage in Chile: Das Land gilt als Vorreiterland in der Impfkampagne. Mehr als fünf Millionen Menschen haben bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Geimpft wird nach einem recht einfachen Priorisierungsplan ohne komplizierte Terminvergabe. Dennoch häufen sich derzeit die Corona-Infektionen. Chile befindet sich wieder in einem harten Lockdown. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums gibt es in dem 19-Millionen-Einwohner-Land aktuell etwa 48.000 aktive Fälle – mehr als jemals zuvor. Insgesamt haben sich in Chile etwa eine Million Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Knapp 25.000 Menschen starben im Zusammenhang mit Covid-19. Die 7-Tages-Inzidenz liegt bei 253.
Die hohe Zahl an Neuinfektionen könnte mit den verwendeten Impfstoffen zusammenhängen. 60% der Impfdosen kommen aus China, 20% von Biontec/Pfizer und 20% von Astrazeneca. Der chinesische Impfstoff verhindert zwar schwere Verläufe, allerdings liegt der Schutz gegen eine Ansteckung nach einer brasilianischen Studie nur bei etwas über 50 Prozent. Zudem scheinen der Erfolg und die Schnelligkeit beim Impfen die Menschen sorgloser zu machen.

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