Montag, 26. April 2021

Mit Konfigabe und Nothilfe - das GAW unterstützt das Freizeitcamp in Kalamos seit 50 Jahren

Im Jahr 2017 ereignete sich in der beliebten Touristenregion Kalamos in Griechenland eine Brandkatastrophe. In der dicht mit Pinien bewaldeten Gegend geriet das Feuer wegen des starken Windes außer Kontrolle. Durch den Brand wurde auch das Feriencamp der Griechisch-Evangelischen Kirche zerstört. Das GAW unterstützte den Wiederaufbau mit einer Soforthilfe und nochmals mit dem Projektkatalog 2019.
Doch mit dem Camp selbst verbindet das GAW schon eine längere Geschichte.

Der Küsten- und Touristenort Kalamos liegt etwa 50 Kilometer von Athen. Hier besteht das Ferienzentrum der Griechisch-Evangelischen Kirche schon seit dem Jahr 1955. Im Jahr 1972 beschreibt das Faltblatt der Jugendgabe (Konfigabe) die Situation im Camp so: „Bis jetzt steht ein einfacher Flachbau mit Wirtschaftsräumen, der Küche und dem Speisesaal. Die Unterkünfte bestehen aus Betonfundament, das ein paar Eisenträger hält, und einem Dach darüber. Und die Wände? Die Jungen ziehen Segeltücher von Pfosten zu Pfosten. Das wär’s!“ Mithilfe der Konfigabe sollen noch einige feste Bauten errichtet werden.

1979 berichtet das Faltblatt der Jugendgabe vom Erfolg: „Im vergangenen Jahr wurde in Kalamos ein Haus fertig, in dem es zwölf Fünfbettzimmer und einen großen Speisesaal gibt, der auch als Aufenthaltsraum benutzt werden kann. Natürlich ist auch eine große Küche in dem Haus untergebracht worden. Es gibt Duschen und Waschräume, die auch von den Campern benutzt werden können.“
Doch es fehlte noch die gesamte Einrichtung: Es gab keinen Tisch, keinen Stuhl, kein Bett, keinen Schrank. Auch die Töpfe für die Küche und das Geschirr fehlten. So wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden mit der Jugendgabe des GAW wieder um Hilfe gebeten.

Kalamos ist ein Ort, wo jedes Jahr rund 700 Personen – Kinder, Jugendliche und Familien – an verschiedenen Angeboten teilnehmen. Darunter sind nicht nur Kirchenmitglieder, sondern u. a. auch Kinder aus bedürftigen Familien sowie Beteiligte eines Programms gegen Drogenabhängigkeit. In den letzten Jahren, als die Zahl der Flüchtlinge in Griechenland anstieg, wurde dieser diakonische Ansatz der Arbeit verstärkt ausgebaut. Das Freizeitzentrum in Kalamos ist sehr wichtig für die kleine Griechisch-Evangelische Kirche. Es schafft Verbindungen zwischen jungen Menschen, die sonst weit auseinander in der Diaspora leben. Auf das GAW ist Verlass, wenn es darum geht, diesen Ort zu stärken – das zeigt auch die gemeinsame Geschichte der letzten 50 Jahre.

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