Montag, 28. Februar 2022

"In unserem Dorf gibt es keinen freien Platz mehr"

Bischof Sándor Zán Fábián

Bewegende Berichte aus Transkarpatien (Ukraine)

„Ich bitte jeden, ob Pastor, Kurator oder Presbyter, an seinem Platz zu bleiben“, wandte sich Sándor Zán Fábián, Bischof der Reformierten Kirche in Transkarpatien, mit einer bewegenden Rede an Geistliche und Gemeindevorstände. „Es besteht ein großer Bedarf an Verkündigung des Evangeliums, an Gottesdiensten und am Dienst, den wir für die Zurückgebliebenen leisten können. Lasst uns einander zuhören, menschlich, hilfsbereit und geduldig sein!“ 

Bischof Zán Fábian besuchte auch ein temporäres Aufnahmezentrum, das vom diakonischen Zentrum "Vifania" (Bethania) im Dorf Polyana im Bezirk Mukachevo für Flüchtlinge aus anderen Regionen der Ukraine eingerichtet wurde. Er überbrachte Lebensmittelpakete und schilderte die Notlage der Geflüchteten: „Es gab Menschen, die kaum mit mehr als einer kleinen Tasche oder einem kleinen Beutel angekommen sind.“ 

Hilfe aus der ungarischen reformierten Kirche
auf dem Weg nach Transkarpatien in der Ukraine
(Foto: reformatus.hu)
Pfarrer Ferenc Radvánszky aus Kosson/Mezőkaszony meldete am 27. Februar, dass das Dorf mit Flüchtlingen überfüllt sei. „Es gibt keinen freien Platz, weder in den Häusern noch in den Einrichtungen wie dem Kindergarten und der Schule. Unsere reformierte Gemeinde versucht seit zwei Tagen, mit Lebensmitteln zu helfen.“ Inzwischen hat sich im Dorf eine Hilfsgemeinschaft gegründet, die aus verschiedenen lokalen sozialen Einrichtungen besteht. 

Das GAW hat heute 5000 Euro überwiesen, die für die Hilfe in Transkarpatien bestimmt sind. Ihre Spende für die Nothilfe: https://www.kd-onlinespende.de/projekt-checkout.html?id=272 


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