Mittwoch, 16. März 2022

Ein Lied, um Wut und Schmerz auszudrücken

 


Für die Ukraine

(Komponist: Erkki-Sven Tüür)

Weh dem, der die Stadt mit Blut baut und richtet die Stadt auf mit Unrecht! (Habakuk 2,12)
— Gott, bewahre die Ukraine!
Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! (Jesaja 5,20)
— Gott, bewahre die Ukraine!
Weh dir, du Verwüster, der du selbst nicht verwüstet bist, und du Räuber, der du selbst nicht beraubt bist!
— Gott, bewahre die Ukraine!
Wenn du das Verwüsten vollendet hast, so wirst du auch verwüstet werden; wenn du des Raubens ein Ende gemacht hast, so wird man dich auch berauben. (Jesaja 33,1)
— Gott, bewahre die Ukraine!
HERR, sei uns gnädig, denn auf dich harren wir! Sei unser Arm alle Morgen, ja, unser Heil zur Zeit der Trübsal! (Jesaja 33,2)
– HERR, sei uns gnädig!

Erkki-Sven Tüür ist neben Arvo Pärt einer der prominentesten Komponisten aus Estland. Zur Entstehung dieses Liedes schrieb er: „Seit der Aggression Russlands gegen die Ukraine bin ich voller Wut, Verzweiflung und Schmerz. Ich wollte etwas schreiben, das den Menschen in der Ukraine, die für ihre Freiheit kämpfen und unter einer unglaublichen Kraft des Bösen leiden, unmittelbar und direkt geistigen Beistand leisten würde. Ich war auf der Suche nach Texten, aber dann empfahl meine Frau, dass ich mir einige Passagen aus den Prophetenbüchern des Alten Testaments ansehe. Und in der Tat fand ich dort diese Tausende von Jahren alten Verse, geladen mit dem heiligen Zorn gegen das verlogene Böse. Zwischen diesen Textstellen werden die Worte – Gott, bewahre die Ukraine – wiederholt."

Das Lied ist komponiert für gemischte Chöre und die Noten sind frei zum Download:

https://www.emic.ee/failid/File/Ukrainale.pdf



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