Mittwoch, 22. Dezember 2021

Weihnachtsgrüße 2021 aus der weltweiten Diaspora

Weihnachtsbild von Isabel Graf
aus Argentinien

Erneut feiern wir in diesem Jahr Weihnachten unter Coronabedingungen. Kontakte sind eingeschränkt. Begegnungen nicht oder nur eingeschränkt möglich – gerade auch mit unseren evangelischen Partnern weltweit.  „Man kann sich kaum treffen. Dennoch gilt die Botschaft der Engel: ‚Fürchtet euch nicht!‘ Euch allen und euern Familien wünsche ich Gesundheit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein frohes neues Jahr 2022,“ schreibt der Leiter der Diakonie Kosovo Bernd Baumgarten.

Dass Furcht nicht unser Leben bestimmen möge, dass betont auch Bischof Alfred Eichholz von der lutherischen Kirche in Kirgistan.

Von Zuversicht spricht der Weihnachtsgruß aus dem Zentrum Evangelische Theologie Ost (ZETO) in Sibiu/Hermannsatdt in Rumänien, und dass Weihnachten Mut macht, diese Zuversicht in diesen herausfordernden Zeiten nicht zu verlieren.

Samule Misko – ehemaliger GAW-Stipendiat und Leiter der Diakonie in der Ostslowakei nimmt das auf und zitiert Martin Luther: „Wenn Christus zwanzigmal geboren wäre, so wäre es doch vergebens gewesen, wenn wir nichts davon wüssten.“ Dass Christus in uns geboren werde gerade „in diesen beschwerlichen Zeiten der Pandemie“ – das wünscht er uns allen. Und er schreibt: „Möge die Weihnachtsbotschaft Ihnen in Ihr Herz die Freude, Liebe und Sicherheit bringen, dass sich Gott von seiner Schöpfung nicht abgewendet hat und sein Sohn der Beweis seiner Liebe und Treue zum Mensch jederzeit ist.“

Bischof Scheiermann aus Omsk in Russland von der Evangelischen Kirche Ural, Sibirien und Ferner Osten (ELKUSFO) spricht dann von diesem Sohn Gottes als dem Licht, das Christus für uns alle in dunklen Zeiten sein möge. Und er kommt von diesem Wunsch zum Dank für die Verbundenheit im Glauben – sowohl geistlich als auch materiell.

Wie wichtig es ist, immer wieder an das Licht zu erinnern, das Christus für uns ist, das wird einmal mehr deutlich aus dem Weihnachtsgruß der Diakonie „Hora de Obrar“ der Iglesia Evangélica del Rio de la Plata (IERP):  „Ein herausforderndes Jahr geht zu Ende… Wir haben tiefgreifende Veränderungen erlebt, aber wir haben auch gesehen, wie Ungerechtigkeiten, Ungleichheiten und die Zerstörung unseres gemeinsamen Hauses fortbestehen. Und doch wird Jesus geboren und er lädt uns ein, wiedergeboren zu werden,“ so schreiben sie aus Buenos Aires. Und das sei die Möglichkeit, nachzudenken, was wir verändern können und die zu würdigen, die Solidarität leben. Weihnachten mache Mut, „für eine bessere Welt zu arbeiten.“

Aus Aleppo von der evangelischen Bethelkirche schreibt Pfarrer Haroutune Selimian und fragt, wie man unter den Bedingungen der Coronapandemie, der ökonomischen Krise und der Gewalt Weihnachten feiern kann. „Gottes Wort sollte uns ausrichten und Orientierung geben, auch wenn wir nur sehr eingeschränkt Weihnachten feiern können. Wir sind müde und entmutigt, dass wir uns nicht treffen können und immer auf den gegenseitigen Schutz bedacht sein müssen. All das, was wir mal gewohnt waren zum Weihnachtsfest – erneut müssen wir darauf verzichten. Bei all der getrübten Weihnachtsstimmung durch die Pandemie und die wirtschaftlichen Katastrophen – lasst uns umso mehr von Hoffnung, Frieden, Freude und Liebe sprechen, die von der Geburt Christi ausgeht! Gott verlässt uns nicht!“ – Das schreibt ein evangelischer Pfarrer der unter extremen Bedingungen Weihnachten zum wiederholten Male erlebt. Das lehrt Demut.

Weihnachten erneuert uns – gerade in schwierigen Zeiten. Hier bekommen wir „Hoffnung und die Verpflichtung, uns für eine menschliche und ökologische Welt einzusetzen, denn Gott ist mit uns!“ das schreibt Kirchenpräsident Leonardo Schindler von der IERP (Evangelische Kirche am La Plata).

Immanuel – Gott mit uns – das ist die Weihnachtsverheißung aus dem Jesajabuch. Dass sei unser Gebet zu Weihnachten.

Mit diesen ausgewählten Weihnachtsgrüßen unserer GAW-Partnerkirchen grüßen wir Sie alle von Herzen zum Weihnachtsfest und wünschen Ihnen Gesundheit, Zuversicht und den Segen Gottes, der alles umfasst, was wir zum Leben brauchen!

Pfarrer Enno Haaks, Generalsekretär

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