Donnerstag, 22. Dezember 2022

Diese Geburt in Bethlehem ändert alles! - Weihnachtsgrüße aus der Diaspora

Weihnachtsbaum in der lutherischen
Kirche in Odessa
Mit 50 evangelischen Partnerkirchen weltweit in 40 Ländern sind wir in unserem Glauben verbunden. Wir helfen weltweit, dass evangelischer Glaube hör- und sichtbar bleibt. Immer wieder ist das eine große Herausforderung. In den Tagen vor Weihnachten haben uns zahlreiche Weihnachtgrüße erreicht, die das unterstreichen. In vielen von ihnen klingt die Not mit, die das Jahr 2022 gebracht hat.

Pfarrer Mindaugas Kairys von der lutherischen Kirche in Litauen schreibt: „Diese Weihnachtszeit ist überschattet von vielen Krisen, die nach den Jahren der Pandemie unerwartet das Leben vieler Menschen beschweren und die niemanden gleichgültig lassen können … Wir spüren deutlich, dass die Wirtschaftskrise immer mehr Menschen in Not bringt, aber wir tun, was immer wir können, um zu helfen. Auch die steigenden Energiepreise machen uns in unseren diakonischen Einrichtungen und Gemeindehäusern zu schaffen.“

Pröpstin Olga Termibulatowa aus Samara von der Ev.-Luth. Kirche im Europäischen Russland stimmt dem zu: „Das Jahr 2022 war mit vielen dramatischen Ereignissen gefüllt, die uns gelehrt haben, Gottes Gnade und Barmherzigkeit neu zu schätzen. Frieden ist nicht selbstverständlich, sowie auch ein Dach über dem Kopf und gutes Essen und gutes Einkommen – alles kann in einem Augenblick zerstört sein. Und das Leben auch …“ 

Sie schreibt diese Worte aus dem Russland, das mit seinem brutalen Vernichtungskrieg so viel Leid verursacht hat. 

Der stellvertretende Erzbischof der Ev.-Lutherischen Kirche in Russland Anton Tikomirov hofft, „dass das rettende Licht von Gottes Wahrheit aufscheinen kann in den verhärteten Herzen, die im Finstern sind.“ Die Namen derer mit verhärteten Herzen sind bekannt…

Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind auch in Griechenland zu spüren. Der Präsident der evangelischen Diakoniestiftung Perichoresis in Katherini, Paris Papageorgiou, betont das und lenkt den Blick weiter: „Menschen aus dem Nahen Osten und Afrika ertrinken immer noch im Mittelmeer, um in Europa Zuflucht zu finden. Der Krieg in der Ukraine hat viele weitere Millionen Menschen zur Flucht in den Westen veranlasst, die Europäer selbst sind von der Energiekrise und der hohen Inflation betroffen.“ Er setzt dem den Trotz der Weihnachtsbotschaft entgegen: „Dennoch gibt es Hoffnung, wenn wir bewusst die Geburt des Messias feiern, der der ganzen Menschheit eine gute Nachricht bringt durch die Verheißung seines kommenden Reiches für alle, die an ihn glauben. Liebe und Frieden schenkt er, Liebe und Frieden soll auch sein Volk auf der Erde verbreiten.“

Weihnachtsmotiv
aus Argentinien
Das betont auch Pastorin Sandra Reis, Kirchenpräsidentin der Presbyterianischen Kirche in Portugal: „In Zeiten wie diesen, in denen Menschen im Finstern sind, und viele Menschen in Ländern totaler Dunkelheit leben, brauchen wir den Zuspruch, dass das Licht in der Finsternis aufscheint.“

Denn – so schreibt es der Präsident der National Evangelical Synod of Syria and Lebanon (NESSL) Joseph Kassab: „Die Geburt, der Tod und die Auferstehung von Jesus haben die Welt für immer verändert. Die christliche Hoffnung auf einen Neuanfang mit Gott ist eine der vielen Segnungen, die die Geburt Christi begleitet haben.“

Gerade von dieser Hoffnung spricht auch Synodalsenior Pavel Pokorný aus der Evangelischen Kirche der Böhmischen Brüder in Tschechien: „Hoffnung wurde damals geboren, als es niemand erwartet hat. Hoffnung wurde dort geboren, wo sie niemand gesucht hat. Vielleicht ist jetzt gerade so eine Zeit und so ein Ort …“ 

Denn: „Diese Geburt in Bethlehem ändert alles! Krieg, Hunger, Gewalt, Angst und Verzweiflung, die die ganze Welt und Millionen von Menschen beherrschen, treten zurück. Für einen kurzen Moment werden die ohrenbetäubenden Schreie des Terrors durch das Weinen des in der Krippe geborenen Kindes zum Schweigen gebracht. In den Augen der Welt ist er klein, aber seine Liebe ist so groß, dass sie die ganze Erde erfüllen wird,“ davon ist Kirchenpräsident Leonardo Schindler aus Argentinien überzeugt.

Wir wünschen allen, die sich für die evangelischen Partnerkirchen weltweit einsetzen Gottes Segen für diese Weihnachtszeit! 

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