Mittwoch, 18. August 2021

Brasilien: Haus der Hoffnung konnte auch während der Pandemie Familien helfen

Das Haus der Hoffnung in  Ceilândia
Ceilândia ist eine Satellitenstadt westlich der Hauptstadt Brasilia. In Ceilândia befindet sich mit Sol Nascente die zweitgrößte Favela Brasiliens. Sehr viele Familien in der Stadt sind auf soziale Hilfsprogramme angewiesen, denn sowohl die Arbeitslosigkeit als auch die Analphabetenquote sind sehr hoch. Die lutherische Kirche hat in der Stadt zwei Sozialwerke.

Im Freundesbrief, den wir jetzt aus "Casa da Esperança" (Haus der Hoffnung) erhalten haben, schreibt die Diakonin und Leiterin Elli E. Stoef von der aktuellen Situation.
"Das Jahr 2021 hat für uns mit der durch die COVID19-Pandemie bedingten Krisensituation begonnen. Die Arbeitslosenzahlen stiegen kontinuierlich, weshalb viele Menschen darauf angewiesen waren, sich ihr tägliches Brot auf dem informellen Arbeitsmarkt mit einem unsicheren und zum Überleben nicht ausreichenden Einkommen zu verdienen." Dank Spenden konnte das Haus der Hoffnung die betreuten Familien mit Lebensmittelpaketen, Hygieneartikeln etc. unterstützen. "Trotz der vielen Schwierigkeiten, wie z.B. fehlende Computer und unzureichende Internetzugänge, konnten in diesen Familien alle Schüler auch während des Lockdowns von zu Hause aus weiter lernen.
Unsere Kurse und die Sportgruppen durften wir leider auch im ersten Halbjahr nicht durchführen. Wir hoffen, dass der Präsenzunterricht mit unseren Schülern bald wieder erlaubt wird. Und wir bereiten uns jetzt schon darauf vor. Mit dem Fortgang der COVID-Impfungen und dadurch, dass bereits viele Menschen immunisiert sind, kehren die täglichen Abläufe langsam zurück und das Leben normalisiert sich allmählich."
Das Halbjahr konnte glücklicherweise dafür genutzt werden, Instandsetzungsarbeiten an den Anlagen durchzuführen, die für die Schulkinder vorgesehen sind. Besonders Stolz ist die Leiterin auf den Garten: "Auch in unserem Garten hat sich einiges getan, denn mit neuen Pflanzen verschönerten wir die Umgebung und können jetzt den Teilnehmern einen gemüticheren Platz für die Pausen bieten. Im Gemüsegarten produzieren wir Bio-Gemüse und Setzlinge zum Verkauf, was uns hilft, die Kosten für das Haus der Hoffnung zu decken." Die Frauenarbeit des GAW hat die Arbeit des Hauses immer wieder unterstützt, zuletzt im Jahr 2018.

Mit dem Projektkatalog 2015 half das GAW auch einem weiteren lutherischen Sozialwerk in Ceilândia, "Cantinho do Girassol“ (Sonnenblumenecke) bei der dringend notwendigen Modernisierung der Küche, wo in normalen Zeite" pro Tag 2.000 Mahlzeiten zubereitet werden.

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